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NATIONALPOLITISCHEN BILDUNG
SOZIALISTISCHEN NATIONALISMUS von Micha Togram Hinweis von Schriftleitung und Verfasser Am 1. Juli 2000 warnte der Bundestagspräsident Wolfgang Thierse vor einer "Mischung aus Nationalismus und Antikapitalismus", die er insbesondere in der ehemaligen "DDR" zu erblicken glaubt. 1999 hatte sich bereits das DGB-Bildungswerk Hessen mit dem gleichen Phänomen eines "nationalistischen Antikapitalismus von Rechts" in der Broschüre "Die NPD und ihr national- revolutionäres Umfeld" beschäftigt. Man wird diesem Phänomen aber nicht gerecht, wenn man sich mit ihm nur personell und nicht inhaltlich auseinandersetzt. Es ist daher unumgänglich, den Sozialismus und Antikapitalismus der Rechten aus deren eigener Sicht, in ihrer eigenen Sprache und mit ihren eigenen Argumentations- mustern darzustellen und zwar ohne Betroffenheitsakrobatik und Distanzierungsverrenkungen. Mit dem hier vorgelegten "7-Thesen-Papier" über den "Antikapitalismus von Rechts - soll ein solcher Versuch einer authentischen "Selbstdarstellung" unternommen werden. Eine Bestandsaufnahme sollte aber nicht mit einer Parteinahme verwechselt werden. Mit der vorliegenden Darstellung soll auch jenem vom "Spiegel" in seiner Ausgabe 21/1994 genährten Aberglauben entgegen getreten werden, "daß die Rechtsextremen brutal für ihre Überzeugungen kämpfen, ohne zu wissen, was sie eigentlich wollen. (Dies) unterscheidet sie von anderen gesellschaftstheoretisch gestützten Ideologien, etwa dem Marxismus." Gerade in dem beginnenden Zeitalter der Globalisierung wird es für alle Betroffenen und politisch Interessierten zunehmend wichtiger, sich mit einer nationalen Sozialbewegung von Rechts auseinanderzusetzen, die drauf und dran ist, der Linken die Kompetenz für die Soziale Frage und den Alleinvertretungsanspruch auf den Antikapitalismus zu entwinden. Daß die antikapitalistische Rechte mit einer konsequent antiglobalistischen Frontstellung in wachsendem Maße auf fundamentalistische Alt-Linke und ehemalige 68er eine große Anziehungskraft ausübt, unterstreicht die Wichtigkeit einer auf umfassenden Informationen über das rechte Theoriegebäude beruhenden politischen Diskussion. Wir sind uns sicher, daß viele zeitgeschichtliche Einschätzungen in diesem Werk beim Leser aus dem jeweils anderen Lager auf starke Widersprüche stoßen werden. Diese Provokation ist nicht zufällig, sondern beabsichtigt. Jede These dieser Schrift steht sozusagen auf dem Prüfstand nach ihrem Wahrheitsgehalt. Doch sollten wir uns vor blankem Objektivismus hüten. Viele Akten zur geschichtlichen Entwicklung der deutschen - wie auch internationalen Arbeiterbewegung liegen heute noch in den Panzerschränken von Moskau und Berlin. Allein deshalb erscheint manche Äußerung in dieser Schrift als Spekulation, ist aber jederzeit diskussionswürdig. Andere Aussagen, wie das MFS (nicht StaSi - dieses Vokabular ist genauso kontraproduktiv wie das Wort KZ für Konzentrationslager) in Wechselwirkung zur Geheimen Staatspolizei, sollte sachlich ausdiskutiert werden, ohne dadurch neue Gräben aufzureißen. Historische Wahrheiten, die feststehen, sollten - so bitter sie auch für die jeweils andere Seite sind - als solche anerkannt werden. Alles andere worüber ein abschließendes Urteil der Gesellschafts- wissenschaftler noch nicht möglich ist, muß kontrovers weiter diskutiert werden, ohne dadurch die praktische gemeinsame Arbeit auch nur eine Minute einzuschränken. Die richtige dialektische Methode lautet: These plus Antithese gleich Synthese. Wenn wir danach handeln, werden wir auch an der ideologischen Front vorankommen und gemeinsame Erfolge erringen. Die Worte W. I. Lenins, daß es ohne revolutionäre Theorie keine revolutionäre Praxis geben kann, haben auch 80 Jahre nach ihrer Veröffentlichung nichts von ihrer Aktualität verloren. Dieses Heft 3, Teil 1 wird im nächsten "Gegenangriff" zur Diskussion gestellt, allein schon deshalb um den Meinungsstreit zu beschleunigen und nicht erst abzuwarten bis alle vier Teile erschienen sind. Das vielleicht jetzt von manchen gebrauchte "Argument": Solche Dinge kann man doch nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren, ist entschieden zurückzuweisen. Ein Kardinalfehler im Leben der DDR war es gerade, daß seit Mitte der siebziger Jahre viel zu wenige und im theoretischen Organ der SED schon gar keine kontroversen Diskussionen stattfanden. Dort gab es nur eine Lehrmeinung und die hatte für alle richtig zu sein. Wohin dies geführt hat, sahen wir spätestens im Herbst 1989, als Demagogen à la Thierse, Eppelmann und Boley die Meinungsführerschaft an sich rissen während die SED wie das Kaninchen auf die Schlange starrte und sang - und klanglos vor der internationalen Hochfinanz kapitulierte, anstatt einen eigenen deutschen Weg zum Sozialismus einzuschlagen, wie ihn schon 1950 Anton Ackermann im ZK der Partei vorgeschlagen hatte.
Wesen und Weg der nationalen Rechten:
Richtungskampf zwischen einer opportunistischen Rechten, die ihre konservativen Werte an den Liberalkapitalismus verraten hat und einer fundamentalistischen Rechten, die sich auf den in Deutschland historisch gewachsenen nationalen Antikapitalismus und Sozialismus beruft.
1. Das Germanische Eigentumsrecht 2. Korporative Selbstverwaltung. der Zünfte und Gilden (Mittelalter) 3. Preußischer Sozialismus 4. Die "Deutsche Bewegung" der Romantik 5. Deutsche Volkswirtschaftliche Schule 6. Betriebliche Sozialpolitik 7. Konservative Zivilisationskritik 8. Reformbewegungen im 2. Deutschen Kaiserreich (u.a. Wiederbelebung des deutschen Genossenschaftsgedankens) 9. "Verein für Socialpolitik" 10. Konservativer Sozialismus der Bismarck-Ära 11. Kriegs- und Frontsozialismus (u.a. "Tatkreis") 12. Der Nationalsozialismus Die Weimarer Reparationsrepublik - Unfähigkeit der opportunistischen Rechten (DNVP) - Aufstieg der fundamentalistischen Rechten - Nationalsozialismus bedeutet "Volksgemeinschaft": (1.Kampfgemeinschaft, 2.Kulturgemeinschaft) - Aufbau des Nationalen Sozialismus - Nationale Notstandsdiktatur - Pioniergeist des Nationalen Aufbruchs - Nationale Wirtschafts- und Finanzpolitik - Ausbau des deutschen Sozialstaates - Die Kunst dem Volke! - Förderung aller Begabten ohne Rücksicht auf Herkunft und Geldbeutel - die Frau im Dritten Reich - Volksgesundheitspflege - der NS, die erste Grüne Bewegung - Deutsche Architektur - Staat der Ordnung und Sicherheit - Die nationale Befreiung - Nachrüstungsbeschluß der deutschen Reichsregierung- Wiederherstellung der deutschen Gebietshoheit - Heldenkampf des deutschen Volkes - Niederwerfung des NS führte zur Weltherrschaft des internationalen Kapitalismus. Richtpunkte für eine nationalpolitische Aufarbeitung des Nationalsozialismus Risiken und Chancen einer rechten Machtergreifung Die Nachkriegssituation - Die Systemkrise - Der Linken die soziale Frage entwinden - Der Weg zum Sieg - Zielgruppen und Wählerpotential einer antikapitalistischen Rechten - Die Zeit arbeitet für die Rechte.
Der Nationalismus als antikapitalistische Kampfstrategie Nationalismus als bodenständiges Gegenprinzip zum Kapitalismus als dem nomadischen antinationalen Prinzip - Ringen um "rechte" und linke Kampfgefährten - Nur nationale Politik sichert Arbeit und Brot. Der Nationalismus als soziales Werte- und Ordnungsprinzip Bodenständige Raumsoziologie (der Mensch als Gruppenwesen, natürliche Sozialisation durch das Blut, kultivierende Sozialisation durch den Boden, Unterscheidung von positiver und negativer Gruppenbildung anhand räumlicher Verhaltensweisen des Menschen: seßhafte Volksgemeinschaft bzw. nomadische Massengesellschaft) Die Volksgemeinschaft Von der Urhorde zur seßhaften Gemeinschaft (Sozialisation durch den Boden) - Sozial - und Kulturgemeinschaft (Kultur entsteht durch Bodenbearbeitung, Verortung schafft Verantwortung) - Selbstversorgungsgemeinschaft (raumgebundene Bedarfsdeckungswirtschaft) - Raumgemein- schaft (defensiver konfliktbegrenzender Regionalismus) - Willensgemeinschaft (Nationales Selbstbestimmungsrecht) - Gemeinschaftsleistung: Das Tausendjährige germanisch-deutsche Kulturreich. Die Massengesellschaft Von der Gemeinschaft zur Gesellschaft (Begriffsbestimmung durch Ferdinand Tönnis) - Nomadengesellschaft (Kapitalismus als Übertragung der nomadischen Herdenwirtschaft auf den Menschen) - Mobilitätsgesellschaft (Entwurzelnde Wirkung der Geldherrschaft) - Dekadenz- gesellschaft (Von der Mobilität zum Mob, Entartung durch Entortung) - Ausbeutungsgesellschaft (die Menschen als bewegliche Handelsware) - Sklavengesellschaft (Die Verherdung der Völker durch eine hirtenartige internationale Geldoligarchie mittels Rassenmischung und antinationaler Propaganda) Von der Gesellschaft zur Gemeinschaft Kulturkampf um das Wesen des Menschen - Alternatives Menschenbild: wurzelhaftes Kulturvolk statt mobiler Verwertungsmasse - "Rassismus" statt Massismus - "Herrenmenschen" statt Herdenmenschen - Sinfonie der Völker statt Monotonie der Massen.
Vorliberale Ursprünge des Nationalismus - Der Nationalismus als liberale Waffe gegen die Feudalmächte - Die Nation als Klassenorganisation von Markt und Bürgertum (Die Nation als taktisches Zwischenstadium zur Vereinheitlichung der Welt und der Märkte, "weltoffener" Nationalbegriff der Liberalen) - Die Rolle der Nationalliberalen in Deutschland - Unvereinbarkeit von Liberalismus und Nationalismus.
Antimammonistische Kapitalismusdefinition Kritik am nomadisierenden Finanzkapital, Ablehnung der linken Kapitalismuskritik, die das nationale Produktivkapital angreift. Nomadischer Händlergeist - Geldhändlertum - Sombart und Marx über die "Rolle der Juden als Wegbereiter des Kapitalismus". Gewinnerwartung (das "Paradies") - Standardprodukt (Monotheismus) - Abbau von Handelsschranken (Kampf gegen Volks- und Naturreligionen) - die Zwischenhändler ("Priester") - Markt der unerlösten Seelen ("Erbsünde") - die Kundschaft ("Gläubige") - Kirche als Konzern. Die Geldwirtschaft erzeugt Entfremdung zwischen Adel und Volk - der Merkantilismus der Fürsten begünstigt den Aufstieg des Finanzkapitals. Die Machtergreifung des Händlertums und sein System: Ideologie der negativen Freiheit - Wirtschaftssystem der Habgier - Einkommen ohne Auskommen (sinkendes Volkseinkommen) - mißbrauchte Technik - Parlamentarische Plutokratie - Handelsimperialismus - Internationalismus.
Antimarxismus als Bestandteil des antikapitalistischen Kampfes Zusammenspiel von Marxismus und Kapitalismus - Händlergeist und soziale Frage - Verproletarisierung statt Verbürgerlichung - Internationaler statt nationaler Sozialismus - Marxisten verschleiern nomadischen Ursprung des Kapitalismus. Kapitalistische Finanzierung - volks - und landfremde Kommissarsdiktatur - terroristische Umwandlung der Völker des Ostraumes in eine Massenviehherde ("Sowjetvolk") - USA als Hauptnutznießer der sowjetischen Industrialisierung - Kommunisten führen kapitalistischen Krieg gegen den Nationalen Sozialismus Großdeutschlands - USA retten im 2. Weltkrieg das Sowjetregime - Stalin verzichtet auf Weltrevolution - Sowjetische Besatzungspolitik schadet deutsch-russischer Zusammenarbeit und dient indirekt den USA - Moskau spielt während des "Kalten Krieges" die Rolle des "gehorsamen Feindes" für die US-Rüstungskonzerne - Kommunistische Mißwirtschaft verschafft dem Kapitalismus ökonomische und propagandistische Wettbewerbsvorteile - kapitalistische Trauer über den Zusammenbruch des Kommunismus - westliches Kapital verliert nützlichen Partner im Kampf gegen den Nationalismus der Völker - Kommunisten kriechen wieder in den Bauch ihrer sozialdemokratischen Mutter - Kommunisten sollen im Rahmen des westlich-kapitalistischen Systems den Rechten das soziale Protestpotential entziehen Kommunismus: blutrünstigster Umweg vom Kapitalismus zum Kapitalismus. Flügelbildung innerhalb der roten Internationale: kein Ausdruck von Feindschaft, sondern von gesellschaftspolitischer Arbeitsteilung - Mitschuld der deutschen Sozialdemokratie am bolschewistischen Umsturz in Rußland 1917 - roter "Dolchstoß" verhindert deutschen Sieg im Westen - "Novemberrepublik": Reparationskolonie und Schieberparadies - während der NS-Ära bilden Sozialdemokraten und Kommunisten die "5.Kolonne" der Feindmächte - nach 1945 Nutznießer der deutschen Niederlage - "rote Einheitsfront" scheitert nicht an Schumacher, sondern an den Teilungsabsichten der Besatzer - antinationale SPD: Haß auf Rechte und Gegnerin der deutschen Einheit - antisoziale SPD: Ja zu Globalisierung, Überfremdung und Ausverkauf des deutschen Volkseigentums an das internationale Kapital - Unterstützung von Angriffskriegen des US-Imperialismus - Gewerkschaften unterstützen Import ausländischer Lohndrücker und die Aushöhlung des deutschen Sozialstaats. Ein "bunter Haufen" von Öko-Marxisten und einheitsfeindlichen Reform-Kommunisten - Keimzelle: "68er"-Bewegung als Hilfstruppe einer 2. Umerziehung durch die USA-Emigranten der "Frankfurter Schule" - konsumistischer Freiheitsbegriff - "Kinder von Marx und Coca-Cola" - neulinke Verfälschung der ursprünglich rechten Ökologie-Bewegung zur "Melonen-Partei": außen grün und innen rot - Linke fördert Umweltzerstörung durch Entwurzelung - Wegbereiter von Amerikanismus und Imperialismus- Wählerbetrug - "Grüne" als Teil des "Systems". Brückenschlag zwischen rechten und linken Antikapitalisten? Nationalbolschewismus - Zusammenarbeit mit der Sowjetunion - Wanderer zwischen den Welten - "Braun-rotes Bündnis"? Gegner von gestern - Partner von morgen.
Volksgemeinschaft statt Massengesellschaft - Volksstaat statt Parteienstaat - Nationalstaat statt Weltstaat - Volksrecht statt Händlerrecht - Heimatverteidigung statt Weltbrandstiftung - Volksgesundheit statt Seuchenkapitalismus - Volkswirtschaft statt Weltwirtschaftskolonie (Volk ist wichtiger als Individuum, Arbeit ist wichtiger als Kapital, Lebensraum ist wichtiger als Weltwirtschaft) - Nationale Solidarität statt Sozialkommerz - Raumordnung statt Boden- spekulation (Siedlungsraum, Nahrungsraum, Erholungs- und Kulturraum) - Volkskultur statt "Weltzivilisation".
Der Weltkampf (Kulturkampf zwischen seßhafter Arbeit und nomadischem Händlertum) - Die Reinigungskrise ("Katharsis") kommt - "Nationalisten aller Länder, vereinigt Euch!" - Die Eurasische Achse - Eine Welt der Tausend Völker. Zum 1. Grundsatz ![]() |