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NATIONALPOLITISCHEN BILDUNG
Triebkräfte der Globalisierung: US-Imperialismus von Micha Togram Hinweise von Schriftleitung und Verfasser: Ab Nummer 8 behandelt das Theorieorgan „Wetterleuchten“ in einer neuen Fortsetzungsreihe das Thema Globalisierung aus nationalpolitischer Sicht. Heft 8 und Heft 9 erläutern in Teil A das Wesen der Globalisierung mit den Stichworten: Weltherrschaft des Geldes - Weltbürger des Geldes - Welt ohne Grenzen - Weltideologie des Neoliberalismus - Weltkonzern kontra Nationalstaat - Weltmonopole - Weltzentralen - Weltstaat - Kampf zweier Welten. Mit dem vorliegenden Heft 10 werden in Teil B die Triebkräfte der Globalisierung angeprangert: US-Imperialismus - Parteien und Netzwerke - Pan-Europa-Union- Multikultismus - Umerzieher. Aufgrund des umfangreichen Materialanfalls und angesichts des Kollapses der Finanzmärkte widmen wir Heft 10 ausschließlich der globalistischen Haupttriebkraft, dem US-Imperialismus. Ab Heft 11 werden dann weitere Triebkräfte der Globalisierung behandelt. (s. o.) Nach Abschluß von Teil B werden dann die Teile C und D folgen. Wir wollen sie kurz vorstellen: Teil C: Auswirkungen der Globalisierung: Arbeitsplatzvernichtung - Ausländerflut - Ausländerkriminalität - Ausverkauf an „Heuschrecken“ - Binnenwirtschaftskrise - Bundeswehr in alle Welt - Gesundheitsgefahren - Kulturverfall - Privatisierungsverlierer - Schuldenstaat - Sozialstaatschaos - Umweltzerstörung. Teil D: Gegner der Globalisierung: Globalisierungsgegner Volk - Internationale Globalisierungskritiker - nationale Globalisierungsgegner. Das vorliegende Heft erscheint zum denkbar geeignetsten Zeitpunkt. Die kapitalistische Weltwirtschaft steht vor dem Kollaps wie im Jahre 1929. Auch damals ging die Krise von den herrschenden Kreisen der USA aus und infizierte die ganze Erde. Die jetzige Finanz- und Wirtschaftskrise ist eine globale Systemkrise des Liberalkapitalismus. Wieder einmal mehr erweist sich diese nomadische Händlerideologie mitsamt ihren korrupten Institutionen (Banken, Börsen, Parteien) als Ursache für die Arbeits- und Brotlosigkeit von Millionen schaffender Menschen. Der grenzenlose Wahnsinn der Globalisierung stößt nun selbst an seine Grenzen. Die imperialistische Anmaßung der USA, der ganzen Welt ihr wucherisches Ausbeutersystem als allein gültige Weltordnung aufzuerlegen, ist gescheitert. Gegen den internationalen Kapitalismus helfen keine linksliberalen Reformillusionen und internationalistischen Traumtänzereien mit dem Ziel einer angeblich „menschlichen Globalisierung“. Den Menschen und Völkern hilft nur die Aufrichtung von Dämmen gegen die globale Sturmflut, d.h. die nationale Abschottung von einer völlig kranken Weltwirtschaft mit ihren wildgewordenen Spekulanten. Die Völker brauchen keine Globalisierung, sondern eine bodenständige Volkswirtschaft, die den Bedingungen ihrer Länder entspricht, ihrer Bedarfsdeckung dient und die produktive Arbeit anstelle des spekulativen Kapitals in den Mittelpunkt rückt. Nationalisierung statt Globalisierung - nie war diese Parole so wertvoll wie heute.
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Der Golem: Symbol des US-Imperialismus - Zusammenhang von Kapitalismus, Imperialismus und Krieg - Die weltbürgerliche Ideologie des US - Imperialismus Das Wuchertum entdeckt Amerika - Ein Kontinent fällt unter die Räuber - Kriege gegen England - Der Bürgerkrieg - Die US-Plutokratie entsteht - Golem entdeckt die Welt INNENEXPANSION DES US-IMPERIALISMUS 1775 - 1917 Verdrängung Europas aus Amerika - Griff nach Südamerika und zum Pazifik 2. WELTKRIEG BEGRÜNDET WELTWEITE VORMACHTSTELLUNG DER USA Wer die USA zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr - Vom Weltkrieg zum Weltmarkt - Wegbereiter der Globalisierung - Globalisierung mit Bomben und Granaten - Verteufelung des Gegners - Gewaltexzesse im Namen des Menschenrechts - Israels Gewaltpolitik im Nahen Osten - US-„Kultur“imperialismus GLOBALISIERUNG: LETZTES STADIUM DES US-IMPERIALISMUS USA gegen den Rest der Welt - USA beanspruchen Eurasien - US-Weltraum-Monopol - US-Waffe Multi-Kulti - USA und der 4. Weltkrieg USA: sowohl Täter als auch Opfer - Inneramerikanische Opposition Geistig-moralische Dekadenz - Mißtrauensgesellschaft - Soziale Rückständigkeit - Wirtschaftskrise - Umweltkatastrophe - Militärische Überdehnung - Antiamerikanismus - Überwachungsstaat - Das Urteil der Geschichte DAS ENDE DES AMERIKANISCHEN ALPTRAUMS Finanzkrise schwächt USA und stärkt Renationalisierung - Die Klapperschlange beißt um sich - Obamanie - Neuordnung der Welt Der Golem - Symbol des US-Imperialismus Die Globalisierung ist kein vom Himmel gefallenes unabwendbares Naturgesetz, sondern eine finanzkapitalistische Weltverschwörung. Urheber und entscheidende Triebkraft ist die kosmopolitische Finanzoligarchie der nordamerikanischen „Ostküste“ („Wallstreet“). Um die Welt zu unterwerfen, hat sie die USA unterworfen und als ihren imperialistischen „Golem der Globalisierung“ instrumentalisiert. Der „Golem“ ist eine jüdische Sagengestalt. Er ist ein künstlich erschaffenes, gewalttätiges und fremdgesteuertes sprachloses Monster, das seinem Herrn in sklavischer Ergebenheit dient. Der Golem ist das treffende Symbol des US-Imperialismus, der als als fremdgelenkte Haupttriebkraft der Globalisierung und williger Vollstrecker einer finanznomadischen Globalisierungselite über die Erde trampelt, um alle bodenständigen Völker „zinsbar“ zu machen, indem er ihre Heimatländer und Volkswirtschaften der grenzenlosen Profitgier des internationalen Finanzkapitals gewaltsam öffnet. So wie der Golem sind auch die USA ein künstliches Produkt. Millionen Einwanderer aus aller Herren Länder mit einer Kriminalgeschichte voller Gewalttätigkeit und Expansionsgier bilden den Hefesatz einer künstlichen und zusammengewürfelten „Nation“.
Einwanderung bzw. Auswanderung bedeuten in vielen Fällen die Unfähigkeit, die eigenen Probleme in der Heimat aus eigener Kraft zu bewältigen. Stattdessen sucht der Auswanderer ein Land, wo „Milch und Honig fließen“ und das Problemlösungen durch Gewalttätigkeit und Beutemachen ermöglicht. Der Einwanderer ist der unsolidarische Ellbogentyp des Grenzverletzers und Räubers. Diese egozentrische Mentalität verhinderte in den USA bisher die Machtergreifung einer machtvollen sozialen und antikapitalistischen Bewegung. Der Kapitalist wird in der US-Bevölkerung nicht als frecher Ausbeuter, sondern als „cleverer Typ“ angehimmelt, „der es geschafft hat“. „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ ist der „us-amerikanische Traum“ vom „Goldenen Westen“. Die Realität für die meisten Nordamerikaner ist heute eher die Perspektive einer Dienstleistungsgesellschaft mit der Aussicht: „Vom Tellerwäscher zum Tellerwäscher“. Fremdgesteuert wird diese zusammengewürfelte, unsolidarische Knetmasse eingewanderter Besitzindividualisten durch eine kleine Clique ebenfalls eingewanderter kosmopolitischer Finanzoligarchen, die in beispielloser Verblendung und herostratischem Größenwahn die ganze Welt in eine von ihnen beherrschte globale Ausbeutungszone verwandeln wollen. Die Globalisierung ist kein unabwendbares Schicksal, sondern das letzte Stadium des US-Imperialismus, der seit nahezu 250 Jahren als golemartige Kriegsmaschine im Auftrage eines wurzellosen Geldhändlertums eine riesige Blutspur über die ganze Erde zieht und fast ebenso viele offene und versteckte Angriffskriege gegen die ganze Welt geführt hat. Der Zusammenhang von Kapitalismus, Imperialismus und Krieg „Die Vereinigten Staaten haben seit 1804 rund 200 militärische Interventionen initiiert und nur 20 Jahre in Frieden gelebt. Tatsächlich existierte - selbst im Vergleich mit der Sowjetunion zur Zeit des Wettrüstens - nie ein kriegsfreudigeres Staatswesen als die Vereinigten Staaten, die das Völkerrecht immer wieder ignorierten.“ („Der amerikanische Alptraum“ von Rolf Winter, Wilhelm Heyne Verlag 1992, S. 25) Die USA sind ein Kontinentalstaat, der dank seiner insularen Lage zwischen zwei großen Weltmeeren unangreifbar ist. Weder deutsche, italienische, japanische, koreanische, vietnamesische, irakische, iranische, libysche, syrische oder afghanische Bomben haben jemals das Festland der USA getroffen. USA-Bomber haben aber bis auf den heutigen Tag nahezu alle Kontinente mit ihren Bombenteppichen verwüstet. Die exklusive geopolitische Situation der USA hat für die übrige Welt zwei verhängnisvolle Folgen:
Die Handlungsanweisung für seine handelsimperialistischen Angriffskriege bezieht das bibelfromme Amerika nicht zuletzt aus dem Alten Testament, so wie es im 5. Buch Mose, Kapitel 20, Vers 10 -13 geschrieben steht: „10. Wenn du vor eine Stadt ziehst sie zu bestreiten, so sollst du ihr Frieden anbieten. 11. Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll all das Volk das darin gefunden wird, dir zinsbar und untertan sein. 12. Wird sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie. 13. Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit des Schwertes Schärfe schlagen.“ In den USA hat die Spitze der internationalen Weltfinanz ihre nomadische Hauptlagerstätte („Wallstreet“). Nach ihren Weisungen durch Lobbys, Wahlkampfinanzierung von Kandidaten und Parteien sowie ein fast unüberschaubares Netzwerk von „Beratern“, als „Denkfabriken“ firmierende imperialistische „Giftküchen“, Komitees und informellen Absprachegremien ohne jede demokratische Legitimation wird die US-Militärmaschinerie golemgleich in allen Teilen der Erde zur gewaltsamen Globalisierung („Öffnung“ von Märkten, Kontrolle von Rohstoffen und Zugangswegen, Disziplinierung widerspenstiger Nationalstaaten durch „Demokratisierung“ und „Nation-building“) eingesetzt. Die „unsichtbare Hand des Marktes“ braucht die sichtbare Faust des US-Militärs. 1999 erschien in Deutschland das Buch des nordamerikanischen Verfassers Gabriel Kolko „Das Zeitmaß der Kriege“ (S. Fischer Verlag, Frankfurt/M.). Die zentrale These des Buches lautet: Die Ursachen für die Kriege im 20. Jahrhundert liegen im Kapitalismus und im amerikanischen System. Dank seiner expansiven Kraft und seines wirtschaftlichen Interesses am Krieg, „ist für den Kapitalismus Krieg lediglich die Erweiterung des Marktes mit anderen Mitteln.“ In seinem Buch „Gold und Eisen - Bismarck und sein Bankier Bleichröder“ (becksche Reihe München 2008) verweist der Verfasser, der jüdische Emigrant und US- Professor Fritz Stern, auf den Imperialismus-Theoretiker J. A. Hobson, der die ökonomische Hauptwurzel des Imperialismus in seiner bahnbrechenden Studie von 1902 beschrieben hat: „Für ihn haben die verschiedenen Formen des Imperialismus (direkte, indirekte Beherrschung, wirtschaftliche Durchdringung) ihren Ursprung im Verlangen nach materiellem Gewinn. Er wies auf eine spezielle Klasse von Menschen hin, die großen Finanzmänner, die das imperialistische Wettrennen dirigierten: ‚Sie sind in der straffsten Organisation, in ständigen engsten und geschwindesten Kontakten miteinander verbunden, sie sitzen in den Hauptstädten aller Staaten in den Geschäftszentren, die, was Europa angeht, hauptsächlich von Männern einer einzelnen, einer besonderen Rasse beherrscht werden, die viele Jahrhunderte der Erfahrung mit Geld hinter sich hat, sie sind in der einzigartigen Lage, die Politik der Nationen zu manipulieren…“ Seit 1902 hat sich diese von Hobson beschriebene Finanzmacht systematisch globalisiert. Vor allem natürlich durch die Golemisierung der USA. Auch Giselher Wirsing beruft sich in seinem Buch „Der maßlose Kontinent“ (Eugen Diederichs, Jena, 1942) auf den Imperialismus-Theoretiker John A. Hobson: „der darauf hinwies, daß der Imperialismus vornehmlich durch eine falsche Verteilung des Reichtums im Innern großer Länder entsteht, d.h. durch große Kapitalansammlungen, die im Inland keine hohen Profite mehr finden können und infolgedessen den Weg nach außen suchen und dann die Politik mit sich fortreißen. Die Heilung von diesem Übel kann niemals durch einen ‚fiktiven’ Weltmarkt, sondern nur durch entsprechende innerwirtschaftliche Maßnahmen erfolgen, durch eine gesündere Verteilung des nationalen Reichtums, durch die der Wohlstand und die Kaufkraft des ganzen Volkes gehoben wird.“ Der sozialkonservative Kapitalismuskritiker Dr. Gustav Ruhland verwies in seinem großen Werk „System der politischen Ökonomie“ (Neuauflage 1939 im Blut und Boden Verlag, Reichsbauernstadt Goslar) auf Äußerungen des preußischen Generalstabschefs, Graf Helmuth von Moltke, der den Deutsch-Französischen Krieg als „letzten dynastischen Krieg“ beschrieb. Moltke wird mit den visionären Worten zitiert: „Die Börse hat in unseren Tagen einen Einfluß gewonnen, welcher die bewaffnete Macht für ihre Interessen ins Feld zu rufen vermag. Mexiko und Ägypten sind von europäischen Heeren heimgesucht worden, um die Forderungen der Hohen Finanz zu liquidieren.“ Ruhland kommentiert: „Moltke hatte sein Leben lang seinem Könige gedient. Er konnte es nicht begreifen, daß ’Volksheere’ für den Geldsack bluten und kämpfen sollten.“ Es gehört zum Propagandaarsenal des westlichen Imperialismus, die eigene Kriegspolitik mit der Behauptung zu tarnen, daß die Kriegsschuld immer bei anderen liegt. Jahrzehntelang geisterte die dummfreche Lüge vom „preußischen Militarismus“ durch die Lande, leider auch von einigen linksliberalen deutschen Schafsköpfen nachgeplappert. Mit der Niederlage des Deutschen Reiches im Jahre 1945 ist auch die Zwecklüge vom „Preußischen Militarismus“ untergegangen. Allerdings ist die Welt seitdem nicht friedlicher geworden. Immer noch hallt die Welt wider von Kriegsgeschrei selbsternannter „Weltpolizisten“. Millionen Menschen sind seit dem „Ausbruch des Ewigen Weltfriedens“ Opfer diverser Kriege geworden, für die den Deutschen keine Kriegsschuld in die Schuhe geschoben werden kann. Neue Aggressionskriege („humanitäre und friedensstiftende Missionen“) sind in Vorbereitung. Immer wieder sind es die gleichen internationalen Kriegshetzer in den USA, die auch schon 1917 und 1941 ihre Colts in New York gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten schwangen. Wenn wir wissen wollen, wie das Deutsche Reich in zwei verheerende Kriege verwickelt wurde, dann brauchen wir gar nicht in die Vergangenheit zu blicken. Es genügt der Blick in die Gegenwart. Auch hier sind es immer wieder die gleichen Methoden: Erst infernalische Pressehetze gegen alle National-Staaten, die sich dem US-Imperialismus widersetzen, dann Hungerboykott, schließlich Provokationen bzw. erfundene Kriegsgründe made in USA und dann folgt der Fangschuß. Den Abschluß bildet dann der us-amerikanische „Tanz um den Marterpfahl“ mit Schauprozessen und dem Galgentod der verhaßten politischen Gegner. Die weltbürgerliche Ideologie des US-Imperialismus „Das gegenwärtige Projekt eines einzigen globalen Marktes ist die vom aufsteigenden Neokonservatismus (pro-zionistische Lobby ehemaliger Trotzkisten in den USA d.V.) vereinnahmte universale Mission Amerikas. Die Utopie des Marktes hat sich erfolgreich des amerikanischen Glaubens bemächtigt, ein einzigartiges Land zu sein, das Modell einer universalen Zivilisation, das allen Gesellschaften zur Nachahmung bestimmt ist.“ („Die falsche Verheißung“ von John Gray, Alexander Fest Verlag 1999, S.14) Der internationalistische und kosmopolitische Universalismus ist der ideologische Unterbau jeder Form von Imperialismus. Der Universalismus bekämpft im Namen eines angeblich international gültigen Weltprinzips („Weltrevolution“, „Weltkirche“, „Weltmarkt“) das nationale Recht der Völker auf demokratische Selbstbestimmung, wirtschaftliche Selbstversorgung und kulturelle Selbstverwirklichung. Universalismen wie Marxismus, Klerikalismus und Liberalismus erheben im Namen ihrer proletarischen, priesterlichen oder plutokratischen „Welteliten“ den größenwahnsinnigen Anspruch, alle Völker dieser Welt in eine riesenhafte gleichgeschaltete Herde zu verwandeln, um ihnen ein vereinheitlichtes, weltdiktatorisches Lenkungssystem von globalen „Weltzentralen“ überzustülpen. Diesem Ziel dient auch die Gleichheitsideologie, die das Besondere und Verschiedene von Menschen und Völkern ignoriert, um sie im Sinne von Weltrevolution, Weltkirche oder Weltmarkt durch Normierung, Uniformierung und Egalisierung abzurichten. An die Stelle von Buntheit durch Völkervielfalt tritt das Grau einer monotonen und leicht lenkbaren Menschheitsmasse ohne nationalen Eigenwillen zur Artikulierung und Durchsetzung eigener Volksinteressen. Im Fremdwörterbuch des VEB Bibliographischen Instituts Leipzig aus dem Jahre 1954 findet sich die folgende bemerkenswerte Definition des Kosmopolitismus: „Kosmopolitismus, der (Gen.-): Weltbürgertum; seit dem Altertum eine Denkweise, die den Menschen vornehmlich als Glied der Menschheit u. nicht einer bestimmten Nation betrachtet; die als ‚Weltbürgertum’ getarnte Ideologie des amerikan. Imperialismus äußert sich in dem Bestreben, die nationale Souveränität einzuschränken, das nationale Kulturerbe zu zerstören und die nationale Unabhängigkeit der Völker aufzulösen.“ Die dominierende universalistische Ideologie ist heute die des Liberalismus. Marxismus und Klerikalismus sind im Rahmen einer imperialistischen Arbeitsteilung auf die Rolle von Zuarbeitern des herrschenden liberalkapitalistischen Weltmarktuniversalismus reduziert. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte der US-Ökonom und Hegemonialtheoretiker, Charles Kindleberger, den verlogenen Begriff des wohltätigen „sanften Hegemons (benevolent hegemony)“, der international für freie Märkte sorgt und mithilfe internationaler Organisationen (Weltbank, IWF, WTO) Normen und Regeln durchsetzt. Ein Machtverlust der USA hätte - seiner Meinung nach - eine destabilisierende Wirkung für den freien Welthandel und die weltweite Sicherheit. In dem Buch „Die Krisenmacher“ von Richard L. Barnett und Ronald E. Müller (Rowohlt 1977) liest man über Mr. Kindleberger folgendes: „Charles P. Kindleberger, einer der führenden US-Experten für internationale Wirtschaft, drückt es so aus: ’Für das internationale Unternehmen gibt es weder ein Land, dem es mehr Loyalität schuldet als einem anderen, noch ein Land, wo es sich völlig zu Hause fühlt’.“ Besser kann man eigentlich die Golemrolle des „sanften Hegemons“ nicht beschreiben. Die USA müssen letzlich für Interessen eintreten, die nicht einmal die Interessen ihres eigenen Landes sind, sondern die von internationalen Finanznomaden, die in den USA und deren Bevölkerung nicht Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck sehen. Die US-Freibeuterflotte segelt unter dem Piratenbanner von „Demokratie und Marktwirtschaft“. Hierbei handelt es sich um Codeworte für die Welttyrannei der internationalen Plutokratie über einen Weltmarkt, der alle Volkswirtschaften wie ein Schwarzes Loch in sich aufsaugt und aussaugt. Das Wuchertum entdeckt Amerika Am Anfang des US-Imperialismus steht das größte imperialistische Verbrechen aller Zeiten: Die Unterwerfung und Ausbeutung eines kompletten Kontinents in Tateinheit mit der fast vollständigen Ausrottung der einheimischen Urbevölkerung. Die USA sind als grenzen- und raumverachtende Einwanderungsgesellschaft in Kombination mit einer von egoistischem Gelddenken beherrschten materialistischen Geistesverfassung die Vorwegnahme einer globalisierten Welt heimatloser, abweidender und verwüstender Nomaden. Mit der Entdeckung Amerikas durch das nomadisierende Leih- und Wucher-Kapital wurde dieser Kontinent zum Freiraum für jede Art von schmutzigen Geschäften. Es fehlten in dem neuentdeckten Kontinent alle in Europa üblichen ständisch-zünftlerischen Beschränkungen des Wuchertums. Es gab unentdeckte Reichtümer in unvorstellbarem Ausmaß und eine arglose eingeborene Bevölkerung. Mit dem Staub der Heimat schüttelten die Einwanderer auch die sittlichen Überlieferungen Europas von sich ab. Krasser Egoismus beherrschte die einwandernden Glücksritter, Spekulanten, Händler, Kriminellen, gescheiterten Existenzen und religiösen Fanatiker, die das Reichwerden im Sinne der calvinistischen Prädestinationslehre als „Gottes Lohn“ und das Ausrotten der indianischen „Amalekiter“ als biblischen Auftrag empfanden. Während das Wuchertum in Europa eine mißtrauisch beäugte und ausgegrenzte Rolle spielte, eröffnete ihm die koloniale Expansion in dem neu entdeckten Erdteil riesenhafte Geschäftsfelder. Die Neue Welt wurde zum „Neuen Zion“, zu einem Kontinent, wo „Milch und Honig“ im Überfluss sprudelten. Das moderne Finanzkapital entstand in den Kolonialgesellschaften der europäischen seefahrenden Nationen. Sie plünderten die Gold- und Silberschätze Amerikas und begründeten mit dem nach Europa importierten Edelmetall den Aufschwung der profitorientierten Geldwirtschaft und beendeten die vorkapitalistische Periode der selbstversorgenden Tauschwirtschaft auf dem alten Kontinent. Das mit den Gold- und Silberschätzen der Neuen Welt behängte Leih- und Wucherkapital drängte nun im Zeitalter des Merkantilismus an die europäischen Fürstenthrone und erhielt dank königlicher Privilegien das Recht zur weitgehend unkontrollierten Ausplünderung der außereuropäischen Kolonialländer. Die Kolonialgesellschaften hatten das Recht, Steuern zu erheben. Sie verfügten über die Polizeigewalt, das Recht der Truppenaufstellung und kontrollierten die Verwaltung. Die unmenschlichen und völkerverachtenden Ausbeutermethoden der Finanzkolonialisten waren in ihrer kontinentalen Dimension bereits eine Frühform der Globalisierung. Ein Kontinent fällt unter die Räuber „Was sich besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten aus aller Herren Länder versammelte, ergab in seiner Summe, so der Nestor der amerikanischen Historiker, Henry Steele Commager von der New Yorker Columbia University, ’das gesetzloseste Volk der Erde’. Sie bildeten, in Amerika angekommen, keinen sozialen oder gar humanen Verband. Nicht Solidarität verband die Zuwanderer, sondern Habgier, die nach den Erkenntnissen amerikanischer Geschichtsforscher rasch zur ’größten ökologischen Katastrophe’ ihrer Zeit eskalierte. Die Einwanderer rodeten Wälder mit einer kaltblütigen Entschlossenheit, die von den wenigen überlebenden Indianern mit Entsetzen beobachtet wurde. Sie töteten in bestürzender Geschwindigkeit die unermesslichen Büffelherden des Westens …“ („Der amerikanische Alptraum“ von Rolf Winter, Wilhelm-Heyne-Verlag München 1992) Zu den größten Schandtaten dieser eingewanderten nomadischen Plünderungsökomie gehört die Ausrottung der einheimischen Urbevölkerung mit Colt, Alkohol, Hunger und der Parole (die von den USA wechselweise auch auf andere Völker angewendet wird): „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“. „Wie unerbittlich sich diese Logik (der nomadischen Plünderungsökonomie d. V.) geltend machte, war bereits im 19. Jahrhundert bei der nahezu vollständigen Ausrottung der Ureinwohner des Landes erkennbar geworden. Von zwölf bis 14 Millionen Indianern blieben kaum 5 Prozent übrig.“ („Die Amerikaner in der Bundesrepublik“, Herausgeber E. Spoo, Kiepenheuer & Witsch 1989) In Nordamerika gab es ungefähr zwanzig Millionen Indianer als Columbus kam. Heute sind es noch zwei bis drei Millionen.“ (BERLINER ZEITUNG 3.1.2006)
Für die Abschlachtung der Indianer hatte das US-Kriegsministerium Kopfprämien ausgesetzt. Da es sich als zu mühsam erwies, ständig abgeschnittene Indianerköpfe zu sammeln, reichte es, der auszahlenden Bundesbehörde die abgetrennte Kopfhaut - den „Skalp“ - vorzuweisen. Das „Skalpieren“ ist keine Erfindung der Indianer, sondern gehörte zur Völkermordpraxis der bibelfesten US-Killer, die aus dem Alten Testament (2. Makkabäer 7.7) neben blutrünstigen Anweisungen zur Ausrottung von Heidenvölkern auch eine Skalpierungsanweisung entnahmen: „Als der erste der Brüder auf diese Weise gestorben war, führten sie den zweiten zur Folterung. Sie zogen ihm die Kopfhaut samt Haaren ab und fragten ihn: Willst du essen, bevor wir dich Glied für Glied foltern?“ Die Ausrottung der Indianer - die in Nordamerika übrigens brutaler und umfassender durchgeführt wurde als in den spanischen und portugiesischen Kolonialgebieten Südamerikas- hatte ihren Grund zum einen in dem Landraub ihrer Siedlungsgebiete durch Entvölkerung und zum anderen in der Weigerung der Indianer, sich als Sklaven auf den Baumwoll- und Zuckerrohrfeldern zu Tode schinden zu lassen. Der stolze rote Mann suchte eher den Tod im Kampf mit den fremden Eindringlingen. Durch Freitod entzogen sich ganze Indianersippen dem Kolonialschicksal von Versklavung und Fremdherrschaft. Von 1612 bis 1890 wurden in Nordamerika rund 200 Indianerkriege geführt. Allein 400 Verträge - von US-Behörden mit den Indianern abschlossen - wurden gebrochen. Die ursprüngliche Toleranz, Neugier und Fremdenfreundlichkeit der Indianer führte dazu, daß sie heute - alkoholkrank und entwurzelt - in unwirtlichen Wüsten-Reservationen dahinvegetieren nach der Devise: „Gestern tolerant - heute fremd im eigenen Land.“ Dafür dürfen sie vor gaffenden Touristen ihre uralten Kriegstänze aufführen. In diesem Zusammenhang sei noch die Bemerkung gestattet, daß im Zeichen einer alles amerikanisierenden Globalisierung den Überresten von Nationalkulturen auch anderer Völker in Zukunft nur noch eine touristische Vermarktungs-Rolle zukommen wird. Da sich die stolzen Indianer als Sklaven für die Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen nicht missbrauchen ließen, wurden von 1609 bis 1808 Millionen Negersklaven aus Afrika in die „Neue Welt“ unter grauenhaften Transportbedingungen verschleppt und verschifft. In einem Bericht des SPIEGEL (34/1997) über schwarze Touristen in ehemaligen Sklavengebieten Westafrikas heißt es: „Sie pilgern zu Häfen, von denen einst Sklavenschiffe mit ihrer menschlichen Fracht Richtung Neue Welt in See stachen. Mindestens 10 Millionen Afrikaner, vielleicht auch 100 Millionen sind im ‚schwarzen Holocaust’ umgekommen, den Afro-Aktivisten zum ‚Verbrechen des Jahrtausends’ erklärt haben, für das sich die US-Regierung noch immer nicht offiziell entschuldigen will.“ Der TAGESSPIEGEL veröffentlichte in seiner Ausgabe vom 25.7.2000 die nur wenigen bekannte Tatsache, daß das Weiße Haus und das Kapitol - einschließlich der Freiheitsstatue auf seiner Kuppel - von Sklaven errichtet wurden. Die „Tempel der Freiheit“ sind auf Sklaverei gegründet. Übrigens wurde auch der Namensgeber der US-Hauptstadt und erste Präsident der USA, George Washington, von Sklaven umsorgt. Erst einhundert Jahre nach dem preußischen Sklavereiverbot im Allgemeinen Landrecht wurde die Sklaverei in den USA im Jahre 1864 zumindest formell verboten. Als Sklaven wurden nicht nur afrikanische Neger, sondern auch europäische Weiße ausgebeutet, die als sog. „Vertragsarbeiter“ ihre Passage-Kosten für die Überfahrt bei den Kolonialgesellschaften abarbeiten mussten. Weiße Frauen
wurden von Menschenhändlern in die Bordelle des Wilden Westens verschleppt. Hunderttausende von chinesischen Sklavenarbeitern („Kulis“) schufteten und starben beim Eisenbahnbau quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Am Ende des 18. Jahrhunderts begann der kapitalistische Golem seine Glieder zu recken. Von 1775 bis 1783 dauerte der 1. Krieg der 13 nordamerikanischen Kolonien gegen die englische Oberherrschaft. Bei diesem Krieg handelte es sich nicht um einen glorreichen antikolonialistischen Unabhängigkeitskrieg, sondern um einen ordinären kommerziellen Verteilungskampf zwischen zwei imperialistischen Konkurrenten, die sich um die Beute eines blutig unterworfenen Kontinents stritten. Da sich der englische Imperialismus mit der Unabhängigkeitserklärung seiner ehemaligen nordamerikanischen Kolonien im Jahre 1776 nicht abfinden wollte, fand der Krieg von 1812 - 1814 seine Fortsetzung („2. Unabhängigkeitskrieg“). In diesem Krieg brannten die englischen „Rotröcke“ Washington nieder und missbrauchten die „Rothäute“ als Kanonenfutter. Im „Frieden von Gent“ konnte England zumindest seine Kolonien in Kanada vor dem nordamerikanischen Zugriff sichern. Von 1861 bis 1865 tobte der Amerikanische Bürgerkrieg. Dieser Krieg war ein Marktbereinigungsfeldzug der nordamerikanischen Finanzplutokratie gegen die Pflanzeraristokratie der Südstaaten, die ihre Baumwolle zwecks Erwerbs europäischer Industriegüter auf dem Alten Kontinent verkaufte. „Für den Norden war der Bürgerkrieg vor allem ein Krieg um den inneramerikanischen Markt und ein Krieg gegen den englischen Kaufmann.“ („Der maßlose Kontinent“ von Giselher Wirsing, Diederichs Verlag 1942, S. 36 ) Kurz gesagt: In dem Bürgerkrieg ging es nicht um die Sklaven in „Onkel Toms Hütte“, sondern um die Profite von „Onkel Sams Bank“. Bereits in der moralischen Bemäntelung des Bürgerkrieges als „Krieg gegen die Sklaverei“ (man denke an den unsäglichen Schnulzenroman „Onkel Toms Hütte“) wurde zum ersten Mal von den USA die psychologische Kriegsführung als weiterer Armeeteil im Kriege eingesetzt. Seit jenen Tagen ist noch jeder Angriffskrieg der USA mit verlogenen Vorwänden und gezielten Provokationen in Gang gesetzt worden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Kriegsgründen made in USA“. Der Bürgerkrieg („Sezessionskrieg“) wurde von den Nordstaatengenerälen mit unerhörter Grausamkeit geführt. Er war in seiner rücksichtslosen Kriegführung gegen die Zivilbevölkerung der Vorläufer des modernen „demokratischen“ Krieges und unterschied sich von der im wesentlichen fairen Kriegführung in Europa, die den Krieg überwiegend auf die militärischen Teilnehmer beschränkte und nach dem Kriege den Friedensschluß nicht als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln praktizierte. Man beachte einmal die Ehrerbietung, mit der Bismarck im Jahre 1870 dem geschlagenen Kaiser Napoleon III in Donchery gegenübertrat und die Ritterlichkeit, mit der die deutsche Verhandlungsdelegation vor der französischen Waffenstillstandsdelegation im Jahre 1940 salutierte. Doch zurück zu den USA: "Sherman (Nordstaatengeneral, Namensgeber des gleichnamigen Panzers im 2. Weltkrieg d.V.) hatte die ganz präzise Order: Kill and destroy (Abschlachten und Zerstören d. V.), die Parole des jungen Washington im Unabhängigkeitskrieg. Sie war wörtlich gemeint und der ’tüchtigste Feldherr der Union’ nahm sie auch wörtlich. Er begann einen mörderischen Verwüstungsfeldzug durch die unschuldigen Städte und Dörfer der Südstaaten („Konföderierte“), der später unter dem Namen ’Anakonda’ eine erbärmliche Berühmtheit erlangte. Wo die Heeresschlange erschien, ließ sie in einer Breite von hundert Kilometern alles in Schutt und Asche zurück. Es wurde vernichtet, was man fand, Häuser, Fabriken, Farmen, Tiere, Pflanzungen, Getreide, Baumwolle, Zuckerrohr, Straßen und Brücken. Wenn die Anakonda, die Riesenschlange, abgezogen war, brannte das Land und die Viehherden verfaulten auf den Weiden. Zum ersten Mal in der modernen Geschichte praktizierte Amerika den totalen Vernichtungskrieg. …Moltke, der es ja von Europa aus mitansah, hatte recht (obwohl er ein Deutscher ist), wenn er sagte: ’Das sind keine Soldaten mehr, das ist eine Bande von entfesselten Marodeuren.’“ („Halleluja - Die Geschichte der USA“, von Joachim Fernau, Herbig 1977) „Unter dem Namen ’Reconstruction’ ruinierte der siegreiche Norden vollends das wirtschaftliche Gefüge und die Pflanzeraristokratie der Südstaaten…. Diese … wurden… einer Militärdiktatur unterstellt, die alle Posten nur an Gegner der Sklaverei austeilte, darunter an gewissenlose Stellenjäger, welche das Land ausplünderten und gegen die Recht zu erhalten nicht möglich war. Da Neger ohne Zwang nicht arbeiteten, verarmten die Grundbesitzer und verhungerten die Schwarzen…“ („Schaeffers Grundriß des Rechts und der Wirtschaft“ von Dr. Friedrich Cornelius, Kohlhammer Stuttgart 1950 , S. 91) „ In dieser Situation griffen die Weißen zur Selbsthilfe. Sie gründeten einen Geheimbund zum Schutz gegen die schwarzen Banden und gegen die ’carpetbaggers’ (weiße Geschäftemacher und Stellenjäger d. V.): den Ku-Klux-Klan. Der Name hat in der Welt einen bösen Klang bekommen. Ku-Klux-Klan, das wurde zum Symbol für Rassenhaß, für Lynchjustiz. Die Onkel-Toms-Hüttler begannen sofort, ihre Propagandamaschine in Bewegung zu setzen… Der Ku-Klux-Klan löste sich 1877 auf, als die letzten Besatzungstruppen und mit ihnen die carpetbaggers den Süden verließen.“ („Halleluja“ von Joachim Fernau, Herbig-Verlag 1977) In seinem Film „Birth of a Nation“ hat der geniale us-amerikanische Regisseur D. W. Griffith im Jahre 1921 dem Ku-Klux-Klan ein historisches Filmdenkmal gesetzt. In seinem Buch „Halleluja“ (Herbig 1977) verweist Joachim Fernau auf den Zynismus der Nordstaaten, „daß sich die Befreiung der Neger nicht auf die Sklaven der unionstreuen Staaten bezog, und das waren nicht wenige: Kentucky, Maryland, Delaware, Missouri. Diese Sklaven, die zu befreien Lincoln die Macht gehabt hätte, hat er in ‚Ketten’, wie es doch immer hieß, gelassen; sie wurden vom Land geholt und an die Hochöfen und in die Munitionsfabriken geschickt und durften, als Soldaten gepreßt, für ihre Herren den Heldentod sterben.“ In diesem Sumpf aus Geldgier und Gewalt entwickelte sich der Finanzkapitalismus. Mit atemberaubender Geschwindigkeit vollzog sich in Nordamerika die Konzentration des Monopolkapitals. Schneller als in jedem anderen Land entwickelten sich Trusts, Kartelle und Syndikate, alles durchdrungen und beherrscht vom Finanzkapital der „Ostküste“ (Wallstreet). Der kapitalistische Moloch mästete sich auf unzähligen Geschäftsfeldern: Landhandel (Bodenspekulation), Agrarhandel (Weizen, Baumwolle, Alkohol, Lebensmittel, Viehhandel), Edelmetallhandel (Gold, Silber, Diamanten), Rohstoffhandel (Öl, Kohle, Erz), Menschenhandel (Schwarze, gelbe und weiße Sklaven), Waffenhandel; Investitionsgeschäfte in den Bereichen Verkehr (Eisenbahnen, Straßenbau), Städtebau und Industrie sowie einer daraus hervorgehenden gewaltigen Expansion des spekulativen Bank- und Börsengeschäfts. Abgesichert wurde die kapitalistische Ausbeutung des amerikanischen Kontinents durch die beginnende plutokratische Allianz von Geschäft und Politik: Der Präsident, die Regierung, der Kongreß, die Parteiapparate der Demokraten und Republikaner werden in der Periode des Wildwest-Kapitalismus zu Instrumenten der politischen Herrschaft der Finanzoligarchie. 1891 schrieb Friedrich Engels, daß in Nordamerika die beiden großen Parteien, denen abwechselnd die Macht zufällt, selbst wieder regiert werden von Leuten, die aus der Politik ein Geschäft machen. „Wir haben hier zwei große Banden von politischen Spekulanten, die abwechselnd die Staatsmacht in Besitz nehmen und mit den korruptesten Mitteln und zu den korruptesten Zwecken ausbeuten - und die Nation ist ohnmächtig gegen diese, angeblich in ihrem Dienst stehenden, in Wirklichkeit aber sie beherrschenden und plündernden großen Kartelle von Politikern.“ (Marx/Engels „Ausgewählte Schriften“ Dietz Berlin 1953, Band 1, Seite 455 f.) Die Korruption ging aber nicht nur von kriminellen Kapitalisten aus, sondern auch von kapitalistischen Kriminellen. Die Verfilzung von Gangstertum und Politik ist ebenfalls ein Symptom der „US-Democracy“. Die plutokratische Deformierung der nordamerikanischen Demokratie begann in der Periode des aufsteigenden Wildwest-Kapitalismus und steigerte sich unter den Bedingungen eines globalisierten Monopolkapitalismus zur demokratisch getarnten Plutokratie:
Unter der Überschrift „65 Millionen Dollar für ein Senatorenamt“ beschrieb die BERLINER ZEITUNG am 10.11.2000 die alles beherrschende Rolle des Geldes bei den US-Kongreß-Wahlen: „Neun von zehn Kongresskandidaten besiegten ihre finanzschwächeren Kontrahenten. 81 Prozent der Mandatsträger bei den Senatswahlen und 96 Prozent aller Gewinner im Kampf um die Sitze des Repräsentantenhauses haben im Wahlkampf mehr Geld ausgegeben als ihre unterlegenen Konkurrenten… Einen Ausgabenrekord stellte Jon Corzine in New Yersey auf, der im Kampf um einen Senatssitz schätzungsweise 65 Millionen Dollar (148 Millionen Mark) ausgab - und damit mehr als alle deutschen Parteien im letzten Bundestagswahlkampf nach eigenen Angaben zusammen.“ „Weniger als ein Prozent der US-Bürger spendet 80 Prozent des Geldes für Wahlkämpfe auf Bundesebene - und 96 Prozent der Amerikaner beteiligen sich überhaupt nicht an der Wahlkampffinanzierung. Die großen Firmen zahlen.“ (DER TAGESSPIEGEL 1. Februar 1997)
Die Politik im Kapitalismus ist eine käufliche Hure im Flitterkleid einer Freiheitsgöttin. Geradezu beängstigend sind die Einflußmöglichkeiten kleiner finanzstarker Minderheiten in einer Geldsackdemokratie. Alle Macht geht vom Gelde und nicht vom Volke aus. Ehe die USA in anderen Ländern die Demokratie einführen, sollten sie erst einmal im eigenen Lande demokratische Verhältnisse herstellen. Allerdings ist für den US-Imperialismus das Wort Demokratie-Import nur eine scheinheilige Umschreibung für die Einführung eines Parteiensystems proamerikanischer „Ja-Sager“ in unterworfenen Staaten („Bananenrepubliken“): Die regierende Parteiengruppe sagt zur Politik der USA „Ja“, die scheinoppositionelle Parteiengruppe flötet „Ja, aber…“. Die Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in den USA ist die Horrorgeschichte eines brutalen, räuberischen und militaristischen Handelsimperialismus, der seit dem 18./19. Jahrhundert systematisch und zielstrebig die Märkte der Welt erobert, indem er überall Türen eintritt und Grenzen niederreißt. „…Polypenartig streckten sie (die US-Kapitalisten, d.V.) ihre Raubarme aus nach allem, was mehr Macht, mehr Reichtum versprach, was Zugang zu profitablen Absatzmärkten, zu Rohstoffgebieten verschaffte, nach den Plantagen Mittelamerikas, den Ressourcen Lateinamerikas, den Ölquellen Saudiarabiens. Man braucht Kupfer aus Chile, Jute aus Indien, Kautschuk aus Indonesien. Man ist geschäftig, gefräßig, verschlingend. Fast nichts was seiner (us-imperialistischen d.V.) Einflußnahme Grenzen setzt. Er schickt seine Truppen aus und seine Diplomaten, seine Missionare und Bankiers. Er scheut keine fromme Phrase, keine Lüge, kein Drohen und kein Diffamieren, keine Bestechung, keinen heimtückischen Mord, keine noch so blutige Intervention und noch so schmutzige Geschäfte, nichts… Schon Mitte des 19. Jahrhunderts sah US-Finanzminister Robert Walker die Expansion der Vereinigten Staaten von einer ’höheren Macht’ geleitet, sah er dies große und glückliche Land als Modell ’für alle Nationen erwählt’. Und ähnlich erschienen Präsident Woodrow Wilson (1913 - 1921) die USA durch die ’Vorsehung zur einzigen idealistischen Nation auf Erden ausersehen’ und mit dem ’Vorrecht begnadet, die Welt zu retten’. Fast mit der Attitüde des biblischen Jesus… - darum gehet hin und lehret alle Völker - animiert Wilson im Weißen Haus US-Unternehmer, ’und dann gehen Sie in die Welt hinaus, verkaufen Sie Güter, mit denen die Welt glücklicher werden kann, und bekehren Sie die Welt zu amerikanischen Prinzipien.’“ („Der Moloch“ von Karlheinz Deschner, Weitbrecht-Verlag 1992) „Der spätere Präsident W. Wilson schrieb 1907 unumwunden: ’Der Handel kennt keine nationalen Grenzen, und der Hersteller der Waren besteht darauf, die ganze Welt zum Markt zu haben. Daher muß ihm die Fahne der Nation folgen, und die Türen solcher Nationen, die sich vor ihm schließen, müssen eingetreten werden. („Open-door“-Prinzip d.V.) Haben Finanzleute einmal Zugeständnisse erreicht, müssen Verwalter des Staates sie sichern, auch wenn dabei die Unabhängigkeit unwilliger Nationen gröblich verletzt wird’ (zit. nach einem Sendemanuskript des Washingtoner Korrespondenten H. Kirchmann, Westdeutscher Rundfunk, 3. Programm, Kritisches Tagebuch, 19.10. 1984, 19.30 bis 19.50 ).“ („Die Auflösung aller Dinge“ von Hans-Dietrich Sander, Castel del Monte, München 1988) INNENEXPANSION DES US-IMPERIALISMUS 1775 - 1917 Verdrängung Europas aus Amerika Die Innenexpansion ist gekennzeichnet vom „Unabhängigkeitskrieg“ gegen England 1775 - 1783 sowie 1812 - 1814 und der Verdrängung aller übrigen europäischen Kolonialmächte aus Amerika: 1800 verkauft Frankreich seine Kolonie Louisiana; 1867 verkündet Präsident Monroe die gleichnamige Doktrin mit einem Interventionsverbot für alle europäischen Mächte in gesamtamerikanische Angelegenheiten; 1867 verkauft Rußland für einen Spottpreis seine Kolonie Alaska; 1898/99 erfolgt die Eroberung der Spanischen Kolonien im südamerikanischen und pazifischen Raum (Kuba, Puerto Rico, Philippinen). Auch die selbstgewählte Staatsbezeichnung „Vereinigte Staaten von Amerika“ enthält bereits ein imperialistisches Programm, weil die USA mit diesem Namen den gesamten amerikanischen Kontinent von Alaska bis Feuerland als ihr Interessengebiet beanspruchen. Vor dem 2. Weltkrieg erfand Roosevelt das Schlagwort von der „Westlichen Hemisphäre“. Dieser expansionistische Begriff bedeutete eine weitere Steigerung der Washingtoner Herrschaftsgelüste auf die umliegenden Weltmeere und die kontinentalen Gegenküsten. Am 31. Januar 1939 erklärte Roosevelt vor dem Verteidigungsausschuß des Senats, der geheim tagte: „Die Grenzen der Vereinigten Staaten liegen am Rhein.“ (s. a. Dirk Bavendamm in „Roosevelts Weg zum Krieg“, Ullstein 1989, S. 367) Die Ausrottungsfeldzüge gegen die Indianer und der Bürgerkrieg gegen die Pflanzeraristokratie der Südstaaten wurden bereits behandelt. Griff nach Südamerika und zum Pazifik Unentwegte Interventionen und „Erwerbungen“ im südamerikanischen und pazifischen Raum kennzeichnen den Übergang von der inneren zur äußeren Expansion: 1848 erobern die USA die Hälfte Mexikos und damit die heutigen US-Staaten Neu-Mexiko, Arizona, Colorado, Kalifornien, Nevada, Texas und Utah. Die Panamazone wurde 1903 „gekauft“, nachdem man Panama von Kolumbien getrennt hatte. Die Dominikanische Republik geriet 1907 unter US-Kontrolle. Nicaragua wurde 1916 unterworfen. Bis auf den heutigen Tag sind alle südamerikanischen Staaten ständigen politischen, geheimdienstlichen, militärischen und wirtschaftlichen Erpressungen und Interventionen seitens der USA ausgesetzt.
AUSSENEXPANSION DES US-IMPERIALISMUS AB 1917 1. Unterwerfung Europas durch Wilson Die Gefahr eines deutschen Sieges veranlaßte die USA unter dem Präsidenten Wilson zur Einmischung in den 1. Weltkrieg. Dies geschah im Interesse von US-Bank- und Rüstungskonzernen, die England, Frankreich und Russland mit Waffen und Krediten unterstützt hatten und im Falle eines deutschen Sieges den Verlust ihrer mörderischen Investitionen befürchten mussten. Bereits vor der 1. US-Invasion in Europa auf Seiten der deutschen Kriegsgegner war das Verhältnis zum Deutschen Reich und zu den US-Bürgern deutscher Abstammung stark vergiftet. Kampf um die Transatlantik-Route Eine Ursache war der Kampf der USA gegen die deutsche Konkurrenz auf der Transatlantik-Route. So verlor der Norddeutsche Lloyd im Jahre 1900 bei einem Brand in den Docks von Hoboken fast die gesamte Passagierflotte. Hoboken ist eine Stadt am Hudson, gegenüber von New York. Die deutschen Ozeandampfer wurden bei ihrer Ankunft dorthin „umgeleitet“. „Zufällig“ befanden sich in der Nähe des Hafens riesige Baumwoll-Lager, die „plötzlich in Brand gerieten“. Die Ozeanampfer „Kaiser Wilhelm der Große“, „Bremen“, „Main“ und die „Saale“ verbrannten und rissen hunderte von Passagieren in den Tod. Inwieweit auch der Absturz des deutschen Zeppelins „Hindenburg“ im Mai 1937 in Lakehurst (Luftschiffhafen bei New Jersey) mit der Sicherung des US-Monopols im Nordatlantikverkehr zu tun hatte, wird weiterhin ungeklärt bleiben. Wenn auch bis heute ein unmittelbarer Anschlag nicht nachgewiesen werden konnte, bleibt doch die Tatsache bestehen, daß die USA den Deutschen das unbrennbare Luftschiffgas Helium nicht verkauften, der deutsche Botschafter vor Ankunft des Luftschiffes Drohbriefe erhalten hatte und der Commander Rosendahl die Landegenehmigung für die „Hindenburg“ um mehrere Stunden verzögerte. 1904 erschütterte eine grauenvolle Katastrophe die deutsche Kolonie in New York. Bei dem Brand des Ausflugsschiffes „General Slocum“ verbrannten oder ertranken über 1000 Deutsch-Amerikaner, die mit ihren Familien zu einer Vergnügungsreise aufgebrochen waren. Sie waren Opfer der alltäglichen Korruption in New York geworden. Unzureichende Sicherheitsinspektionen und die Profitgier der Schiffseigner, die an der Ausrüstung und Wartung des Schiffes gespart hatten, ermöglichten die Katastrophe. Ab 1914 wurde es lebensgefährlich, Deutsch-Amerikaner zu sein. „In seinem Bericht zur Lage der Nation erklärte Woodrow Wilson im Dezember 1915: ’Es gibt Bürger in den USA - unter fremder Flagge geboren - …die das Gift der Untreue in die Lebensadern unserer Nation gespritzt haben’. Der Rat des Präsidenten: ’Solche Menschen müssen vernichtet werden.’ Das war eindeutig, und jeder wußte, wer gemeint war.“ („Die Deutschen in Amerika“ von Erich Kuby, Heyne 1983) 1915 sorgte die Torpedierung des Luxus-Passagierschiffs „Lusitania“ durch ein deutsches U-Boot für eine Steigerung der antideutschen Progrome, Verbrennungen deutscher Bücher, Brandstiftungen an deutschen Einrichtungen und Hetzkampagnen gegen die Deutsch-Amerikaner. Die „Lusitania“ war ein getarnter britischer Munitionstransporter, der mit gezielten Falschinformationen durch die britische Admiralität vor die Kanonen des deutschen U-Boots manövriert wurde. Die Passagiere wurden bewußt als menschliche Schutzschilde geopfert, um in der us-amerikanischen Öffentlichkeit Stimmung für den Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg zu machen. Bereits vor Beginn des 1. Weltkrieges hatte sich in Hollywood die Filmindustrie etabliert. Sie wurde überwiegend von jüdischen Einwanderern dominiert (William Fox, Samuel Goldfish - später Goldwayn - , Carl (Baruch) Laemmle, Marcus Loew, Louis B. Mayer, Harry und Jack Warner, Adolph Zukor). Mit dem gegen Kaiser Wilhelm II gerichteten Hetzfilm „Der Kaiser - the beast of Berlin (Die Bestie von Berlin)“ lieferte Carl Baruch-Laemmle das Grundmuster für antideutsche Hetzfilme, die auch vor dem 2. Weltkrieg die „Bombenstimmung“ gegen Deutschland anheizten. USA: verantwortlich für Deutschlands Niederlage und Ausplünderung Die USA besiegeln die deutsche Niederlage im 1. Weltkrieg, verhindern einen gerechten europäischen Friedensschluß, ermöglichen das Versailler Sieger-Diktat und stürzen Europa in ein Chaos neuer Konflikte und Kriege. Angesichts der totalen Erschöpfung aller europäischen Kriegsparteien wäre es 1917 zu einem „Frieden ohne Sieger und ohne Besiegte“ gekommen. Mit der Ankunft der us-amerikanischen Interventionstruppen in Europa (ausgerechnet unter dem Befehl des Mexikanerschlächters General Pershing) wurde Deutschlands Niederlage besiegelt. Es gehörte zur abgefeimten Strategie der USA, erst in dem Moment in den europäischen Konflikt einzugreifen, als die Kontrahenten völlig erschöpft und ausgeblutet waren, um auf diese Weise allen Konfliktparteien ihren Willen aufzuzwingen. Die „14 Punkte“ des Präsidenten Wilson (erfunden von dem einflußreichsten US-Journalisten Walter Lippman) sollten den Deutschen einen ehrenvollen „Frieden ohne Annexionen und Kontributionen“ vorgaukeln. Rote Revoluzzer der „deutschen“ Linken sabotierten im naiven Vertrauen auf die Washingtoner Friedensschalmeien mit Rüstungsstreiks und Fahnenfluchtkampagnen die deutsche Front („Dolchstoß“) - die sich „unbesiegt im Felde“ noch weit in Feindesland befand - und verschlechterten dadurch massiv die immer noch sehr starke deutsche Position für zukünftige Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen. Das durch den linksradikalen Umsturz des November 1918 zerrüttete und geschwächte Deutschland war von nun an kein Partner mehr, sondern nur noch ein Objekt der Siegerwillkür. Die Sozialrevolutionäre von 1918 haben durch den Verzicht auf eine nationale Realpolitik mit der Nation auch den Sozialismus dem westlichen Imperialismus und Kapitalismus geopfert. Hätten die Revolutionäre von 1918 den dynastisch geführten Krieg für Gott und Kaiser in einen nationalrevolutionären Freiheitskampf gegen den westlichen Imperialismus und Kapitalismus verwandelt, hätten sie das deutsche Volk noch einmal hochreißen und den Alliierten das Gesetz des Handelns aufzwingen können. Den Alliierten wäre das Feindbild abhanden gekommen. Von nun an hätten die hungernden, meuternden und kriegsmüden alliierten Truppen in einer Fortsetzung des Krieges gegen die „Levée en masse“ (Volksaufstand) einer deutschen Arbeiter- und Bauernrepublik weder Sinn noch Erfolg gesehen. Dagegen musste ein meuterndes und im Bürgerkrieg versinkendes Deutschland bei dem alliierten Gegner die Hoffnung auf ein baldiges siegreiches Kriegsende beflügeln. Diese Aussicht vertrieb die Kriegsmüdigkeit im alliierten Lager und mobilisierte noch einmal alle Energien der Feinde Deutschlands. Der Friede wurde mit den besiegten Deutschen nicht verhandelt, sondern dem Unterlegenen mit der vorgehaltenen Pistole einer nach dem Waffenstillstand völkerrechtswidrig fortgesetzten englischen Hungerblockade bis zum April 1919 (ca. 800 000 deutsche Hungertote) als Siegerdiktat aufgezwungen und abgepresst. Das Versailler Diktat war ein imperialistischer Raubfriede, der alles in den Schatten stellte, was das siegreiche Deutsche Reich dem unterlegenen Frankreich (1871) und Russland (1917) jemals abverlangt hatte. Neben großen Gebietsabtretungen in Deutschland (ohne Rücksicht auf das Selbstbestimmungsrecht der dort wohnenden Deutschen, dem Anschlußverbot für Deutsch-Österreich, dem Diebstahl der deutschen Kolonien, der Wegnahme von Sachvermögen (Industrie, Schiffahrt, Patente und Auslandsguthaben) erfolgte die Ausplünderung der Land- und Forstwirtschaft sowie des Bergbaus, die Internationalisierung der deutschen Wasserstraßen, der Reichsbank und der Reichsbahn. Vor allem ging es den Alliierten um die Beseitigung der militärischen Selbstverteidigungsfähigkeit Deutschlands (Auslieferung aller Waffen- und Munitionsvorräte, Schleifung der Festungen, Reduzierung der deutschen Armee auf ein 100 000-Mann-Heer mit Papp-Panzern, Entmilitarisierung des Rheinlandes.) Es ist kaum bekannt, dass die Weimarer Republik am 25. August 1921 einen Sonderfrieden mit den USA schloß. In ihm sicherten die Vereinigten Staaten die Aufhebung der Kriegsgesetzgebung und die Wiederaufnahme der vollen diplomatischen und konsularischen Beziehungen zum Deutschen Reich zu. Deutschland verpflichtete sich seinerseits, den USA bestimmte Rechte, Privilegien und Vorteile einzuräumen, sowie Entschädigungen für die Kosten des ersten Weltkriegs zu entrichten. Mit dieser Reparationsbestimmung erhärtete sich US-Präsident Wilsons vertrauliche Aussage vor geladenen Industriellen in Chicago vom Herbst 1919, daß „der Krieg neben dem Verschwinden der finsteren Autokratien in Europa (gemeint sind die Geburtsmonarchen, die den Mammonarchen im Wege standen) der amerikanischen Wirtschaft auch eine Zunahme von 2,5 Prozent des Bruttosozialprodukts gebracht“ habe. Neben der Überlassung aller in den USA befindlichen deutschen Vermögenswerte verpflichtete sich Deutschland auch zur Erfüllung aller „Rechte und Vorteile, die zugunsten der Vereinigten Staaten in dem Vertrag von Versailles festgesetzt sind“, obwohl dieser Vertrag vom Senat der USA nicht ratifiziert worden war und mithin für diese nie Gültigkeit erlangt hatte. („Deutschland und die USA“ von Alfred Schickel, Mut-Verlag Asendorf 1984) 1928 erfand der US-Außenminister Frank Kellog den nach ihm benannten Kriegsächtungspakt. Dieser Pakt, für den Kellog den Friedensnobelpreis einheimste, ist das typische Beispiel für die Verlogenheit imperialistischer Friedens- und Pazifismus-Schalmeien. In diesem Kriegsächtungspakt geht es im wesentlichen darum, daß der Besiegte durch seinen Gewaltverzicht den imperialistischen Räubern den friedlichen und ungestörten Verzehr der gewaltsam angeeigneten Siegerbeute garantiert. In dem Kellog-Pakt werden aus diesem Grunde - imperialistischer Logik folgend - Kriege als „Instrumente nationaler Politik“ geächtet. Das bedeutete natürlich im Umkehrschluß, daß Kriege, die als „Instrumente internationaler Politik“ von den Imperialisten geführt werden, offensichtlich zugelassen waren. Diese imperialistische Pervertierung des Pazifismus läßt sich auf die ironische Formel bringen: „Nie wieder Krieg - nach dem Sieg!“
Deutschland wurde unter der Fuchtel us-amerikanischer „Reparationsagenten“ auf 7 Jahrzehnte hinaus (bis 1988) zu riesenhaften Reparationszahlungen an die Westalliierten gezwungen, die auf diesem Zahlungsweg ihre Kriegsschulden an die USA tilgten. Zwecks Finanzierung dieser Reparationen wurde Deutschland weiterhin genötigt, große Anleihen in den USA aufzunehmen. Die Zerstörung eines sinnvollen weltwirtschaftlichen Austauschs durch die Reparations- und Verschuldungspolitik plündernder Sieger führte zum politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch der Weimarer Republik und zu einem Kollaps der gesamten Weltwirtschaft. Es handelte sich um einen globalen wirtschaftlichen Erkrankungsprozess, der von den Finanzkapitalisten der Wallstreet in dem Irrwahn ausgelöst wurde, daß das Unglück des Besiegten das Glück des Siegers begründet. Am Ende der Weimarer Republik darbten 23 Millionen Deutsche am Rande des Hungertodes. Sie vegetierten mehr schlecht als recht von einer staatlichen Sozialhilfe, die zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig war. 1933 wählte das deutsche Volk ein neues System, um seiner Not Herr zu werden. Es erfolgte die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933. Sie verkündeten die soziale Befreiung des deutschen Werktätigen in Stadt und Land von Not und Elend durch die nationale Befreiung des deutschen Volkes von den Versailler Ketten der imperialistischen Reparationssklaverei. Die Politik der USA bewirkte nicht nur eine massive Schwächung des Deutschen Reiches, sondern aller europäischen Staaten insgesamt. Die USA verdrängten England vom Platz der größten Gläubigernation und vertrieben in den folgenden Jahrzehnten systematisch England und andere europäische Kolonialstaaten von den Weltmeeren und aus ihren Kolonien. Rolle der Geldmächte bei der Finanzierung von Krieg und Bolschewismus Mit der Finanzierung des bolschewistischen Umsturzes in Rußland („Die gekaufte Revolution“) setzten die USA ihre Politik der gezielten Verfeindung Deutschlands und Rußlands aus der Zarenzeit fort. Die Aufstachelung der deutschen, östereichisch-ungarischen und russischen Kaiserreiche gegeneinander führte zu ihrem Sturz im Verlaufe des 1. Weltkrieges und zu ihrer Ersetzung durch plutokratisch-proletarische Republiken, wie von den USA gefordert und finanziert. Die Schwächung der beiden größten Völker Europas durch ihre Aufeinanderhetzung ist bis auf den heutigen Tag eine grundlegende Konstante des US-Imperialismus geblieben. Man denke nur an die gegenwärtigen Sabotageversuche us-amerikanischer Botschafter, eine deutsch-russische Gasversorgungsleitung durch die Ostsee durch Druck auf die Anrainerstaaten zu verhindern. In seinem Buch „Der Moloch“ verweist Karlheinz Deschner auf das New Yorker Bankhaus Kuhn, Loeb & Co und seinen bestimmenden Einfluß auf den Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg und die Finanzierung der bolschewistischen Revolution: „Eine wichtige, vielleicht sogar entscheidende Rolle für den Kriegseintritt der USA - wovon man freilich nur selten etwas liest - spielt das New Yorker Bankhaus Kuhn, Loeb & Co., genauer ein Bankkollektiv unter seinen Leitern Felix M. Schiff, den (besonders bedeutsamen Brüdern) Paul M. Warburg (gest. 1924) und Felix M. Warburg (gest. 1938), der u.a. an den europäischen Rothschildbanken beteiligt war, den Bankiers Otto H. Kahn, Mortimer Schiff, Jerome H. Hanauer, sowie einem Mitglied der Guggenheimfamilie, an deren Spitze der ’Kupferkönig’ stand.“ Zusammen mit dem Bankhaus Morgan veranlaßten die Finanzoligarchen der Wallstreet einen gekauften US-Diplomaten in London, an den Präsidenten Wilson am 5. März 1917 ein Telgramm zu schicken, „worin der (bestochene Diplomat Walter Hines Page d. V.) den Kriegseintritt der USA für unerlässlich hielt zur Rettung der Alliierten, des amerikanischen Geldes und der amerikanischen Wirtschaft, andernfalls folge der Zusammenbruch.“ Die Engländer mussten übrigens für die USA-Kriegsbeteiligung am europäischen Krieg einen speziellen Preis bezahlen, nämlich die Zustimmung zur Errichtung eines Judenstaates in Palästina im Rahmen der Balfour-Deklaration von 1917. Sie trägt zwar den Namen des englischen Außenministers, wurde aber in wesentlichen Teilen von Baron Rothschild und dem Leiter der Zionistischen Weltorganisation, dem späteren Präsidenten Israels, Chaim Weizmann, formuliert. Die plutokratische Finanzierung der „proletarischen“ Revolution in Russland beschreibt Deschner wie folgt: „Jacob H. Schiff, dem Zaren gram wegen der Judenverfolgungen, hatte schon im Russisch-Japanischen Krieg 1905 russische Revolutionäre finanziert und derart zum Sieg der Japaner beigetragen. 1917 bezahlte er den sowjetischen Umsturz, und zwar über Leo Trotzki, der mit der Tochter eines ihm befreundeten Bankiers, Giwotowski, verheiratet war.“ Deschner verweist in seinem Buche auch auf die enorme wirtschaftliche Aufbauhilfe der USA für die junge Sowjetunion: „Allein Anfang der Zwanziger Jahre lieferten die USA Maschinen im Wert von 37 Millionen Dollar in die Sowjetunion, verkaufte ihr die International Electric Geräte für mehr als 20 Millionen Dollar, bekam die Standard Oil das Recht auf Ölbohrungen, erwarb man die Erlaubnis zu Goldschürfungen am Amur. Und die britische Gesellschaft Lena Goldfields Ltd investierte 18.129.000 Rubel in eine hochmoderne Goldgewinnungsanlage um Witimsk an der Lena. Als Stalin auf dem Parteitag 1925 die Umwandlung der UdSSR von einem Agrarland in ein Industrieland proklamierte, wurde dieses gigantische Unternehmen vor allem mit Hilfe der USA in Angriff genommen und realisiert … Ohne die USA wäre der erste Fünfjahrplan gescheitert. Eine ganze Expertenflut kam aus den Staaten, Spezialisten für Telephon-, für Bergbau, für die Erstellung von Industrie- und Montagehallen, Spezialisten für Traktoren, für Autos… Erst bauten die USA die Sowjetunion mit auf. Dann gewannen sie allein mit deren Hilfe den Zweiten Weltkrieg (gilt natürlich auch umgekehrt! d. V.) Und danach ruinierten sie Rußland durch einen gigantischen, mitunter an den Rand eines Weltkriegs führenden Rüstungswettlauf .“ 2. Unterwerfung Europas durch Roosevelt 1933 wurde Franklin Delano Roosevelt Präsident der Vereinigten Staaten, die sich zu jener Zeit in einer schweren Wirtschaftskrise befanden. Nach den mißglückten Versuchen, durch halbherzige innere Reformen der Krise Herr zu werden, suchte Roosevelt den Fluchtweg aus der Krise durch eine aggressive „Aktivierung der Außenpolitik“.
Das Ziel der herrschenden Kreise der USA war die endgültige Ausschaltung des Alten Kontinents und seiner Kulturvölker aus dem weltpolitischen Geschehen. Diese europafeindliche Politik Washingtons wurde umso dringlicher, als die Völker Europas - unter dem Einfluß Deutschlands und der verbündeten Achsenmächte - zunehmend nationale und soziale Formen der Neuordnung und des Widerstandes gegen die kapitalistische Weltkrise und die Vorherrschaft der USA entwickelten. Der Expansion der US-Konzerne in Europa wurde ein Riegel vorgeschoben. Die Autarkiepolitik beschränkte die Exportoffensive der nordamerikanischen Kapitalisten, die aufgrund ihrer Unwilligkeit zur Ankurbelung des eigenen Binnenmarktes - durch Arbeitsbeschaffung und Lohnsteigerungen - fremde Märkte und Volkswirtschaften zu Geiseln nehmen wollten. Bereits 1936 starteten die USA ein großes Aufrüstungsprogramm. Neben dem Ausbau der Kriegsmarine lag das Schwergewicht auf der Entwicklung und Produktion von Langstreckenbombern. Diese Luftrüstung beruhte auf einer „Feuersturm“-Strategie mit dem Ziel der unterschiedslosen Bombardierung und Vernichtung der gegnerischen Zivilbevölkerung in ihren verwüsteten Wohnstädten. Zusammen mit den ebenfalls seit 1936 entwickelten englischen Langstreckenbombern der Royal Airforce („Greuel-Airforce“) entfesselten die US-Luftstreitkräfte während des 2. Weltkrieges eine in der Geschichte der Menschheit beispiellose nomadenhafte Verwüstungsorgie an Menschen, Städten, Industrieanlagen und Kulturstätten in Europa und Asien. Sie hausten wie moderne Hunnen. Hochindustrialisierte und kultivierte Staaten wie Deutschland und Japan wurden „in die Steinzeit zurückgebombt“. Die Apologeten (Schönschwätzer) des westlichen Imperialismus werden übrigens nicht müde, die anglo-amerikanischen Terrorbombardements auf Deutschland und Europa mit einer angeblichen deutschen Schuld am Luftkrieg zu rechtfertigen. Dieses „Argument“ ist schon deshalb unsinnig, weil die USA auch japanische Städte sogar mit Atombomben bis auf die Grundmauern niederbrannten, obwohl keine einzige japanische Bombe je das us-amerikanische Festland getroffen hatte. Im übrigen benötigte die angloamerikanische Luftrüstung einen jahrelangen Vorlauf für die Entwicklung und Produktion moderner Bombenflugzeuge sowie die Ausbildung von Abertausenden von Piloten. Die zeitaufwendige technische Entwicklung vom Doppeldecker zum modernen Bombenflugzeug entsprach einer langfristig geplanten Luftkriegsstrategie der Westmächte und war daher keine kurzfristige Reaktion auf eine angebliche deutsche Luftkriegsschuld. 1937 erfolgte Roosevelts berüchtigte „Quarantänerede“ in Chicago. Sie gilt als inoffizielle Kriegserklärung der USA an das Deutsche Reich und seine Verbündeten. Ausgerechnet in der Gangsterhochburg Chicago bezichtigte Roosevelt Deutschland, Italien und Japan indirekt als Gangsternationen, die mit ihrer Aggressionspolitik den Frieden der Welt gefährdeten und darum unter „Quarantäne“ gestellt werden müssten. Die Achsenstaaten waren in der Tat gefährlich. Allerdings nicht für den Frieden der Welt, sondern für den Raubfrieden der Versailler Siegermächte, die in Ruhe und Frieden ihre imperialistische Beute verzehren wollten und sich bei ihrem „großen Fressen“ von der antiimperialistischen Befreiungspolitik der Versailler Schuldknechte, geprellten „Mitsieger“ und weltpolitischen „Habenichtse“ bedroht fühlten. Im Kampf gegen die „faschistischen Gangster“ waren in den USA alle Mittel erlaubt. Roosevelt und sein Geheimdienst verbündeten sich mit echten Mafia-Gangstern, die Morde und Körperverletzungen an Isolationisten, Rooseveltopponenten, Kriegsgegnern und Anhängern der Achse begingen. 1936 wurde der Roosevelt-Gegner und unabhängige Präsidentschaftskandidat, der Südstaaten-Gouverneur Huey Long, auf dem Höhepunkt der Wahlkampagne auf offener Straße ermordet. Die Hintermänner wurden nie ermittelt und Roosevelt wusch seine Hände in Unschuld. Bewaffnete Mafiabanden gingen auch gegen streikende Werft- und Rüstungsarbeiter vor. Nach Ausbruch des Krieges wurden in den USA über 100 000 US-Bürger japanischer, deutscher, italienischer und ungarischer Abstammung unter Verlust ihres persönlichen Eigentums in Internierungslager abtransportiert. 1943/44 rückten Mafia-Kriminelle in US-Uniformen zusammen mit den US-Invasionstruppen in Sizilien ein. Sie errichteten wieder ihre Verbrechersyndikate und nahmen blutige Rache an den Faschisten, die unter Mussolini die Mafia aus Italien hinausgejagt hatten. 1946 wurde von der US-Justizbehörde der berüchtigte Mafia-Boss „Lucky“ Luciano freigelassen und nach Italien heimgeschickt. „Lucky“ hätte wegen seiner Verbrechen eigentlich 50 Jahre „gesiebte Luft“ atmen müssen, wurde aber wegen seiner „Verdienste für die US-Streitkräfte“ vorzeitig entlassen. 1939 torpedierten die USA auf vielen geheimen Kanälen den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt. Mit ungeheuren Zusagen - deren Ausmaß heute noch in gesperrten russischen und amerikanischen Archiven geheimgehalten wird - gelang es den USA, auch die Sowjetunion neben anderen europäischen Staaten in die antideutsche Einkreisungsfront einzureihen. Im August 1939 übergab Lawrence Steinhardt, der US-Botschafter in Moskau und Neffe des jüdischen Interessenvertreters und US-Regierungsberaters, Samuel Untermeyer, dem sowjetischen Außenminister Molotow ein vertrauliches Schreiben, in dem es hieß, die USA seien genauso wie die Sowjetunion daran interessiert, die Niederlage Italiens und Deutschlands in einem europäischen Krieg herbeizuführen. Roosevelt hatte schon zuvor den sowjetischen Botschafter Umansky in Washington empfangen, um sich mit der Sowjetunion über das Vorgehen gegen Deutschland und Italien abzustimmen. Bis heute herrscht über die geheimen Kontakte der USA mit der Sowjetunion - die parallel mit den deutsch-sowjetischen Verhandlungen erfolgten - eisiges Schweigen. (s. a. „Franklin Delano Roosevelt - Präsident der Wallstreet“ von Helmut Böttiger in „Sleipnir“ Februar 2001) „…des Präsidenten (Roosevelts, d.V.) Interesse an der Sowjetunion war von dem Gedanken beherrscht, daß Moskau als ’Bollwerk’ sowohl gegen die japanische wie gegen die deutsche politische Aktivität jener (Dreißiger d.V.) Jahre dienen sollte…“ („Das Morgenthau-Tagebuch“, Druffel-Verlag 1970) In der „New York Times“ vom 24. Juni 1941 findet sich folgende zynische Einschätzung des tragischen Kriegsausbruches zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion durch den damaligen Senator und späteren US-Präsidenten Truman: „Wenn wir sehen, daß Deutschland gewinnt, so sollten wir Russland helfen, und wenn Russland gewinnt, so sollten wir Deutschland helfen; sollen sich auf diese Weise möglichst viele totschlagen.“(„Let them kill as many possible.“) („Die Feinde der deutschen Nation“ von Prof. Dr. Karl Bittel, Kongreß -Verlag GmbH Berlin 1952) Die systematische Kriegsausweitungspolitik Roosevelts (durch politischen Druck und massive Rüstungslieferungen an die Kriegsparteien in England, Frankreich, Polen und die Sowjetunion) machte aus dem begrenzten deutsch-polnischen Konflikt einen europäischen Krieg und aus dem europäischen Krieg schließlich durch den Kriegseintritt der USA (vorbereitet durch gezielte Provokationen gegen Deutschland und Japan) einen Weltkrieg. Die deutsche Kriegserklärung im Dezember 1941 an die USA war zum einen die Konsequenz aus dem Drei-Mächte-Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan. Zum anderen bedeutete die Kriegserklärung des Reiches an die USA lediglich die Formalisierung eines bereits bestehenden unerklärten Kriegszustandes seitens der USA. Innerhalb einer völker- und seerechtlich nicht gedeckten Ausdehnung der US-Hoheitsgewässer von international üblichen 3 Meilen auf eine „Sicherheitszone“ von sage und schreibe 3000 Meilen, hatte Roosevelt den US-Seestreitkräften den Schießbefehl auf deutsche Kriegsschiffe erteilt. Die deutsche Kriegserklärung beendete die „Freiwild-Situation“ der deutschen Marinestreitkräfte im Atlantik und erlaubte ihnen, zurückzuschießen und zur Seeoffensive überzugehen.
Von einem neuen Weltkrieg erhofften sich Roosevelt und sein Braintrust nicht nur die Beseitigung der Achsenstaaten, die in Europa und Asien die imperialistische Vorherrschaft der USA zum Einsturz brachten („Europa den Europäern“, „Asien den Asiaten“), sondern auch einen Ausweg aus der massiven Wirtschaftskrise jener Jahre durch Rüstungsankurbelung und Rüstungsexporte. Noch 1939 zählten die USA 13 Millionen Arbeitslose, während in Deutschland und Italien die Arbeitslosigkeit durch eine konsequente Politik der nationalen Kaufkraft- und Binnenmarktbelebung vollständig beseitigt war. Diese soziale Systemkonkurrenz lag den US-Plutokraten schwer im Magen, vor allem im Hinblick auf eine Bevölkerung, die nur durch einen Krieg wieder zur System-Loyalität gezwungen werden konnte. 2. WELTKRIEG BEGRÜNDET WELTWEITE VORMACHTSTELLUNG DER USA Den größten Nutzen aus dem 2. Weltkrieg zogen die USA. Der Nutznießer ist vielfach auch der Urheber. Allerdings war dieser Weltkrieg für die USA und ihre Verbündeten kein Spaziergang. Sie gewannen den Krieg gegen die Achsenstaaten nur mithilfe der Sabotage- und Spionagetätigkeit „verratener Verräter“ in den Reihen der Achse, unter äußerster Anspannung aller Kräfte und der Mobilisierung vieler verbündeter Hilfstruppen („Alliierte“). Wer die USA zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr Der Dank der USA an die Verbündeten bestand nach dem Kriege in ihrer systematischen Entmachtung. Dies gilt auch und gerade für die halbzerstörte Sowjetunion. Deutschland und die Sowjetunion haben im 2. Weltkrieg die schwersten Opfer gebracht, während in den USA im Verlaufe des Krieges nicht eine Fensterscheibe durch feindliche Einwirkung zu Bruch ging. Die herrschenden Kreise der USA saßen in den Logensesseln des „Kriegstheaters“ als die „lachenden Dritten“ des europäischen Völkergemetzels im 2. Weltkrieg. Die Selbstzerfleischung der beiden größten europäischen Völker, Deutsche und Russen, verschaffte den USA jene überragende Position, die sie heute rücksichtslos im Sinne der Globalisierung einsetzen. Alle „Bündnispartner“ (einschließlich Englands und der Sowjetunion) wurden von den USA durch die Politik der „Entkolonialisierung“ bzw. des „Kalten Krieges“ an die Wand gedrückt. Die USA brauchen keine Bündnispartner, sondern immer nur „nützliche Idioten“. Der stolze „britische Löwe“ ist heute nicht viel mehr als der zerfranste Bettvorleger seines US-Dompteurs. England ist ein Beispiel für die Dummheit seiner angeblich so „cleveren“ Politiker, die sich unter dem Einfluß der herrschenden Kreise der USA allen Verständigungsbemühungen des Deutschen Reiches vor und während des 2. Weltkrieges versagten und zum Dank von Washington ins weltpolitische Abseits befördert wurden. Die Politik Londons ist heute das Echo Washingtons. Die „räuberische Tochter“ hat die „räuberische Mutter“ ins imperialistische Altenheim verbannt. Als Schuldknechte der USA beglichen die Briten im Jahre 2006 die letzten Raten ihrer Kriegskredite aus dem 2. Weltkrieg. „Dennoch bezahlte das Land über Jahre hinweg nahezu doppelt so viel zurück, wie es ursprünglich geliehen hatte.“ (BERLINER ZEITUNG 30./31.12.2006) Die Ausplünderung Deutschlands als weltweit einmaliger Schatzkammer revolutionärer technisch-wissenschaftlicher Errungenschaften sicherte den USA eine führende technologische Rolle in der Welt. Erst die erzwungene Mithilfe deportierter deutscher Flugzeug- und Raketen-Spezialisten ebnete den USA den Weg zum Mond. Ohne die Mithilfe deutscher Wissenschaftler und die Auswertung unzähliger Tonnen erbeuteter deutscher Patente wäre die Supermacht USA heute noch „hinter dem Mond“. Mit der Politik des Kalten Krieges wurde die US-Strategie der Verfeindung Deutschlands und Rußlands fortgesetzt. Die systematisch geschürte gegenseitige Aufhetzung Deutschlands und Rußlands ist eine feste Konstante und wesentliche Voraussetzung der US-Vorherrschaft über Europa und die Welt. Allerdings bemühte sich der Sowjetstaat nur halbherzig (siehe Stalinnote von 1952), diese Rolle als „nützlicher Idiot“ und „gehorsamer Feind der USA“ abzuschütteln. Deutscher „Antikommunismus“, sowjetischer „Antifaschismus“ und gegenseitig zugefügte Wunden wurden zu Hauptstützen des US-Einflusses in Europa. Die NATIONAL-ZEITUNG v. 13.3.1992 zitierte den ehemaligen US-Außenminister Kissinger mit den Worten: „Zweimal im Zeitraum von nur einer Generation führte Amerika Kriege, weil amerikanische Staatsführer davon überzeugt waren, daß die Vorherrschaft einer einzelnen feindlichen Macht in Europa eine Bedrohung der amerikanischen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen darstellte. An dieser Realität hat sich nichts geändert… Es kann in niemandes (Kissinger meint die USA d.V.) Interesse liegen, wenn sich Deutschland und Rußland als Hauptverbündete betrachten. Wenn sich beide Mächte zu nahe kommen sollten, besteht die Gefahr der Hegemonie.“ Die Niederlage Japans im 2. Weltkrieg und die Auflösung der europäischen Kolonialreiche in Asien (vorbereitet durch die großostasiatische Neuordnungspolitik Japans und vollendet durch nationalkommunistische Befreiungsbewegungen) machten die verbliebenen nichtkommunistischen Teile des Fernen Ostens zu Einflußzonen der USA, für deren mörderische Aufrechterhaltung die USA sich nach dem 2. Weltkrieg in Korea und Vietnam blutige Kriegsniederlagen einhandelten.
Mittlerweile hat sich aber auch im Rahmen der Globalisierung in den kommunistischen Ländern Südostasiens das Rot der Coca-Cola-Reklame dem Rot der Kommunistischen Partei dazugesellt. Was die US-Militärstrategie nicht schaffte, erreicht heute die Verschuldungsstrategie der Weltbank mit ihren Auflagen zur Marktöffnung. Allerdings kann sich auch in diesen Ländern irgendwann einmal der Wind drehen. Neben der militärischen Vormacht erstreben die USA und ihre finanzkapitalistischen Hintermänner die wirtschaftliche Vorherrschaft auf der ganzen Erde durch die Installierung eines globalen Finanzkontrollsystems (Weltbank, IWF) und internationale Freihandelsorganisationen (GATT, WTO). Die Niederbombung des erfolgreichen deutsch-sozialistischen Volkswirtschafts- und Außenhandelsmodells machte den Weg frei für den globalen Raubzug des liberalkapitalistischen Freibeutersystems „all over the world“. Bereits 1939 hatte der „Council on Foreign Relations (CFR)“ - die kapitalistische Schattenregierung der USA - Planungen für eine US-Wirtschaftshegemonie in der Nachkriegszeit entwickelt. Auf diesen Tatbestand verweist das „Schwarzbuch der Globalisierung“ (Riemann-Verlag 2000) auf Seite 37 ff.: „Das US-Außenministerium dachte in einer ähnlichen Richtung und schuf einen eigenen Beraterausschuß für außenpolitische Fragen der Nachkriegszeit (’Advisory Committee on Post War Foreign Policy’). Wie der CFR, mit dem der Auschuß in engem Kontakt stand, verfolgte er die Idee, ein großes Wirtschaftsreich zu schaffen, das den amerikanischen Unternehmen die Exportmärkte bieten würde, die sie brauchten, und das eine Quelle für billige Rohstoffe wäre. Wirtschaftliche Entwicklung war das Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, und der Weg dorthin führte über die Propagierung des Freihandels. Freihandel, so hieß es, beinhalte Wettbewerb ’auf gleicher Ebene’, und das erschien denkbar fair. Doch wenn Starke und Schwache miteinander konkurrieren, steht der Ausgang von vornherein fest. Und genauso war es dann auf der Konferenz von Bretton Woods 1944, als die Alliierten die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds gründeten (Das GATT wurde vier Jahre später geschaffen ).“ Anlässlich der 400-Jahrfeier der Albertus-Universität 1944 in Königsberg warnte der damalige deutsche Reichswirtschaftsminister Walter Funk vor den imperialistischen Währungsplänen, mit denen die USA nach dem Kriege die Weltwirtschaft zu beherrschen gedachten, und die auch entsprechend verwirklicht wurden. In seiner Rede bezeichnete Walter Funk die US-Weltwährungspläne als Instrumente dollarimperialistischer Absichten. Die gleichen Absichten hegten die USA auch auf dem Gebiet der Agrarpolitik. Die USA haben, so sagte Funk, „als Grundsatz verkündet, daß künftig für die Versorgung der Welt mit landwirtschaftlichen Gütern wieder die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung eingeführt werden solle. Das bedeutet zunächst einmal, daß sich die amerikanische Welt eine bevorzugte Stellung im Export bestimmter agrarischer Erzeugnisse sichern will, ohne Rücksicht auf das Schicksal der Länder, die in der Preisgestaltung der Agrarprodukte auf Grund ihrer ungünstigen Produktionsbedingungen mit den USA nicht Schritt halten könnten. Gleichzeitig würde die Verankerung dieses Prinzips einen entscheidenden Schlag gegen die ernährungsmäßige Selbstversorgung der einzelnen Länder bedeuten. Was dahinter steckt, braucht nicht erst kommentiert zu werden. Die wirtschaftlich schwächeren Staaten sollen nur noch in dem Maße und auf den Gebieten produzieren, wie die USA dies zulassen und soweit ihnen dies mit Rücksicht auf die eigene Beschäftigungslage (mittlerweile ist den Globalstrategen der USA auch die Beschäftigungslage der eigenen Bevölkerung egal d.V.) opportun erscheint. Jedenfalls würde eine so ungerechte und nur unter dem Gesichtspunkt der billigeren Produktionskosten vorgenommene Aufteilung der internationalen Produktion nicht nur auf eine Sicherung des amerikanischen Exports hinauslaufen, sie ist vielmehr gleichzeitig der gefährliche Versuch, dem Mittel der Sanktionspolitik die volle Wirksamkeit zu sichern. Wir sehen, wie die Dinge eng ineinander greifen: Auf der Warenseite hätten die USA mittels der Sanktionen, auf der Geldseite durch das Instrument des internationalen Kredits die schwächeren Länder voll in der Hand.“ 1946 wurde Walter Funk vom Nürnberger Siegertribunal zu lebenslänglicher Gefängnishaft verurteilt. 1957 entließen ihn die alliierten „Gewahrsamsmächte“ aus dem Spandauer Gefängnis. Als schwerkranker Mann starb er drei Jahre später. Wegbereiter der Globalisierung „In der Epoche der Weltkriege war Roosevelt der führende Exponent jener liberal-demokratischen Internationalisten, die alle Staaten der Erde ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Strukturen zu einer friedlichen, freiheitlichen und demokratischen Welt des Wohlstands zusammenführen wollten - natürlich unter amerikanischer Führung. In dieser EINEN WELT war kein Platz für ’Gangster-Nationen’, wie Roosevelt das nationalsozialistische Deutschland und die anderen Achsenmächte nannte.“ (Heute verunglimpft die US-Propaganda die antiamerikanische Staatenwelt als „Schurkenstaaten“ d.V.) („Roosevelts Weg zum Krieg“ , D. Bavendamm, Ullstein 1989) Dirk Bavendamm beschreibt die „liberal-demokratischen Internationalisten“ als plutokratische Hintergrundmächte der Hochfinanz, die Roosevelt 1933 ins Amt hievten: Bankhaus Lehman, Warenhauskönig Straus, Kupferdynastie Guggenheim, der Filmkönig Warner, die Bulitt- und Biddle-Clans aus Philadelphia: „Diese Gruppen bedienten sich Roosevelts, weil sie fanden, dass dieser Kandidat die für das höchste Amt im Staate nötigen Qualitäten mitbrachte, vor allem eine hohe Medienwirksamkeit. Mit Hilfe dieser Waffe vor allem gelang es ihnen in den nächsten Jahren tatsächlich, die protektionistisch-konservative Koalition von der Macht zu verdrängen und durch die liberal-demokratische Allianz zu ersetzen.“ In den Kreisen der Roosevelt-Gegner machte ein beliebtes Wortspiel die Runde: Aus „New Deal“ wurde „Jew Deal“. Dieses Wortspiel charakterisierte aus ihrer Sicht die Machtergreifung einer finanznomadischen Machtgruppe zulasten des „alteingesessenen Amerikanertums“. Zu den Roosevelt-Gegnern gehörten auch die sog. „Isolationisten“, die kategorisch jede Verwicklung der USA in europäische Konflikte ablehnten. Hauptsprecher dieser amerikanischen Patrioten war der berühmte Ozeanflieger Charles Lindbergh. In seinen beiden Büchern über Roosevelts Kriegspolitik bewertet Dirk Bavendamm den 2. Weltkrieg als entscheidenden Wegbereiter der Globalisierung: „Denn je mehr unsere Welt zusammenwächst, desto mehr wird auch der Öffentlichkeit bewusst werden, was der Zweite Weltkrieg wirklich gewesen ist - die entscheidende Durchbruchsschlacht auf dem langen Weg zur Globalisierung amerikanischer Ideen und Institutionen, Wirtschaftsmethoden und Wertvorstellungen, Verfassungsgrundsätze und Verbrauchergewohnheiten, Ideologien und Ideosynkrasien (Abneigungen d.V.). Ein halbes Jahrhundert danach erfasst dieser Globalisierungskrieg, der in zunehmendem Maße mit Währungspekulationen und Finanztransaktionen statt mit Armeen und Flotten ausgefochten wird, nicht nur alle Staaten und Nationen, sondern in zunehmendem Maße auch jede Kultur, jede Gesellschaft, jede Firma, ja sogar jeden einzelnen von uns.“ („Roosevelts Krieg“ von Dirk Bavendamm, Herbig 1993) Globalisierung mit Bomben und Granaten Natürlich wird die Globalisierung nicht nur von Spekulanten und Finanzhyänen vorangetrieben, sondern auch von „Armeen und Flotten“, insbesondere von Luftflotten. Bis heute haben die USA diesen Bombenterror überwiegend gegen die Zivilbevölkerung der zu „demokratisierenden“ Staaten angewendet. Dieser Bombenterror bedient sich neben Spreng- und Brandbomben der scheußlichsten Massenvernichtungswaffen, die je erfunden wurden: Atom-, Gift-, Napalm-, Phosphor-, Streu- und Uranbomben. Diese Bomben morden nicht nur, sondern vergiften die überlebende Bevölkerung, verstümmeln sie durch Zeitzünder und verseuchen den Boden der überfallenen Länder für ungezählte Jahrhunderte. „Nach den Terroranschlägen gegen New York und Washington setzte das Weiße Haus dem Pakistaner (Staatschef Musharaff d.V.) die Pistole auf die Brust - entweder er stellt sich an die Seite der Amerikaner im ’Krieg gegen den Terror’, oder er riskiert, in den Worten führender Politiker der Bush-Regierung ’in die Steinzeit zurückgebombt zu werden’…“ (DER SPIEGEL 1/2008) Zur Rechtfertigung des Einsatzes eigener Massenvernichtungswaffen unterstellen die USA ihren Bombenopfern, sie seien im Besitz von menschheitsgefährdenden Massenvernichtungswaffen oder sie würden mit Massenvernichtungsprogrammen gegen die Menschenrechte verstoßen. Man denke nur an die Hetzkampagnen gegen den Irak und den Iran. Das berüchtigste Beispiel für inszenierte Bedrohungskulissen ist der Brief, den der jüdische Relativitätsprofessor und Emigrant, Albert Einstein, im August 1939 an Präsident Roosevelt richtete. In alarmistischer Weise malte er die Gefahr einer deutschen Atombombe an die Wand und forderte deshalb die Entwicklung der US-Atombombe gegen Deutschland. Es ist sicher richtig, daß das Deutsche Reich führend in der friedlichen Atomforschung war (weltweit erste Kernspaltung im Berliner Kaiser-Wilhelm Institut 1939), allerdings fasste es eine militärische Nutzung nicht ins Auge. An der Entwicklung der US-Atombombe waren überwiegend jüdische Wissenschaftler beteiligt. (Oppenheimer, Rothschild, Bohr, Fermi, Feynmann, Frisch, Joliot, Meitner, Rabi, Sachs, Szilard, Teller - auch berüchtigt als „Vater der Wasserstoffbombe“). Barton Bernstein von der Universität Stanford hatte sich bereits sieben Monate vor dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg erfolglos mit atomaren Verseuchungsplänen von deutscher Milch und deutschem Getreide beschäftigt. Aussichtsreicher erschien den Forschern die Entwicklung und der Bau einer Atombombe. Emigranten saßen aber nicht nur in den Forschungslabors. Sie hatten auch die Hand am Zünder: Die BERLINER MORGENPOST schrieb am 3.8.1986 über den Atombombenabwurf über Japan am 6. und 9. August 1945: „Ein einziger Mann hat beide Geburtsstunden des atomaren Holocausts erlebt. Es ist Jacob Besser, der als 24jähriger Radarspezialist an Bord der Bomber die Einsätze gegen Hiroshima und Nagasaki mitflog. Jacob Besser, Sohn aus Deutschland stammender jüdischer Emigranten, musste den Auslösemechanismus der Atombomben überwachen.“ Die Perfidie der Atombombenabwürfe über die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki beschreibt Sven Eggers in seinem Buch „Schurkenstaat USA“ (FZ-Verlag 2005): „…das japanische Oberkommando hatte der US-Botschaft in Moskau, der russischen Botschaft in Tokio und dem Pentagon in Washington schon im März 1945 die Nachricht zukommen lassen, dass die japanisch-kaiserliche Regierung die bedingungslose Kapitulation wünsche. Das Ansinnen wurde einfach ignoriert. Denn Japan sollte zerstört und gedemütigt und die Sowjetunion durch die Atombombenabwürfe abgeschreckt werden.“
Als Krönung der moralisierenden Greuelpropaganda werden die Politiker der in die Steinzeit zurückgebombten Staaten von den USA als oberstem Weltgerichtsherrn und nach der Abhaltung von Schauprozessen mit feststehendem Urteil und fehlender Revisionsinstanz am nächsten Galgen aufgehängt. Die neuesten Mordopfer der us-amerikanischen Lynchjustiz in Bagdad waren der irakische Präsident Saddam Hussein, seine Familienangehörigen und Kabinettskollegen. US-Präsident Bush erklärte im Dezember 2006: „Die Hinrichtung Husseins ist ein Meilenstein zur Errichtung der Demokratie im Irak.“ In der Tat: Der Weg zur „Demokratie made in USA“ ist von Galgen gesäumt. Gipfelpunkt der westlichen Heuchelei bestand in einer Initiative der UNO-Menschenrechtskommission im Jahre 2007 zwecks Abschaffung der Todesstrafe. Offensichtlich war nur die Todessstrafe für Kriminelle gemeint. Politiker niedergeworfener Staaten dürfen weiter aufgehängt werden. So geschah es auch in der Nachkriegszeit, als in verschiedenen europäischen Staaten das Verbot der Todesstrafe aufgehoben wurde, um prodeutsche Politiker nach der Abhaltung von Schauprozessen ermorden zu können. Auf diese Weise wurden nach 1945 komplette Regierungskabinette am Galgen der Sieger erhängt oder erschossen. Der Strangulierung des irakischen Staatschefs war bereits die Strangulierung des irakischen Volkes vorangegangen. Allein das von den USA angezettelte UNO-Embargo von Lebensmitteln und Arzneien kostete ca. 1 Million Irakern das Leben, rund die Hälfte davon waren Kinder. Heute versinkt das einst blühende und sozial vorbildliche Land („Preußen des nahen Ostens“) im Folgechaos eines Kolonialkrieges, der von den tausende Kilometer entfernten USA gegen ein kleines Land von 20 Millionen Einwohnern vom Zaun gebrochen wurde. Die „Entnazifizierung“ in Deutschland war das Muster für die „Entbaathifizierung“ im Irak, d.h. die Entfernung und Verurteilung aller Kader der einstigen sozial-nationalistischen Staatspartei. Die unter Saddam prosperierende irakische Staatswirtschaft ist heute eine Beute der internationalen Banken und Konzerne, die sich den Ölreichtum des Landes für Jahrzehnte angeeignet haben. Die Kulturschätze - soweit sie nicht durch Bomben und Rowdytum der Besatzer zerstört wurden - landeten als Plünderungsgut auf dem internationalen Kunstmarkt. Man kennt den US-Kunst-„Tourismus“ auch in Deutschland zur Genüge. Zur Rechtfertigung ihrer eigenen unbeschränkten Kriegs- und Nachkriegsführung haben sich die USA einen maßlosen Feindbegriff zurechtgelegt: Der Gegner wird nicht mehr als Verhandlungspartner, sondern als Friedensbrecher, Völkermörder und Menschheitsfeind verteufelt, der mit allen erdenklichen scheußlichen Methoden zur Strecke gebracht werden muß. Er hat keinen Anspruch auf einen gerechten Verhandlungsfrieden, sondern muß demütig zu Kreuze kriechen und sich einer bedingungslosen Kapitulation unterwerfen (erstmals gegen die Südstaaten im US-Bürgerkrieg praktiziert). Anschließend erfolgt der „Tanz um den Marterpfahl“. Der sog. Friede nach US-Muster wird zur Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. So war z.B. in Deutschland der 8. Mai 1945 weder ein „Tag der Befreiung“ noch bedeutete dieser Tag „das Ende des Mordens“. Nun ging es den Entwaffneten erst recht an den Kragen. Die wehrlosen Besiegten waren ohne Gnade und Erbarmen der Willkür der Sieger ausgeliefert. Millionen Menschen in Deutschland und Europa wurden Opfer einer beispiellosen politischen Verfolgung, verreckten in alliierten Lagern oder verhungerten und erfroren in ihren zertrümmerten Städten. Hunger und Galgenstrick ergänzten die demokratische Umerziehungspropaganda. Der Besiegte wurde nach Wildwest-Manier „zugeritten“.
„…die Bildung des Begriffs ’Schurkenstaaten’ ist eine intellektuelle Errungenschaft aus der Clinton-Ära. Deutlicher kann die Rolle des Weltpolizisten, der die Straffälligen unter den Nationen gnadenlos verfolgt und aus der Völkergemeinschaft entfernt, nicht in Anspruch genommen werden. Die Bushmänner entwickelten daraus nach dem 11. September 2001 die Doktrin der permanenten Präventivkriege. Das sind Kriege ohne Kriegserklärung, die sich aus dem Gewaltmonopol einer Seite, der Nato oder der USA direkt, ergeben und den Eindruck einer polizeilichen Strafverfolgung vermitteln. Je asymmetrischer ein solcher Krieg ist, desto mehr erscheint er in sich selbst legitimiert. Michel Leeden (richtig: Ledeen, d.V.) der für das American Enterprise Institute (AEI) arbeitet, brachte den Sadismus der politischen Klasse auf die ordinäre Formel: ’Die Vereinigten Staaten müssen sich alle zehn Jahre irgendein kleines beschissenes Land vornehmen und es platt machen, damit die Welt versteht, daß mit uns nicht zu spaßen ist.’ (zit. nach Jonah Goldberg, in National Review Online, 23.4.2002)“ („Ami go home - Zwölf gute Gründe für einen Antiamerikanismus“ von Wilhelm Langthaler und Werner Pirker, Promedia Wien 2003)
Die in Wien erscheinende Zeitschrift PROFIL zitierte in ihrer Ausgabe 21/2006 den neokonservativen Haupteinpeitscher und Herausgeber des us-amerikanischen „Weekly Standard“, William Kristol, mit den Worten: „Das Problem der Welt besteht doch nicht darin, dass die USA andauernd Kriege anzetteln, um Despoten und Kriegsverbrecher an ihrem Tun zu hindern. Das Problem ist doch, dass wir, wenn schon, eher zu wenige solcher Kriege führen.“ Gewaltexzesse im Namen des Menschenrechts Während sich die USA überall in der Welt im Sinne ihres „Menschenrechts-Imperialismus“ als Weltenrichter und Weltenhenker gegen jedes Völkerrecht betätigen, lehnen sie sie es kategorisch ab, sich für ihre eigenen Schandtaten vor internationalen Gerichtsinstanzen zu verantworten. In den Stationierungsländern erheben die USA den selbstherrlichen Anspruch auf „Immunität“ für die Straftaten und Übergriffe ihrer „Schutz- und Friedenstruppen“. Im übrigen geht es den USA nicht um Menschenrechte, sondern um Handels- und Schürfrechte in aller Welt. Gegen alle Staaten, die sich dem Zugriff der internationalen Konzerne entziehen, wird von den USA und ihren Marionetten eine heuchlerische Menschenrechtskampagne vom Zaun gebrochen. Man wirft ihnen vor, politisch Andersdenkende zu foltern und zu inhaftieren. Tatsache ist aber auch, „daß die USA die von ihnen entführten Angehörigen fremder Länder gern in sogenannte Folterstaaten verbringen, um dort jene Verhörpraktiken vollziehen zu lassen, die auf dem eigenen Territorium gesetzlich verboten sind. In Europa gab es nach jüngsten Ermittlungen eines EU-Sonderauschusses mehr als 1000 geheime CIA-Flüge mit illegalen Gefangenentransporten.“ (NATION & EUROPA 6/2006) DER TAGESSPIEGEL meldete am 21.1.2008, daß die kanadische Regierung in einem amtlichen Bericht die USA und Israel als Folterstaaten bezeichnet hätte. Allerdings distanzierte sich Toronto umgehend und bedauerte die Veröffentlichung. Wenn es einen Schurkenstaat gibt, der sich vor dem Tribunal der Völker zu verantworten hätte, dann wären es die USA: Angefangen von der Entfesselung von Angriffskriegen (Verbrechen gegen den Frieden), Mordanschlägen auf mißliebige Staatschefs, Folter und Konzentrationslager für besiegte Gegner, Geheimdienstaktionen zum Sturz unerwünschter Regierungen bis hin zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung durch Hungerblockaden, Bombenteppiche sowie der Verseuchung von Äckern und Wäldern durch Chemiegifte, Uranmunition und Streubomben, haben die USA bis auf den heutigen Tag gegen jedes Völker- und Menschenrecht verstoßen. Nach ihren eigenen Nürnberger Grundsätzen wären die Verantwortlichen der USA Todeskandidaten. Aber da nach bekannter Weise das Recht ohne die Macht nicht durchgesetzt werden kann, wird die Macht der USA auf dem Recht der Völker weiterhin mit Cowboy-Stiefeln herumtrampeln. Die Gewaltexzesse des US-Imperialismus sind keine „verständliche Reaktion auf die Greueltaten der Besiegten“ (wie sie von „deutschen“ Nachplapperern der westlichen Siegerpropaganda immer wieder gerechtfertigt werden) oder auf einen angeblichen Terrorismus einer neuen „Achse des Bösen“, sondern eine brutale, dem US-Imperialismus innewohnende Einschüchterungsstrategie im Sinne des US-Grundsatzes „shock and awe“, d.h. Verbreitung von Furcht und Entsetzen unter den zur Unterwerfung vorgesehenen Völkern. Die imperialistische Gewalttätigkeit ist endogener (von innen kommender) Natur und nicht durch äußere Ereignisse provoziert. Sie wird planmäßig-aktiv und nicht spontan-reaktiv eingesetzt. „Denn seit es die USA gibt, schützen sie mehr die Gewalt, als daß sie vor der Gewalt schützen…Gewalt grassiert dort seit Anbeginn… Alles verdankt man ihr, Farm, Stadt, Staat, Nation, sie kamen bereits durch Gewalt und nichts als Gewalt zustande, sieht man von Betrug ab. Alles ist ein Produkt von Eroberung und Krieg. Alles entstand durch einen riesigen Raubzug, wie ihn die Geschichte noch kaum gekannt, entstand durch Kriminalität und nichts als Kriminalität, wenn man auf das Wesentliche und das Ausschlaggebende dieses Werdegangs blickt.“ („Der Moloch“ von Karlheinz Deschner, Weitbrecht Verlag Stuttgart, 1992) Der norwegische Friedens- und Konfliktforscher, Träger des Alternativen Nobelpreises, Johan Galtung, klagte seinerseits bereits 1987 den Weltenrichter USA an: „Die Schätzungen der von den USA weltweit getöteten Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg schwanken zwischen 12 und 16 Millionen Menschen. Bei allen US-Interventionen geht es darum, das eigene ökonomische System zu befördern. Der Krieg gegen den Terror ist nur ein Alibi…“ (NATION & EUROPA Februar 2003) Der 1945 durch die USA und ihre Vasallen errungene Sieg über „die größten Kriegsverbrecher der Weltgeschichte“ hat die Welt mitnichten friedlicher und glücklicher gemacht. Der ewige Weltfriede ist weiterhin nur eine Illusion. Umfragen in Deutschland und im übrigen Europa haben ergeben, daß die meisten Befragten die USA und Israel zur Zeit für die größte Bedrohung des Weltfriedens halten. Eine besondere Spezialität des US-Imperialismus ist die subversive Unterwühlung anderer Staaten. Wir denken dabei vor allem an die diversen „bunten Revolutionen“ in den ehemaligen Ostblockstaaten und einstigen sowjetischen Teilrepubliken, die fast überall proamerikanische Regierungen ans Ruder brachten. „In den letzten fünfzig Jahren versuchte noch jede amerikanische Regierung anderswo Regimewechsel in die Wege zu leiten: Dwight Eisenhower setzte auf Anregung der CIA Staatsstreiche im Iran und in Guatemala in Gang und plante den Sturz Fidel Castros, den John F. Kennedy auszuführen versuchte; Kennedy ging gegen Ngo Dinh Diem in Vietnam und Rafael Trujillo in der Dominikanischen Republik vor; Richard Nixon mischte sich in Chile ein; Jimmy Carter rief zur Amtsenthebung von Anastasio Somoza in Nicaragua auf; Ronald Reagan unterstützte antikommunistische Guerillatruppen in Nicaragua, Angola, Afghanistan und Kambodscha; George H. W. ush intervenierte in Panama; Bill Clinton ordnete Militäraktionen in Somalia, Haiti und Bosnien an…Die Regierung Clinton intervenierte ohne Ermächtigung durch den Sicherheitsrat in Haiti, bombardierte den Irak, obwohl ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats Einwände dagegen erhoben, und führte ohne UN-Ermächtigung im Kosovo Krieg.“ („Die Demokratie und ihre Feinde“ von Robert Kagan, Siedler-Verlag 2008) Israels Gewaltpolitik im Nahen Osten Israel ist ein unschuldig verfolgter David, der vor einem blutrünstigen arabischen Goliath tagtäglich um sein Leben zittern muß. Dieses imperialistische Opfermärchen der israelischen Tränendrüsen-Propaganda vertauscht bewußt die wahren Kräfteverhältnisse und Konfliktursachen im Nahen Osten. In dem Buch von Werner Freisleben „Das Tor zur Hölle - Israels Gewaltpolitik im Kolonialkrieg um Palästina“ (Ibera-Verlag 2005) beschreibt der Verfasser die antiarabische Konfrontationspolitik des US-Schützlings Israel als eine Reihe völkerrechtswidriger Straftaten von „Massaker, Vertreibung und immer wieder Krieg“: 1948 begann der Gründungskrieg Israels mit der Vertreibung von 750 000 Palästinensern aus ihrer angestammten Heimat durch gezielte Massaker an den palästinensischen Dorfbewohnern. Im Vorfeld dieses Krieges hatten israelische Banden die englische Mandatsregierung in die Luft gesprengt und den schwedischen Vertreter des Roten Kreuzes in Palästina, Graf Folke Bernadotte, ermordet. Die Urheber dieser Attentate wurden später Regierungsschef in Israel: Itzig Shamir war Boss der Sternbande und schuldig an der Ermordung des schwedischen UN-Diplomaten Graf Folke Bernadotte. Der spätere Ministerpräsident Menachem Begin leitete die Terrorgruppe Irgun Zwai Leumi, die den Sitz der englischen Mandatsregierung, das King David Hotel in Jerusalem, in die Luft sprengte. Dabei starben fast 100 Menschen. 1956 überfiel Israel zusammen mit England und Frankreich Ägypten. Vorwand war die Nationalisierung des Suezkanals durch Gamal Abdel Nasser. 1966 führte die israelische Armee einen überraschenden Militärschlag gegen Jordanien. 1967 griffen modernste israelische Kampfflugzeuge überraschend Syrien an. Israels Militärschläge gegen Syrien und Jordanien veranlassten Nasser zwecks Wahrung seines Gesichts als panarabischer Führer zur demonstrativen Konzentration von Truppen in Sharm el-Sheikh. Gleichzeitig verfügte er die Sperre der Straße von Tiran für israelische Schiffe. Im Juni 1967 fielen 200 israelische Kampfflugzeuge über sechs ägyptische Militärflughäfen her. Binnen einer halben Stunde hatte sich Israel die Lufthoheit im Nahen Osten erbombt. Ebenfalls zerschlug Israels Luftwaffe in einer Anschlußoperation die Hälfte der syrischen Luftwaffe. Im folgenden „Sechs-Tage-Krieg“ eroberte Israel auf ägyptischem Territorium die Halbinsel Sinai und den Gazastreifen. Von Jordanien annektierte Israel das Westjordanland samt Ostjerusalem und von Syrien die Golanhöhen. Nach der Eroberung begann Israel eine Politik der systematischen Vertreibung der arabischen Bevölkerung durch die Zerstörung ihrer Dörfer und Felder. Als Vergeltung für den israelischen Überraschungsangriff 1967 griffen 1973 Ägypten und Syrien Israel an, um sich die Halbinsel Sinai und die Golanhöhen zurückzuholen. Mit massiver Unterstützung der USA gelang es israelischen Truppen im Gegenangriff auf ägyptisches und syrisches Gebiet vorzustoßen. Die arabischen Staaten verhängten daraufhin über die westlichen Staaten ein Ölembargo mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft. Lediglich die internationalen Ölmultis kassierten übermäßige Profite. Am 24. Oktober 1973 erfolgte der Waffenstillstand zwischen den kriegführenden Parteien mit US-Außenminister Kissinger als Vermittler. Israel räumte bis 1982 den Sinai, kontrollierte aber weiterhin den Gazastreifen, Ostjerusalem und das Westjordanland. 1978, 1982, 1993 und 1996 erfolgten israelische Überfälle auf den Libanon. Die 18 Jahre währende Besetzung des Süd-Libanon musste Israel unter dem Druck der Hisbollah-Kämpfer im Jahre 2000 beenden. Ein erneuter Überfall auf den Libanon im Jahre 2006 mit mörderischen Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung endete wiederum mit einem Rückzug Israels. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die wahren Kräfteverhältnisse in der Welt, wenn man sich die widerspruchslose Hinnahme und Unterstützung israelischer Agressionen und Menschenrechtsverletzungen durch den Westen und seine US-„Führungsmacht“ immer wieder vor Augen hält. Das israelische Schuldkonto stößt im Westen nicht auf moralische Entrüstung, sondern wird mit militärischer Aufrüstung belohnt. Das Schuldkonto umfasst nicht nur Kriege und Überfälle, sondern auch die alltägliche Gewalt, die von Israel unter Mißachtung aller Regeln, die das Völkerrecht auch einer Besatzungsmacht vorschreibt, an einer nahezu wehrlosen Bevölkerung praktiziert wird: Einmauerung, Aushungerung und brutale Schikanierung der 1,5 Millionen Palästinenser (die seit Jahren im größten KZ der Welt dahinvegetieren) - Massenarbeitslosigkeit und soziales Elend durch wirtschaftliche Erdrosselung - Bombenangriffe und Panzerattacken auf die Zivilbevölkerung und ihre Infrastruktur in den besetzten Gebieten (u.a. 2002 gegen das Westjordangebiet) - Sprengung palästinensischer Behausungen - Herausreißen von Olivenbäumen - Landraub durch illegalen Siedlungsbau - Anlage strategischer und exterritorialer Straßen durch palästinensisches Siedlungsgebiet - Verhinderung von Hilfslieferungen an die leidgeprüfte Bevölkerung im Gazastreifen - Sperrung von Strom und Wasser - Finanzblockade der seit 1993 von Israel genehmigten „Autonomiebehörde“ in Ramallah (Westjordan-Land), die deshalb Tausende ihrer Mitarbeiter in Gaza nicht mehr bezahlen kann - Förderung von Epidemien durch Blockademaßnahmen und die massive Behinderung einer ausreichenden ärztlichen und medikamentösen Versorgung - schikanöse und herabwürdigende Behandlung von Palästinensern an den „Check points“ (Straßensperren) durch schwerstbewaffnete israelische Grenzschergen ohne Rücksicht auf Alte, Kranke, Behinderte und Schwangere - antiarabische „Strafexpeditionen“ israelischer „Siedler“ in Wild-West-Manier - illegale Internierung und Mißhandlung tausender Palästinenser - Verweigerung des Rückkehrrechts vertriebener Palästinenser - Marineattacken auf palästinensische Fischerboote - Diebstahl palästinensischer Öl- und Gasvorräte mithilfe der Fatah und der British Gas - massive Lobbyarbeit in den westlichen Staaten zwecks Propagierung, Planung bzw. Durchführung von us-raelischen Angriffskriegen - Luftangriffe auf irakische (1981) und syrische Atomanlagen (2007) - Verweigerung der Unterschrift unter den Atomsperrvertrag und Nichtzulassung von UNO-Inspektionen der israelischen ABC-Waffenlager - Behinderung bzw. Beschießung von UN-Beobachtern - gezielte Liquidierung politischer Gegner ohne Schuldnachweis durch Gerichtsverfahren - Niederwalzen von Friedensaktivisten mit Bulldozern - Behinderung, Bedrohung und Beschießung von Journalisten - Bombenangriffe auf US-Schiffe (USS-Liberty 1967) - Scheinangriffe auf Bundeswehrschiffe vor der Libanonküste im Jahre 2007 - Zweckentfremdung us-amerikanischer Milliardenhilfen für Investitionen in amerikanische Staatsanleihen zwecks Erzielung von außerplanmäßigen Staatseinnahmen. Die verzweifelte Gegenwehr der palästinensischen Kassam-Brigaden mit primitiven, selbstgebastelten und militärisch unwirksamen Raketen veranlasste Israel ab 27.12.2008 zu verheerenden Bombenangriffen auf den Gaza-Streifen und auf die palästinensischen Versorgungstunnel nach Ägypten. Anschließend erfolgte der Einmarsch mit Panzern. Der Militärschlag „der einzigen Demokratie im Nahen Osten“ galt der demokratisch gewählten Hamas-Mehrheit im Palästinensischen Nationalrat und ihren freigewählten Behördenvertretern im Gaza-Streifen. Die israelischen Bomben- und Panzerüberfälle auf den Gazastreifen sind keine „Verteidigungsmaßnahmen“, sondern die militärische Fortsetzung der brutalen israelischen Blockadepolitik gegen das leidende palästinensische Volk. Auch die EU und die BRD beteiligten sich an dieser Blockade gegen die rechtmäßig gewählte Hamas.
„Zum Jahresausklang hat Tel Aviv seine Politik latenter Gewaltausübung gegen das palästinensische Volk zu einer ’mörderischen Silvesterparty’ gesteigert.“ (Werner Pirker in JUNGE WELT vom 29.12.2008) Nach drei Wochen Gemetzel und Verwüstung beendete Israel seine „Offensive“ gegen den Gaza-Streifen. Die israelische Vernichtungsorgie hinterließ über 6000 tote und verwundete Palästinenser, darunter unzählige Frauen und Kinder. Über 20 000 Wohnhäuser, Geschäfte und Fabriken wurden zerstört. Nach der Waffenruhe berichteten entsetzte Beobachter, daß der Gazastreifen einem einzigen Trümmer- und Leichenfeld gleicht. Die Überlebenden vegetieren in ihren Ruinen ohne funktionierende Strom- und Wasserversorgung. Dennoch gelang es der israelischen Militärwalze nicht, die demokratisch gewählte Hamas aus dem Gaza-Streifen zu vertreiben. Sie ist die einzige Ordnungsmacht im Gazastreifen, an der kein Weg vorbeiführt. Die konkurrierende Fatahbewegung wird von den Palästinensern als eine korrupte Marionettentruppe Israels abgelehnt. Bezeichnend ist, daß sie mit der British Gas die Überlassung der Gas- und Ölvorräte vor der palästinensischen Küste gegen eine lächerliche zehnprozentige Beteiligung für 25 Jahre „ausgehandelt“ hat. Den Nutzen von diesem „Deal“ hat Israel durch eine geplante eigene Versorgungsleitung.
Angesichts der Schreckensbilder aus Gaza wird es der israelischen Propaganda kaum gelingen, die Weltöffentlichkeit für dumm zu verkaufen, indem sie ihr völkerrechtswidriges Gemetzel als „Selbstverteidigung“ rechtfertigt. Wer heute die Hamas beschuldigt, sie wolle Israel auslöschen, stellt die realen Kräfteverhältnisse und Tatsachen auf den Kopf. Millionen Menschen in aller Welt demonstrierten gegen die israelische Aggression in Gaza. Sie haben begriffen, wer wen im Nahen Osten auslöschen will. Die Gewaltspirale im Nahen Osten wurde ausschließlich vom westlichen Imperialismus in Gang gesetzt. Von den Kreuzfahrerheeren des Mittelalters bis zu den angloamerikanischen Ölimperialisten der Neuzeit und ihrem israelischen Vorposten zieht sich eine jahrhundertealte Blutspur durch alle arabischen Länder. Die seit 60 Jahren praktizierte Gewaltpolitik Israels gegen das Existenzrecht seiner arabischen Nachbarn kennzeichnet das Täterprofil des von Theodor Herzl (1860 - 1904) begründeten, 1917 zwischen England und Rothschild verabredeten und 1948 gegründeten „Judenstaates“. Er erfreut sich mittlerweile in der Generalversammlung der UNO und in weiten Teilen der Weltöffentlichkeit der HERZLichsten Abneigung. Große Sympathien und die Bewunderung der Völker der Welt ernten dagegen die Palästinenser für ihren Heldenmut, mit dem sie der Erdrosselung durch die israelische Gewalt- und Verelendungsstrategie trotzen und sich nicht aus ihrer Heimat vertreiben lassen. Der Judenstaat sollte nach zionistischer Konzeption den verfolgten Juden in aller Welt eine nationale Heimstatt bieten. Die Geschichte hat jedoch bewiesen, daß Israel kein Endpunkt der jüdischen Wanderungsbewegung darstellt, sondern einen Stützpunkt des westlichen Imperialismus. Der größte Teil des jüdischen Wanderungspotentials meidet Israel und geht seinen Geschäften in den USA und Europa nach. Den Charakter des Zionismus beschrieb der Chefkommentar des DDR-Fernsehens, Karl Eduard von Schnitzler, in seinem „Schwarzen Kanal“ vom 23.12 1974 („Der Stern von Bethlehem “) auf eine fast lehrbuchhafte Weise: „Der Zionismus ist keine nationale Bewegung oder Ideologie, sondern ist eine Variante des Imperialismus, eine weltweite Verschwörung mit einer starken Lobby in beiden amerikanischen Parlamenten und in anderen kapitalistischen Hauptstädten mit einem breit gefächerten Agentennetz und einem umfassenden infamen Propagandaapparat. Großisrael vom Nil bis zum Euphrat war und ist das Ziel des Zionismus.“ Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber belehrt uns in seinem Buch „Zion als Ziel und Aufgabe“ (Berlin 1936 S. 61) über die weitergehenden Ziele des Zionismus im Sinne der Errichtung einer Welt-Theokratie. „Zionismus ist mehr als jüdischer Nationalismus. ‚Zion’ ist kein Gattungsbegriff wie ‚Nation’ oder ‚Staat’, sondern ein Name, die Bezeichnung für etwas Einziges und Unvergleichliches, was einst werden sollte und immer noch werden soll; in der Sprache der Bibel: der Anfang des Königtums Gottes über alles Menschenvolk.“ Ohne das Dauer-Veto der USA im Sicherheitsrat wäre Israel in den letzten Jahrzehnten von der überwältigenden Mehrheit der UN-Vollversammlung für seine völkerrechtswidrigen Aktionen in unzähligen Resolutionen verurteilt worden. Während die westlichen Moraltrompeter und Menschenrechtskrakeeler laut jammernd ständig Völkerrechtsverletzungen in allen Teilen der Erde beklagen und nach Boykottmaßnahmen, Wiedergutmachung und internationalen Gerichten schreien, herrscht im Falle israelischer Verstöße gegen das Völker- und Kriegsrecht (Vorbereitung und Durchführung von Angriffskriegen, Aushungerung und Bombardierung der Zivilbevölkerung, Abwurf von Phosphor-, Streu- und Uranbomben, Beschuß von Schulen, Krankenhäusern, Krankenwagen und UNO-Einrichtungen, Sperre der Kriegsgebiete für ausländische Journalisten) im Westen überwiegend das „Schweigen der Lämmer“ Dieses Wegschauen zeugt von einer widerlichen Doppelmoral, die den westlichen Imperialismus vor aller Welt als scheinheilig, doppelzüngig und heuchlerisch entlarvt. Für dieses Verhalten hat sich das englische Wort „cant“ eingebürgert, weil das innere Wesen des englischen Imperialismus und seines nordamerikanischen Nachfolgers aus Scheinheiligkeit besteht: „Sie sagen Gott und meinen Kattun“, lautete um 1900 eine ironische Redewendung über Englands gottesfürchtige Raubgier. Heute spricht der Westen von Demokratie und meint das Öl. Die bedingungslose Unterstützung Israels durch die USA und ihre Satelliten, kombiniert mit einer beispiellosen militärisch-atomaren Überlegenheit über alle seine Nachbarn ist nicht gerade geeignet, die Friedensbereitschaft Israels zu fördern. Israels Aufgabe im Nahen Osten ist schließlich nicht die aktive Teilnahme an einem Friedensprozess mit allen seinen Nachbarn, sondern die Sicherung der westlich-imperialistischen Vorherrschaft an der Nahtstelle dreier Kontinente und enormer Rohstoffvorkommen vor den Freiheitsbestrebungen eines immer stärker werdenden arabisch-islamischen Nationalismus. Im Nahen Osten ist der Weg zum Krieg mit heuchlerischen westlichen „Friedensvorschlägen“ gepflastert. Um das israelische Atombomben-Monopol im Nahen Osten aufrechtzuerhalten, droht ein neuer Konflikt mit dem Iran wegen seines friedlichen Nuklearprogramms. Der Iran gehört im Nahen Osten zu jenen Staaten, die immer wieder Opfer des westlichen Imperialismus wurden. Es ist daher geradezu eine Unverschämtheit, wenn atomar hochgerüstete und imperialistische Agressorstaaten wie die USA und Israel dem friedliebenden Iran jene kriegerische Politik vorwerfen, die sie unentwegt selbst praktizieren. „Selbst wenn der Iran die Atombombe bekäme, würde dies die Kriegsgefahr nicht vergrößern, sondern eher verkleinern, weil sich Atommächte einander kaum angreifen würden, hingegen ein wehrloser Staat, wie das Beispiel Japan 1945 zeigt, nach dem Belieben einer anderen Atommacht zum Opfer wird.“ (NATIONAL-ZEITUNG 26.12.2008) Neuerdings mischt Israel sogar im Kaukasus mit. Am 7. August 2008 griff der georgische US-Zögling Saakaschwili mit dem Segen der USA und israelisch-amerikanischer Militärhilfe die russische Interessenzone Südossetien an. Neben Beratern und Ausbildern aus England und den USA war es eine unbekannte Zahl von Militärs und Sicherheitsberatern aus Israel, die Georgien gegen Rußland aufrüsteten. „Eingerahmt“ wurde Saakaschwili auch von zwei israelischen Juden: Der eine ist Verteidigungsminister und der andere Minister für Reintegration, d.h. Minister für die noch zu erobernden Gebiete. Unterstützt wurde die antirussische Aggression durch zwei „französische“ Philosophen: Glucksman und Levy. Waren sie früher als „Bellizisten“ berüchtigt für ihre antiarabischen Ausfälle, so stacheln sie heute Europa gegen Rußland auf. Die Tendenz dieser us-raelischen Politik im Kaukasus zielt auf eine Destabilisierung des eurasischen Raumes im Interesse der US-Hegemonialansprüche auf den größten Kontinent der Erde. Die Reaktion der russischen Armee ließ nicht lange auf sich warten. Mr. Sakaschwili holte sich eine blutige Nase. Westliche Kreise betreiben dennoch unverdrossen die NATO-Mitgliedschaft Georgiens. Niemand wird Georgien das Recht auf nationale Unabhängigkeit streitig machen. Aber alle vom kommunistischen Imperialismus befreiten Länder sollten sich der Gefahr eines Mißbrauchs ihrer nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen durch den US-Imperialismus bewußt sein. Dies gilt für Polen, das sein Territorium für antirussische US-Raketenpläne öffnet, das gilt für die baltischen Staaten, die Polen dabei unterstützen und sich als antirussische Scharfmacher im Interesse der USA auch an den Interessen Europas und einer vernünftigen europäischen Sicherheitsordnung unter Einschluß Rußlands vergehen. Mit dem Rückzug Russlands aus allen besetzten Gebieten ist Europa und Eurasien eine große Chance für eine friedliche Zusammenarbeit aller Völker dieses größten Kontinentalraums der Erde gegeben. Raumfremde Mächte wie die USA und Israel treiben mit ihrer antirussischen Hetze und NATO-Osterweiterungsstrategie bewußt einen Keil zwischen die europäischen Staaten. Diese Friedensstörer haben in Eurasien nichts zu suchen. Im Verhältnis USA-Israel wedelt der israelische Schwanz mit dem us-amerikanischen Hund. Die von der Israel-Lobby gesteuerte bedingungslose US-Unterstützung führt in Israel zu einer gefährlichen Selbstüberschätzung: In seinem Buch („Machtfaktor Zionismus“, Grabert-Verlag Tübingen) zitiert der Verfasser, Dr. Klaus Nordbruch, den israelischen General Mosche Dayan mit den Worten: „Unsere Armee ist nicht die 30-stärkste der Welt, sondern die zweit- oder drittstärkste. Wir haben die Fähigkeit, die Welt mit uns in den Untergang zu reißen. Bevor Israel untergeht, wird die Welt untergehen“. Israels erster Staatsarchivar, Alex Bein, hat in seinem Buch „Die Judenfrage - Biographie eines Weltproblems, Band I, Deutsche Verlagsanstalt 1979) auf Seite 464 folgendes verkündet: „Wer heute den Staat Israel zum Entscheidungskampf um seine Existenz treibt, muß wissen, daß ein solcher Kampf um das Bestehen des Staates und das Leben der Juden viele Völker und Staaten in den Strudel der Zerstörung hineinziehen wird, benachbarte und ferner wohnende. Bei der engen Verflechtung der Ereignisse in unserer Welt der schwindenden Fernen kann kein Volk und kein Staat sicher sein, ob der Kampf um das Weltproblem der Judenfrage nicht auch ihn betreffen wird.“ Dr. Klaus Nordbruch verdanken wir ein Zitat des israelischen Militärhistorikers Martin Van Creveld, der schon 2003 das von Israel ausgehende Gefahrenpotential mit den Worten bestätigte: „Wir besitzen mehrere hundert atomare Sprengköpfe und Raketen, die wir auf alle Ziele in alle Richtungen abfeuern können.“ Die meisten europäischen Hauptstädte seien Ziele der israelischen Luftwaffe. (Dr. Klaus Nordbruch in „Euro-Kurier“ 4/2008, S.13) Nicht zuletzt wurde der atomare Raketen-Radius Israels durch die Lieferung modernster deutscher U-Boote enorm erweitert. Die Perspektiven des westlichen Imperialismus im Nahen Osten sind trotz aller Gewaltanwendung außerordentlich unsicher. Auf Dauer wird Israel dem arabischen Bevölkerungsdruck nicht standhalten können. Trotz großer arabischer Menschenverluste wachsen immer neue Reihen von entschlossenen Kämpfern nach. Die Israelis werden gewinnen, aber nicht siegen. Die Araber erleiden Niederlagen, werden aber nicht verlieren. Auch der verzweifelte Versuch der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“, den „israelischen Arabern“ die rechtliche Gleichstellung mit den jüdischen Israelis zu verweigern, wird letzlich nichts an der demographischen Bombe der arabischen Bevölkerungsexplosion ändern können. Viele Israelis besitzen heute schon Doppelstaatsbürgerschaften, um im Falle eines Falles das Land zu verlassen. Die Einwanderung nach Israel stockt, weil viele Auslandsjuden den nahöstlichen Krisenherd scheuen und ein ruhiges Leben in den USA und Europa vorziehen. Der jüdische Staat hängt am Tropf westlicher Finanzmittel. Ohne die us-amerikanischen und bundesdeutschen Finanzmittel wäre Israel nach jiddischem Sprachgebrauch heute „pleite“. Das Recht der Juden auf einen eigenen Staat muß jeder unterstützen, der die Wiederverwurzelung von Menschen begrüßt, die aufgrund ihres verhängnisvollen Wanderungsschicksals immer wieder jahrhundertelang und weltweit in tragische Konflikte zu den Aufnahmeländern und Wirtsvölkern gerieten. Wenn nun auch noch die jüdische Staatsgründung in einen Dauerkonflikt zu den umliegenden Völkern gerät, dann wird es Zeit, daß Israel umdenkt. Frieden und Sicherheit kann Israel nur dann erhalten, wenn es die Gewaltspirale im Nahen Osten beendet. Das bedeutet den Rückzug aus den eroberten Gebieten, die Anerkennung der Lebensrechte der Nachbarvölker und die Zustimmung zu einer atomwaffenfreien Zone. Diese Friedenspolitik ist auf Dauer der einzige Weg, auf dem Israel die Anerkennung seiner Nachbarn gewinnen kann. Dies wäre mehr wert als jeder gewonnene Krieg.
Das schlechte Image, das der Staat Israel zusammen mit seinen westlichen Lobbyisten in aller Welt genießt, beruht nicht auf antisemitischen Vorbehalten („Verschwörungstheorien“), sondern auf dem Verhalten der radikalen Zionisten selbst, die diesen angeblichen Vorbehalten und Vorurteilen immer wieder neue Nahrung geben. Politische Gegensätze beruhen nie auf psychopatischen Einbildungen. Sie haben immer einen realen Hintergrund und verkörpern konkrete Interessenkonflikte. Eine weitere negative Folge des 2. Weltkrieges ist der agressive und weltweite Vormarsch des us-amerikanischen Kulturimperialismus („american way of life“), der allen Völkern dieser Erde ohne Rücksicht auf ihre nationalen Kulturtraditionen seine Dekadenz aufzwingt. Insbesondere gilt die Jugend der Welt als Zielgruppe, weil sie in ihrer Ungeformtheit und Traditionsferne den amerikanischen Lebensstil als „modern“ und „cool“ empfindet. Dieser uniforme Lebensstil soll einer genormten Massenproduktion internationaler Konzerne den Handelsweg ebnen. Je einheitlicher und uniformierter eine Massenproduktion ist, desto billiger und profitabler wird sie. Internationaler Massenabsatz ist aber nur dann gewährleistet, wenn auch der Konsument einen Massen“geschmack“ entwickelt. Dieser kann aber nur dann entstehen, wenn nationale Traditionen und Konsumgewohnheiten als „überholt“ und „spießig“ verunglimpft werden, um sie als nationale Konkurrenz vom Markt zu verdrängen. Die genormte Weltproduktion internationaler Konzerne braucht international genormte Verbrauchermassen. Nationale Kulturen sind Handelshemmnisse und müssen aus dem Handelsweg geräumt werden. Dies bedeutet nicht nur eine Verarmung der nationalen Kulturen durch internationalen Massenramsch, sondern auch eine Zerstörung der einheimischen Film-, Fernseh-, Musik-, Buch-, Nahrungsmittel- und Bekleidungsindustrien. Das Ende einer jeden nationalen Kultur sind Fastfood kauende, US-Filme glotzende, US-Slang radebrechende, Hiphop grölende und mit Blue-Jeans-„Klamotten“ behängte „blaue Ameisen“.
Am 17.9.2003 berichtete DER TAGESSPIEGEL über die „WTO-Konferenz von Cancun - und die Gefahren für die Kultur“: „Daß sich die WTO auch mit Fragen der Kultur beschäftigt, ist wenig bekannt. Doch ausgespart bleiben bei ihrem Treffen nur Bereiche, die die Staaten als hoheitliche definiert haben. Die Kultur ist nicht darunter. Für die Vertreter des Freihandels handelt es sich bei ihr um eine Ware wie jede andere auch, der die weltweite Verbreitung zu sichern ist. Schon vor Jahren forderten die USA, deren zweitgrößter Exportartikel audiovisuelle Produkte wie Filme, Videos und Musik sind, die Öffnung der nationalen Märkte. Neben den Fördermaßnahmen für nationale Produktionen erregte insbesondere Frankreich mit seinen Quoten für die einheimische Film- und Musikproduktion Ärger. Was die Liberalisierung indes bedeutet, wenn Afrika oder Südamerika nur 50 bzw. 140 Filme jährlich produzieren, deutete Alexis Passadakis von Attac an: das Ende der kulturellen Identität. ’Der Freihandel bedeutet Unfreiheit.’“
Natürlich bedroht diese von den USA vorangetriebene Globalisierung des „Kulturgeschäfts“ nicht nur die kulturelle Identität von Afrika und Südamerika, sondern auch die aller übrigen Völker auf diesem Erdenrund. Dies gilt nicht zuletzt für ein us-amerikanisiertes Restdeutschland, das nicht umsonst als „Germany made in USA“ ironisiert wird. Zum US-Kulturimperialismus gehört übrigens auch der religiöse Imperialismus der USA. Er wird verkörpert durch unzählige sektenartige Religionskonzerne, die mit ihrer Missionstätigkeit in allen Teilen der Erde Volksverdummung betreiben und die geköderten „Schäfchen“ finanziell gnadenlos aussaugen. GLOBALISIERUNG: LETZTES STADIUM DES US-IMPERIALISMUS USA gegen den Rest der Welt Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus erleben wir in der Welt die beispiellose und unverhüllte Raserei eines völlig enthemmten US-Imperialismus gegen alle Nationalstaaten dieser Erde, die sich nicht dem Diktat der Wallstreet unterwerfen wollen. Unter der Parole des US-Außenministeriums „Demokratie und Marktwirtschaft“ werden in den ehemaligen Ostblockstaaten proamerikanische Parteiensysteme errichtet, die sich unterschiedslos zum Prinzip der Marktwirtschaft bekennen, d.h. zur Öffnung ihrer heimischen Märkte für die internationalen Konzerne und Spekulanten ohne Rücksicht auf die eigene Volkswirtschaft und die Bedürfnisse des eigenen Volkes. Staaten, die sich nicht der Wallstreet unterwerfen, werden zu Opfern von Hungerblockaden („UNO-Sanktionen“) und Angriffskriegen. Ein wichtiges Element der imperialistischen Subversion ist die Unterwühlung von „undemokratischen, diktatorischen und autoritären“ Staaten, die sich der US-Hegemonie verweigern. Pseudorevolutionäre Nichtregierungsorganisationen, die von plutokratischen Stiftungen aus den USA ferngelenkt und gesponsert werden, übernehmen die Aufgabe des Demokratie-Exports. Promaerikanische Diktaturen wurden von den USA trotz ihrer autoritären Verfassung immer als Verbündete betrachtet. Insbesondere gilt das für das imperialistische Bündnis der USA mit der massenmörderischen Diktatur Stalins im Zweiten Weltkrieg. In dem programmatischen Buch „Die einzige Weltmacht“ (Fischer 1999) des ehemaligen Präsidentenberaters Z. Brzezinski wird mit brutaler Offenheit der Herrschaftsanspruch der USA über den eurasischen Kontinent verkündet, weil der über die meisten Menschen, Rohstoffe und 60% des Weltbruttosozialproduktes verfügt. Europa ist in dem Buche Brzezinskis ein „eurasischer Brückenkopf für amerikanische Macht und… Sprungbrett für die Ausdehnung des demokratischen Globalsystems in den eurasischen Kontinent hinein…“ (S. 113) „Die Vereinigten Staaten, also eine außereurasische Macht, genießen nun internationalen Vorrang; ihre Truppen sind an den drei Randgebieten des eurasischen Kontinents präsent, von wo aus die einen massiven Einfluß auf die im eurasischen Hinterland ansässigen Staaten ausüben.“ (S.64) US-Truppen sind darüber hinaus in fast 1000 Militärstützpunkten auf allen Kontinenten stationiert. Die BRD mit ihren 26 US-Militärbasen ist immer noch die militärische Drehscheibe für die US-Aggressionspolitik in aller Welt. Der freiwillige Rückzug der Sowjetunion aus ihren ehemaligen Herrschaftsgebieten in Europa führte trotz gegenteiliger Beteuerungen von NATO-Vertretern zur Ostverschiebung der US-Militärgrenze um 1200 Kilometer bis zum Kaukasus mit dem Ziel der militärischen Einkreisung Rußlands. Mit der geplanten Aufstellung von US-Raketen in Polen und der Tschechischen Republik erstreben die USA einen neuen Eisernen Raketenvorhang in Europa, der vor allem Deutschland und Rußland voneinander trennen soll. Mit der Behauptung, diese Raketen vor Rußlands Haustür sollen Europa vor iranischen Atomraketen schützen, versuchen die USA, die Europäer für dumm zu verkaufen: 1. Der Iran verfügt über keine Atomraketen. 2. Zur angeblichen Abwehr iranischer Atomraketen wären die Türkei und der Irak die geeigneteren Standorte. 3. Im übrigen dürfte eine Bedrohung Europas eher durch die tatsächlich vorhandenen Atomraketen einer anderen, eng mit den USA liierten nahöstlichen, Macht bestehen. Mit Hochdruck arbeiten die USA an der Modernisierung ihrer Raketenabwehr unter dem Projektnamen: „National Missile Defense (NMD) - Nationale Raketenabwehr“. Es handelt sich hierbei um das Nachfolgeprogramm der 1983 von US-Präsident Reagan ins Leben gerufenen „Strategic Defense Initiative (SDI)“. Angeblich richtet sich das neue Raketensystem nicht gegen Rußland und China, sondern gegen „Terroristen“ und „Schurkenstaaten“ (allerdings werden in den US-„Denkfabriken“ auch Rußland und China zu den potentiellen Schurkenstaaten gezählt). Da das NMD-Raketenaufrüstungsprogramm gegen den 1972 mit der damaligen UdSSR abgeschlossenen ABM-Vertrag verstößt, haben die USA dieses Raketenbegrenzungsabkommen einseitig gekündigt. Die Überführung aller ehemaligen Ostblockstaaten in die NATO soll die Einkreisung Rußlands vollenden. Zugleich ist dieser amerikanisch geführte „cordon sanitaire“ ein weiteres Blockadeelement für eine von den USA gefürchtete deutsch-russische Kooperation. In der Periode Jelzin wäre den USA mithilfe sogenannter Oligarchen der Griff zu den russischen Bodenschätzen fast gelungen. In der Periode Putin wurde den Oligarchen das Handwerk gelegt und die russische Souveränität über strategisch wichtige Rohstoff- und Wirtschaftsbereiche wieder hergestellt. Gegenüber ihren europäischen „Verbündeten“ beharren die USA auf ihrer Hegemonierolle: „Die USA sollen nach dem Willen des Verteidigungsministeriums ihre Rolle als die nun einzige Supermacht festigen und verhindern, daß die EG (heute EU, d.V.), Japan oder andere Kräfte in eine gleichrangige Position aufsteigen. Dies ist nach Angaben der ’New York Times’ vom Sonntag der Kern eines Memorandums, das Minister Richard Cheney voraussichtlich noch im März veröffentlichen werde… Das Blatt schrieb, die Grundsatzerklärung habe das Ziel, potentielle Rivalen der USA zu ’überzeugen, daß für sie keine Notwendigkeit besteht, eine größere Rolle anzustreben oder eine aggressivere Haltung zum Schutz ihrer legitimen Interessen einzunehmen’. Im Zentrum der Überlegungen stehe der Grundsatz einer US-Schutzmachtfunktion. Auch müsse die Entstehung ’von ausschließlich europäischen Sicherheitsabmachungen verhindert werden, die die NATO unterminieren würden.’“ (BERLINER MORGENPOST 9.3.1992) DER SPIEGEL veröffentlichte in seiner Ausgabe 13/1982 Auszüge aus den Memoiren des US-Außenministers und jüdischen Emigranten Henry Kissinger. Dabei erteilte Kissinger Europas Versuchen, sich eine eigene Energieversorgung durch zweiseitige Geschäfte mit den Ölförderländern zu sichern, eine schroffe Absage nach imperialistischer „Gutsherrenart“: „Die Europäer müssen begreifen, daß wir ihnen unter keinen Umständen freie Hand für bilaterale (zweiseitige d. V.) Geschäfte lassen werden. Und wenn sie nicht multilateral arbeiten wollen, dann werden wir sie dazu zwingen, indem wir selbst bilateral vorgehen. Wenn wir in bilaterale Verhandlungen eintreten, dann können wir ihnen in den meisten Gebieten zuvorkommen.“ Die globalen Machtansprüche der USA und ihrer Hintermänner sind aber noch lange nicht befriedigt. Neuerdings betrachtet die US-Administration den Weltraum offiziell als künftigen Teil ihres Einflußbereichs. George W. Bush unterzeichnete Anfang Oktober 2006 ein Regierungsdokument („Space-Doktrin“), in dem die USA Anspruch auf uneingeschränkten Handlungsspielraum im All erheben. Die USA werden sich allen Abkommen und Regelungen widersetzen, die den Zugang der USA zum Weltall oder die Nutzung des Weltalls verhindern oder einschränken würden. Die USA werden sich allen zukünftigen Abkommen zur Rüstungskontrolle im All widersetzen, ihren Gegnern die Weltraumnutzung verweigern und den Weltraum zur strategischen Überwachung der Erde zu Zwecken der Frühwarnung und Raketenabwehr nutzen. Natürlich dient diese „Space“-Doktrin wieder einmal dem Wohle der gesamten Menschheit. Die Freiheit rund um den Globus soll durch die Weltraumpolitik der USA gefördert und geschützt werden. Eine weitere Waffe des US-Imperialismus gegen die Völker ist die gesellschaftspolitische Waffe der multiethnischen Völkerzerstörung durch gezielte biologische Vermischung und Vermengung. An die Stelle selbstbewußter und selbstbestimmter Völker sollen fremdbestimmte multiethnische Misch-Masch-Gesellschaften treten, die nicht mehr durch die Gemeinsamkeit von Abstammung und Heimat in nationaler Solidarität gegen die Fremdherrschaft zusammenhalten, sondern die sich untereinander im Verteilungs- und Verdrängungskampf zwischen Einheimischen und Eingewanderten gegenseitig zerfleischen, eigene nationale Interessen nicht mehr artikulieren können und auf diese Weise dem alten imperialistischen Herrschaftskonzept: „Teile und herrsche“ dienen. Die ethnische Globalisierung zielt auf die planmäßige Umsetzung einer imperialistischen „Herrschafts- und Herdenstrategie“. Ziel ist die Errichtung eines „oligarchischen Kollektivismus“, d.h. die Umwandlung einer bunten und vielgestaltigen Völkerwelt mit selbstbestimmten und innengesteuerten Nationalregierungen in eine von globalen Weltzentralen fremdbestimmte und ferngesteuerte globale, graue Massenherde („Grau statt bunt“) unter der Leitung einer hirtenähnlichen, internationalen Finanzoligarchie. Dieser „oligarchische Kollektivismus“ entspricht einer nomadischen Gesellschaftsauffassung, die nur zwei Klassen von Menschen kennt: Hirte und Herde. An der Spitze steht der Hirte. Die von ihm beherrschten Menschen bilden eine versklavte Herde, die er nach Gutdünken auf den Markt treibt, um ihr das Fell über die Ohren zu ziehen. Ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt muß noch erwähnt werden: US-Amerika fürchtet die Konkurrenz homogener Volksgemeinschaften, die gegenüber seiner eigenen inhomogenen Vielvölkergesellschaft erhebliche qualitative Wettbewerbsvorteile besitzen. Nicht zuletzt haben Deutschland und Japan im 2. Weltkrieg bewiesen, welche unvorstellbaren Kriegs-Qualitäten eine solidarische nationale Volksgemeinschaft im Kampf gegen die vermeintliche Materialüberlegenheit einer schieren quantitativen Masse zu entwickeln vermag. Die Niederlage der Achse widerspricht nicht dieser These. Der Sieg der Masse über die Rasse, der Quantität über die Qualität, ist - in geschichtlichen Dimensionen gesehen - nur von kurzer Dauer. Nach dem Zusammenbruch des Vielvölkerstaats UdSSR kündigt sich der Kollaps des Vielvölkerstaats USA durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Krisen bereits an. Nach dem Krieg haben sich Deutschland und Japan durch die friedliche Nutzung ihrer volksgemeinschaftlichen Aufbau-Qualitäten sehr schnell wieder aus den Ruinen ihrer Niederlage erhoben. Heute sind wir Zeugen des kometenhaften Aufstiegs des uralten und weltgeschichtlich bedeutenden chinesischen Volkes aus kolonialer Erniedrigung. Da die USA über den qualitativen Wettbewerbsvorteil homogener Gemeinschaften nicht verfügen, müssen sie anderen Völkern diesen Wettbewerbsvorteil nehmen. Dies geschieht durch eine von US-Marionetten gesteuerte „multikulturelle“ Einwanderungspolitik mit dem Ziel, gewachsenen Völkern „amerikanische Gesellschaftszustände“ überzustülpen. Am 5. Oktober 1908 wurde im Columbia-Theater in Washington das Bühnenstück „The melting pot (Der Schmelztiegel)“ aufgeführt. Der Verfasser war ein jüdischer Einwanderer mit dem Namen Israel Zangwill. In seinem Stück propagierte er die ungehinderte Einwanderung von Ausländern in die USA einschließlich ihrer restlosen Verschmelzung zum „melting pot“. Anlass waren restriktive Maßnahmen der US-Behörden zur Beschränkung der Einwanderung auf nordische Herkunftsländer, die nur zaghaft durchgeführt und dann schnellstens fallengelassen wurden. Gerade um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden die USA von „Verfolgten“ aus Osteuropa förmlich überschwemmt. „Die Wirkung (des Theaterstücks d. V.) war so beträchtlich, daß Zangwill sich genötigt sah, Missverständnisse zu berichtigen, wie sie insbesondere auch in jüdischen Kreisen aufgetreten waren. Es sei, wie Zangwill vermerkt (a.a.O. Seite 208) behauptet worden, er wolle auch das jüdische Problem ’durch Auflösung lösen’. Der Autor verwahrt sich entschieden gegen eine solche Unterstellung.“ („Die Pioniere und die Ahnungslosen“ von Helmut Sündermann, Druffel 1960) Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa vollzieht sich ein „integrativer“ Prozess der „Transnationalisierung“ von Völkern im Sinne einer „multikulturellen“ Einwanderungsgesellschaft. Der NATO-Krieg gegen Serbien diente nicht nur der „Bestrafung“ eines widerspenstigen „Diktators“, der Zurückdrängung des russischen Einflusses, der Privatisierung der serbischen Staatsbetriebe und der Sicherung der Zugangswege zum Erdöl des Kaukasus, sondern auch der Errichtung multiethnischer NATO-Staaten im Kosovo und in Bosnien. Die rücksichtslose Einsetzung militärischer Gewalt im Interesse globalistischer Kreise wird heute von der US-Administration und ihren Einbläsern offen verkündet. „Zu Beginn des dritten Jahrtausends gehen Krieg und ’freie Märkte’ Hand in Hand. Der Krieg ist gewissermaßen das multilaterale Investitionsabkommen der letzten Instanz. Er zerstört physisch, was durch Deregulierung, Privatisierung und die Erzwingung von ’Marktreformen’ noch nicht vernichtet wurde. Direkte kriegerische Kolonisierung und die Errichtung westlicher Protektorate erfüllen de facto den Zweck, westlichen Banken und multinationalen Konzernen ungehinderten Zugang zu den betreffenden Märkten zu verschaffen, so daß sie - wie in den Bestimmungen der WTO verlangt - global wie auf einem nationalen Markt agieren können. Die ’Raketendiplomatie’ von heute wiederholt die Kanonenbootdiplomatie, die im 19. Jahrhundert zur Durchsetzung des ’Freihandels’ diente.“ („Global brutal“ von Michel Chossudovsky, 2001, S. 34 ff.) Eliot Cohen prägte in seinem Leitartikel im Wall Street Journal vom 30.10.2001 den Begriff „World War IV“, Vierter Weltkrieg. Vierter deshalb, weil die neokonservativen Kriegstreiber den gewonnenen Kalten Krieg gegen die Sowjetunion als Nummer Drei in der Reihe der Weltkriege mitzählen. „Afghanistan ist nur eine Front des Vierten Weltkrieges… einer der Feldzüge…“ Danach müsse es mit dem Irak weitergehen, und, last but not least, sei der Iran an der Reihe. „Der Sturz des ersten theokratischen revolutionären Moslemstaates und dessen Ersetzung durch eine moderate oder säkulare Regierung wäre für diesen Krieg genauso wichtig wie die Vernichtung Bin Ladens.“ (Informationen entstammen der „Jungen Welt“ v. 11.9.2007 und dem Buch von Jürgen Elsässer “Angriff der Heuschrecken“, Pahl-Rugenstein 2007) Mitte Oktober 2007 bedrohte US-Präsident Bush den Iran mit einem neuen Weltkrieg, wenn er seine Atomforschungen weiter durchführen sollte. Die monatlich in Berlin erscheinende „EBREWSKAJA GAZETA“ (Jüdische Zeitung in russischer Sprache) schrieb im Januar 2008: „Es ist Zeit, daß die USA und Israel gemeinsam China mit dem Krieg gegen den Iran in Angst und Schrecken versetzen. Die Bush-Regierung ist zum Krieg gegen den Iran in Etappen bereit. Dabei können mit dem Krieg gegen den Iran zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Im Gegensatz zu Russland, welches über gigantische Öl- und Gasvorkommen verfügt, muß China Öl aus Iran importieren. Mit einem Blitzkrieg gegen den Iran kann Amerika den Holocaust-Leugner Mahmud Ahmadinedschad liquidieren und gleichzeitig seinem Hauptrivalen einen tödlichen Schlag versetzen. Länder wie Frankreich und Deutschland werden den USA auf jeden Fall allseitig Hilfe erweisen.“ Wenn so unverhohlen und leichtfertig führende Kreise der USA die Brandfackel eines neuen Weltkrieges schwingen, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn viele kritische Beobachter daraus rückwirkend schließen, daß die USA auch an der Entfesselung und Ausweitung der beiden letzten Weltkriege ein massives Interesse hatten, zumal sie als einzige Kriegsmacht aus diesem zweimaligen Völkergemetzel den allergrößten wirtschaftlichen und machtpolitischen Gewinn zogen. Die WELT AM SONNTAG veröffentliche am 13.11.1994 ein Gespräch mit dem langjährigen US-Außenminister Henry Kissinger, in dem er unverhohlen das US-Interesse an den beiden Weltkriegen betonte: „Präsident Clintons Gedanke von den Führungspartnern USA und Deutschland war nicht gerade weise, denn dies ist eines jener Schlagworte, die nichts Gutes bringen. Tatsächlich treibt dieser Gedanke alle auf die Barrikaden, denn letztendlich wurden zwei Weltkriege geführt um eben das, eine dominante Rolle Deutschlands, zu verhindern.“ Waren im 1. Weltkrieg die Hauptfeinde der us-amerikanischen Weltenretter und Menschheitserlöser der monarchische Feudalismus in Europa, dann im 2. Weltkrieg der deutsch-italienisch-japanische „Faschismus“, schließlich im Kalten 3. Weltkrieg der „rote Faschismus“ in Moskau, so ist es heute der „grüne Faschismus“ der moslemischen Welt, der mit seiner Glaubensmacht der Geldmacht der Hochfinanz im Wege steht und über den in einem 4. Weltkrieg von den bibelfesten US-Imperialisten das „Jüngste Gericht (Armageddon)“ verhängt werden soll. Man muß den Vertretern des US-Imperialismus eigentlich dankbar sein, daß sie die Weltkriege als einen zusammenhängenden Gesamtkomplex einer kontinuierlichen imperialistischen US-Welteroberungsstrategie darstellen. Mit dieser schamlosen Offenheit blamieren die USA alle jene linksliberalen Anbeter des „guten Amerika“, die in ihrer Naivität glauben, dass die USA während des 2. Weltkrieges für eine bessere Welt gekämpft hätten und erst danach „ihre Ideale verrieten“. Bezeichnend für diese groteske Einstellung ist ein Leserbrief im SPIEGEL (9/2006), der die weinerliche Klage enthält: „Aber George W. Bush darf weitermachen, jene Ideale zu zerstören, für die nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus meine Generation Amerika zu lieben begann. Arme USA.“ In einer Besprechung der BERLINER ZEITUNG vom 22.5.2008 über die Neuerscheinung des Buches „Warnung vor dem Freunde. Tradition und Zukunft US-amerikanischer Außenpolitik“ wird die These der Verfasserin, der New Yorker Kulturwissenschaftlerin Marcia Pally, wie folgt beschrieben: „Bush hat das Erbe Amerikas nicht verraten, er ist nicht der schlechte Ausrutscher in einer guten Tradition. Nein, er ist fest in einer langen Geschichte der amerikanischen Außenpolitik verankert… Die amerikanische Außenpolitik wird sich nach den kommenden Wahlen nicht ändern, denn sie hat sich seit der Gründung des Landes nie geändert, lautet Pallys These. Schon im 19. Jahrhundert paarten sich der Drang, für ökonomischen Liberalismus im Ausland zu sorgen und neue Märkte für die boomende US-Wirtschaft zu erschließen, mit der Mission, die Welt mit Demokratie und politischer Freiheit zu beglücken.“ USA: sowohl Täter als auch Opfer Die Globalisierung enthüllt uns die eigentlichen kapitalistischen Drahtzieher des US-Imperialismus. Er ist der willige Vollstrecker internationaler Geldmächte, die in den USA selbst nur ein Ausbeutungsobjekt und eine vorübergehende Lagerstätte sehen. Der US-Imperialismus bedeutet nicht nur Fremdherrschaft über andere Völker. Er verkörpert auch eine Fremdherrschaft über die US-Bevölkerung. Obwohl dieses Land durch keine Macht der Erde jemals bedroht oder bombardiert wurde, mußte seine Bevölkerung auf Geheiß der Ostküsten-Oligarchie stets ihre Knochen in fremden Kriegen auf fremden Kontinenten zu Markte tragen. Die USA sind sowohl Täter als auch Opfer. Der US-Imperialismus hat der eigenen Bevölkerung kein Glück gebracht. Er hat die Nordamerikaner nicht reich, sondern arm gemacht. Die Ursache des US-Imperialismus ist eine ungerechte Einkommensverteilung im Innern. Es bildet sich ein Stau riesiger Kapitalmassen, die mangels ausreichender Binnenkaufkraft ins Ausland drängen, um dort schnelle Profite auf Kosten fremder Volkswirtschaften abzuschöpfen. Der imperialen Machtentfaltung der USA nach außen entspricht eine verrottete soziale Infrastruktur im Innern. Ohne Rücksicht auf die us-amerikanischen Werktätigen betreiben die in den USA ansässigen internationalen Konzerne den Export amerikanischer Arbeitsplätze ins Ausland. Ehemalige berühmte Industriestandorte und Autostädte (Pittsburgh, Cleveland, Detroit etc.) in den USA gleichen heute verfallenden Geisterstädten. Während die industrielle Basis in den USA wegbricht, wird China zur verlängerten Werkbank der internationalen Konzerne. Die sogenannte „chinesische Exportoffensive“ ist im Grunde eine Exportoffensive westlicher Konzerne zulasten ihrer einheimischen Standorte. Die BERLINER ZEITUNG meldete am 2./3.11.2005, daß zwei Drittel der chinesischen Exporte in chinesischen Betriebsstätten von US-Konzernen hergestellt werden. Konzerne wie Motorola, die Großbrauerei Anhäuser Busch und General Motors gehören zu den wichtigsten Arbeitgebern in China, berichtete DER SPIEGEL (7/2005). Neben der Industriearbeiterschaft droht auch der nordamerikanische Mittelstand zum Opfer der Globalisierung zu werden. „So hat Pat Buchanan, ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Republikaner, ein Buch ’The great Betrayal’ (Der große Verrat) mit dem Untertitel:’ Wie die amerikanische Souveränität und die soziale Gerechtigkeit den Göttern der globalen Ökonomie geopfert werden’, veröffentlicht, in dem der neoliberale Freihandel als Ruin des Mittelstandes und des kleinen Mannes demaskiert wird. Buchanan beweist dies u.a. mit den durchschnittlichen wöchentlichen Einkommen der amerikanischen Arbeiter, die 1973 noch 315 Dollar betragen haben und bis 1995 auf 255 Dollar gesunken sind. Während 1960 rund ein Fünftel der Frauen mit Kindern unter sechs Jahren gezwungen war, zu arbeiten, sind es heute bereits zwei Drittel. Als Folgen dieser Verarmung werden die Familien und die amerikanische Gesellschaft zerstört; als letzte Konsequenz steht der Tod der Nation. Deshalb tritt Buchanan offen für eine protektionistische Politik der USA ein.“ („Armut durch Globalisierung - Wohlstand durch Regionalisierung“ von Manfred Ritter und Klaus Zeitler, Leopold Stocker Verlag, Graz und Stuttgart 2000) Man kann mit Buchanan sicher darüber streiten, ob man die USA als Nation im europäischen Sinne bezeichnen kann. Und man kann sicher auch mit ihm darüber streiten, inwieweit die gesellschaftlichen Zerstörungserscheinungen der Globalisierung ein Verstärkungseffekt der Selbstzerstörungstendenzen darstellen, die in der US-Einwanderungsgesellschaft ohnehin angelegt sind. Auf jeden Fall ist aber unstrittig: Buchanan ist ein engagierter sozialkonservativer Gegner der Globalisierung und ein Sprecher jenes neben den entwurzelten Massen auch existierenden Alt-Amerikanertums, das seine europäischen Wurzeln und Wertvorstellungen noch nicht völlig abgestreift hat und deshalb in der „neuamerikanischen Finanzoligarchie“ die eigentliche Gefahr für Nordamerikas wahre nationale Interessen sieht. Klaus Leggewie verweist in seinem Buch „Die Globalisierung und ihre Gegner“ auf den „altamerikanischen Populismus, der traditionell gegen den Ausverkauf nationaler Industrien an ausländische Mächte und das Überhandnehmen wirtschaftlicher und politischer Macht in den USA kämpft. Populisten waren nach der ersten Globalisierungswelle zu Ende des 19. Jahrhunderts, dann in der isolationistischen Abwehr des Kriegseintritts gegen Deutschland (America first!) erfolgreich. (Buchanan wandte sich gegen die Irakpolitik von Vater wie Sohn Bush.)“ In dem Buch „Die Israel-Lobby“ (Campus Verlag Frankfurt/New York 2007) kritisieren die beiden amerikanischen Universitätsprofessoren Mearsheimer und Walt die massive Unterstützung der israelischen Aggressionspolitik durch die USA, weil sie den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten und in der gesamten islamischen Welt enormen Schaden zufügt. Statt Nutzen aus einem gleichberechtigten Wirtschaftsaustausch mit den ölreichen Staaten des Nahen Ostens zu ziehen, erntet Amerika als Schutzmacht Israels nur noch Haß und Boykottdrohungen. Beide Professoren sehen in einer Abschaffung der privaten Wahlkampffinanzierung einen gangbaren Weg, um den Einfluß der Israel-Lobby auf die us-amerikanische Politik und damit ihre antiamerikanischen Umtriebe zu beenden.
Die USA sind ein großes und reiches Land, das seine gewaltigen Energien auf die soziale und kulturelle Entwicklung dieses Riesenraums und seiner Bevölkerung konzentrieren sollte. Der liberalkapitalistische Imperialismus hat die Bevölkerung der USA nicht reicher und glücklicher gemacht, sondern nur mit Lasten und Problemen beschwert, wie im folgenden Kapitel dargestellt: Geistig-moralische Dekadenz Wie in allen anderen liberal-kapitalistischen Staaten herrscht in den USA das liberale Prinzip der negativen Freiheit. Diese Sklaverei der Freiheit ist egoistisch, individualistisch, hedonistisch und deshalb sittenwidrig und gemeinschaftsfeindlich. Der Liberalismus ist eine selbstzerstörerische Verirrung des menschlichen Geistes. Er appelliert unentwegt an den „inneren Schweinehund“ im Menschen. Liberalismus bedeutet die Bedarfsweckung der niedrigsten Triebe von Habgier, Fleischeslust und Drogensucht, weil sie mehr kommerzielle Vermarktungsmöglichkeiten bieten als Bescheidenheit, Sparsamkeit und Selbstzucht. Im Liberalismus herrschen nicht „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, sondern „Frechheit, Geilheit, Gemeinheit“. Auch die christlichen Kirchen und Sekten in Nordamerika bieten keinen „Weg zum Heil“, weil sie als kapitalstarke Religionskonzerne eng verfilzt sind mit dem finanzimperialistischen US-System. Sie dienen nicht der religiösen Läuterung, sondern dem Geschäft mit der gottlosen religiösen Volksverdummung. An den erhofften Sieg des US-Imperialismus in aller Welt verknüpfen demagogische Fernsehprediger vor hysterisch schreienden Massen religiöse Endzeit- und Heils-erwartungen. Die soziale Frage im Kapitalismus beantworten die US-Kirchenkapitalisten mit Gesundbeterei. Indem sie soziale Heilung durch Halleluja verkünden, mißbrauchen sie den Glauben für die Stabilisierung eines wankenden plutokratischen Systems. Das US-Bildungssystem ist auf die Züchtung finanzkapitalistischer Eliten ausgelegt. Der Bildungsstand der breiten Masse ist niedrig. 50 % aller Patente in den USA werden aus dem Ausland importiert. Die USA sind gezwungen, sich ihre Bildungseliten aus aller Welt zusammenzukaufen. Die Jugend ist nicht nur geistig, sondern auch körperlich degeneriert. Im Sport und in der Armee dominieren die körperlich leistungsfähigeren Schwarzen. Allerdings haben sie Defizite bei der Handhabung komplizierter Waffensysteme. Das US-Imperium verfügt über kein imperiales, leistungsstarkes und opfermutiges Volk. Die US-Truppen im Ausland sind keine fanatischen, weltanschaulich hochmotivierten Kämpfer (wie ihre nationalistischen Gegner), sondern unter ihnen befinden sich vielfach sex-, drogen- und alkoholsüchtige Abenteurer, Sadisten und geldorientierte Söldner. Insbesondere gilt dies für private Sicherheitsdienste, die für die USA im Ausland tätig sind. Die rücksichtslose Behandlung der Zivilbevölkerung durch brutale Bombenangriffe und Konzentrationslager fördert den Haß auf die US-Besatzer und verstrickt sie in eine ausweglose Lage. Sie züchten den „Terrorismus“, den sie angeblich bekämpfen sollen. Dem französischen Staatsmann Clemenceau (1841 -1929) wird das folgende kulturkritische Urteil über die USA zugeschrieben: „Amerika? Das ist die direkte Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg über die Kultur.“ Die USA sind eine rassische Misch-Masch-Gesellschaft („melting pot“) mit einem hohen Mißtrauenspotential zwischen den einzelnen Volks- und Rassengruppen. Anpassung und Vermischung wechseln sich ab mit dem Hang zu völkischer Absonderung („Gegengesellschaften“). Rassenunruhen und gegenseitige Abneigung sind die Folge. Asiaten, Lateinamerikaner, Weiße unterschiedlichster Herkunft, Juden und Neger kämpfen mit ihren speziellen Lobby-Gruppen um den Einfluß auf den Staat. Je besser die Lobby organisiert und finanziert ist, desto besser sind ihre Chancen für die Durchsetzung ihrer Minderheiteninteressen. Die erfolgreichste Lobby aller Zeiten ist die sog. „Israel-Lobby“ mit ihren neokonservativen „Denkfabriken“, einer Millionenschar von „evangelikalen“ Sektenanhängern und besten Verbindungen zur Finanz- und Medienwelt. In zunehmender Weise gerät die zionistische Lobby ins Fadenkreuz der WASP- („weiß, angelsächsisch, protestantisch“) Lobby. Sie verkörpert die „Realisten“ im us-imperialistischen Lager, die durch die einseitige Positionierung der USA auf Seiten des Zionismus wichtige amerikanische Interessen verletzt sehen. Der ehemalige Waffeninspekteur der UNO im Irak, der einstige US-Offizier Scott Ritter, ist heute der schärfste Kritiker der pro-israelischen US-Politik. Unter der Überschrift: „Ein finaler Akt der Unterwerfung“ veröffentlichte er 2008 im Internet die folgende Stellungnahme: „Wenn wir proisraelischen Lobbygruppen, allen voran dem American-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) weiterhin erlauben, als Agent eines fremden Staates zu operieren und die US-Außen- und Sicherheitspolitik auf Kosten unserer Verfassung zu beeinflussen, dann sollten wir unseren Status als Kolonie Israels anerkennen, das Sternenbanner herunterreißen und den Davidstern über unserem Kapitol hissen.“ Ähnliche Kritik äußerten die US-Professoren Walt und Mearsheimer in ihrem 2007 erschienenen Buch: „Die Israel-Lobby“ (die deutsche Ausgabe erschien im Campus-Verlag) und der ehemalige Präsident Jimmy Carter in seinem 2006 veröffentlichten Buch: „Palestine: Peace, Not Apartheid“. Hingewiesen wurde auch bereits auf die Formulierung des ehemaligen Präsidentensprechers von Ronald Reagan, Patrick Buchanan, der „Capitol Hill“ (Sitz des US-Kongresses) als „israelisch besetztes Gebiet“ bezeichnete. Mißtrauen entwickelt sich auch zwischen der internationalen Finanzoligarchie und der übrigen Bevölkerung, die sich zunehmend als Ausbeutungsobjekt, Stimmvieh, manipulierte Meinungsherde und Kanonenfutter empfindet. „Wenn ein amerikanischer Politiker heute Freihandel sagt, beginnt beim durchschnittlichen Amerikaner der Puls zu rasen. Für die Mehrheit ist Freihandel ein Synonym für Arbeitsplatzverlust und Unmenschlichkeit geworden…. Eine Mehrheit… verlangt den Schutz der heimischen Unternehmen und lehnt eine weitere Liberalisierung ab…. In den Hochburgen der US-Mittelstands kehrt vielfach die Vergangenheit zurück. Die Löhne schrumpfen, die Beiträge für Gesundheits- und Altersvorsorge verschwinden vom Lohnzettel. Die Einstiegslöhne bei den drei größten Autofirmen - Ford, Chrysler und General Motors - betragen nur noch rund 14 Dollar, was umgerechnet knapp 10 Euro entspricht. In der Zeit der Bush-Regierung sind zusätzlich neun Millionen Amerikaner, zumeist Mitarbeiter weltweit operierender Konzerne, zum Heer der Nicht-mehr-Krankenversicherten dazugestoßen. Insgesamt besitzen damit 47 Millionen von 300 Millionen Amerikanern keine Krankenversicherung… Zehn Prozent der Bevölkerung besitzen 70 Prozent aller Vermögenswerte…“ (DER SPIEGEL 2/2008) Die USA sind eine Verfallsgesellschaft, die nur durch ihre insulare Lage zusammengehalten wird. Eine große Massenloyalität zum System ist nicht gegeben. Neben vielen Weißen empfinden auch Schwarze und Latinos die Washingtoner Administration als eine von Zionisten und Globalkapitalisten dominierte Fremdherrschaft. „So warnte Stephen Steinlight, der fünf Jahre lang dem ’American Jewish Committee’ vorstand, am 16. Juni 2006 in einer Studie für das ’Center of Immigrations Studies’ vor den Gefahren der demographischen Entwicklung für Amerikas Juden. Die Hauptgefahr sei, daß die Juden die Kontrolle über die amerikanische Regierung verlieren könnten. Denn immer stärker würden sich die Massen der außereuropäischen Zuwanderer zu den eigenen rassischen Wurzeln bekennen, immer geringer werden deshalb die Druckmittel der jüdischen Minderheit, mit politischem und medialem Einfluß Wahlen entscheiden zu können. Immer schwieriger werde es sein, beklagt Steinlight, den amerikanischen Juden besonderen Schutz angedeihen zu lassen und den nichteuropäischen Mehrheiten klar zu machen, warum alljährlich fast 80 Prozent der US-Auslandshilfe nach Israel überwiesen werden…“ („Der letzte Akt“ von Richard Melisch, Hohenrain 2007) Es ist ein Alarmsignal, daß sich an den Wahlen nur noch eine Minderheit der Bevölkerung beteiligt und der größte Teil den kapitalistischen Wahlzirkus boykottiert. Die weltweit beispiellose Kriminalität in den USA entspricht der Mentalität des rücksichtslos um sich schießenden Wild-West-Cowboys und Chicago-Gangsters. In den nordamerikanischen Privathaushalten gibt es 200 Millionen Handfeuerwaffen. Alljährlich kommen 40 000 Menschen durch Schußwaffen ums Leben. Neben Südafrika (20 000 Morde in einem Jahr bei einer Bevölkerung von 40 Millionen) sind die USA die kriminellste Gesellschaft der Erde. Von Washington wird auch weiterhin jene Gewalt ausgehen, die auch im Innern der US-Metropole herrscht: „Bezogen auf die Bevölkerungszahl wird in keiner anderen Stadt häufiger erschossen, erstochen und erschlagen als in der Weltmetropole, die in den achtziger Jahren von einem Bürgermeister regiert wurde, der drogenabhängig war… „Amerika muß die Welt wieder führen, wie Amerika immer geführt hat und Amerika führen kann“ sagte Präsident George Bush im Oktober 1991 - und machte so einen Weltführungsanspruch geltend, den noch alle amerikanischen Präsidenten formuliert haben. Doch vermag er nicht einmal seine eigene Hauptstadt in den Stand der Zivilisation zu führen. Von seinen Fenstern im Weißen Haus kann er täglich zusehen, wie gegenüber in dem kleinen Park jenes Rauschgift gehandelt wird, dessen weltweite Produktion zu 50 Prozent in den Vereinigten Staaten Absatz findet… 20 000 Obdachlose leben in Washington D.C.; während andererseits mehr als 20 000 Häuser leerstehen und in rattenverpesteten Vierteln verfallen. Auch in Washington D.C. kommt, wie in allen großen amerikanischen Städten, jeder fünfte Schüler mit einer Waffe zum Unterricht.“ („Der amerikanische Alptraum“ von Rolf Winter, Heyne-Verlag München 1992) Die USA sind ein Land schreiender sozialer Widersprüche. Neben unvorstellbarem Reichtum existiert das nackte Elend. Dies gilt insbesondere für Millionen Rentner, deren Altersbezüge höchstens 40 Prozent ihres letzten Einkommens betragen. Die zusätzliche private Bank-und Börsenrente führt vielfach durch betrügerische Anlagenberater von Banken, Versicherungen und Rentenfonds zum Altersruin. Sinkende Börsenkurse und Versicherungspleiten geben vielen US-Rentnern den Rest und zwingen sie wieder in die Erwerbsarbeit. „Nicht ohne Grund ängstigen sich einer aktuellen Erhebung zufolge fast 40 Prozent der Rentner, dass ihre Rücklagen nicht bis zum Lebensende reichen.“ (DER TAGESSPIEGEL 12.10.2008) Bis heute gibt es in den USA nur soziale Mindeststandards, die häufig nicht einmal das Lebensnotwendige abdecken. „Über beinahe ein Jahrzehnt wurde dort (in den USA d.V.) der Mindestlohn nicht erhöht. Entsprechend lag sein Wert 2006 nach Expertenrechnungen inflationsbereinigt um rund 30 Prozent unter dem Niveau von 1979… Sogenannte ’working poor’, also Menschen, die trotz Arbeit in Armut leben, bilden in der US-Wirtschaft seit langem eine feste Größe. Etliche von ihnen verdienen oft sogar deutlich weniger als den Mindestlohn - wie kürzlich erst der Streik von Lieferboten New Yorker Restaurants zeigte.“ (DER SPIEGEL 3/2008) Es gibt keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch, keinen Kündigungsschutz („heuern und feuern“), kein Weihnachts- und Urlaubsgeld. Mutterschutz ist in den USA ein Fremdwort. Die weite Verbreitung von Teilzeitjobs und die Zurückdrängung fester ganztägiger Lebensarbeitsverhältnisse fördern die Verarmung, die bereits heute auf den Mittelstand übergegriffen hat. Die Gesamtzahl der Armen beträgt in den USA über 40 Millionen. Neben der multikriminellen Mischgesellschaft mit ihren mangelnden Sozialbindungen und fehlenden Verwurzelungen sind auch diese sozialen Mißstände mit verantwortlich für eine in der Welt rekordverdächtige Kriminalität. Viele Städte sind bereits heute schon unregierbar. Tausende von Straßenbanden ziehen durch verrottete und verslumte Elendsviertel. Die Zahl der Bandenmitglieder ist so hoch wie der der Polizisten: 750 000. Jedem Amerikaner, der hierbei zu Schaden kommt, winken dann die „Wohltaten“ eines maroden Gesundheitssystems, dessen Kosten er überwiegend aus der eigenen Tasche bezahlen darf, da ein gesetzliches Krankenversicherungssystem nach Bismarckschem Muster nicht existiert. Wer arm ist muß in den USA früher sterben. (Auch die BRD hält nicht mehr viel vom Erbe des konservativen Sozialreformers Bismarck, dafür umso mehr von „amerikanischen Verhältnissen“.) „DER SPIEGEL“ warnte in seiner Ausgabe 53/2004 „Urlaub in den USA kann teuer werden: Amerikanische Ärzte und Krankenhäuser zocken die ärmsten Bürger ab - und Reisende.“ Das Nachrichtenmagazin berichtet von einem Abrechnungschaos im amerikanischen Gesundheitssystem. „Hospitäler und Ärzte berechnen systematisch zuviel, frustrieren Patienten mit kryptischen Rechnungen und mit falsch berechneten oder überhaupt nicht erbrachten Leistungen“ und zitiert den US-Patientenanwalt Ferner mit den Worten: „ Mindestens acht von zehn Rechnungen sind fehlerhaft.“ Fazit: Das US-Gesundheitssystem ist undurchsichtig und profitgierig. Die Versorgung der Kriegsversehrten ist in den USA höchst mangelhaft. Die Zustände in den Militärkrankenhäusern sind so katastrophal, daß nach entsprechenden Medienberichten US-Heeresminister Francis Harvey Anfang März 2007 zurücktreten musste. Übrigens waren im 2. Weltkrieg die Familien deutscher Frontsoldaten finanziell wesentlich besser gestellt als in den USA. „Die Unterstützungssätze für die Ehefrauen eingezogener Soldaten betrugen in Deutschland 73 - 75 % des Einkommens des Ehemannes, dazu kamen Sonderleistungen im Krankheitsfall und auch unter Umständen Mietzuschüsse. In den kapitalistischen USA erhielten die Ehefrauen nur 36 % und in dem ebenfalls kapitalistischen England 38 % des Einkommens des Ehemannes. Diese niedrigen Sätze zwangen die Frauen in die Berufsarbeit.“ (Max Klüver, „Vom Klassenkampf zur Volksgemeinschaft“, Druffel 1988) Im gleichen Buch verweist Klüver auf den Umstand, daß in den USA und England der Anteil der Frauenarbeit viel höher als in Deutschland war, „da die strengeren deutschen Arbeitsschutzbestimmungen viele körperliche Schwerarbeiten für die deutsche Frau nicht erlaubten.“ Ein besonderer Skandal ist das Schicksal der 40 000 Helfer, die bei ihren Rettungs-, Bergungs-, und Aufräumarbeiten in den Ruinen des World Trade Center Asbeststaub, Schwermetalle und giftige Gase einatmeten. Die massive Verbreitung von Lungenkrankheiten unter ihnen wurde begünstigt durch das Fehlen von Schutzkleidung und Schutzmasken. Den Opfern wurde nur eine unzureichende medizinische Betreuung zuteil. „Kenneth R. Feinberg, einer der bekanntesten Anwälte der USA, hatte wenig später darüber zu entscheiden, wie viel ein Menschenleben wert ist; das eines Tellerwäschers, das eines Feuerwehrmannes, das eines Bankers. Als ‚Special Master’ hat Feinberg im Auftrag des amerikanischen Kongresses die Familien der Terroropfer entschädigt.“ („Rheinischer Merkur“ Nr. 36/2006) Einer brauchte sich keine Sorgen zu machen: Der Immobilienspekulant Larry Silverstein hatte den WTC-Komplex nur sechs Wochen vor dem Attentat für 3,2 Milliarden Dollar „geleast“ (gepachtet) und die Gebäude mit einer speziellen „Anti-Terror-Klausel“ versichert. Nach dem Einsturz der Gebäude hatte er sich mit den Versicherungen vor Gericht einen harten Kampf geliefert. Er war erfolgreich mit seiner Forderung, die beiden Flugzeugeinschläge als separate Terroranschläge zu zählen. Dies bescherte ihm die doppelte Versicherungssumme von insgesamt sieben Milliarden Dollar. Übrigens: Da Larry Silverstein wegen überhöhter Mietforderungen den Leerstand seiner Gebäude beklagte, griff New Yorks Bürgermeister Bloomberg den Mietern mit Steuererleichterungen unter die Arme. Sie zahlten 20 Prozent weniger, Silverstein kassierte die fette Ursprungsmiete und die Steuerzahler bluteten für die Differenz. Die politische Nutznießerin des Anschlages vom 11.9.2001 (US-Schreibweise: 9.11.!) war die „neokonservative“ Denkfabrik PNAC („Project of a New American Century“), die dies als Zeitpunkt für die Verwirklichung ihrer imperialen Aggressionspläne (endgültige Übernahme der globalen Führung durch die USA, eine neue Phase der Hochrüstung. Angriffskriege gegen den Irak und Afghanistan) ansah. Der Autor Gerhard Wisnewski verweist in seinem Buch „Mythos 9/11.“ (Knaur 2004) auf den Umstand, daß den „PNAC-Verschwörern“ schon im Jahr 2000 eins klar war: „Die Verwirklichung ihrer hochfliegenden Pläne einer US-Weltherrschaft könnte eine ganze Weile dauern, würde nicht ’ein katastrophales Ereignis’ eintreten, das als Katalysator dienen könnte - ein neues `Pearl Harbor’.“ Wie wir heute wissen, steht der Begriff „Pearl Harbor“ für eine der abgefeimtesten US-Kriegsprovokationen. Wer mit solchen fragwürdigen Vergleichen arbeitet, braucht sich über Millionen Menschen nicht zu wundern, die sich zum Komplex des 11.9. ihre eigenen Gedanken machen. Die „reichste Nation der Welt“ ist pleite. Vom größten Gläubiger sind die USA zum größten Schuldner mit einem gigantischen Haushaltsdefizit herabgesunken. Die Kosten der US-Kriege wachsen ins Uferlose. Kostete der Korea-Krieg den US-Steuerzahler 456 Mrd. Dollar, so schlug Vietnam schon mit 518 Mrd. Dollar zu Buche. Der „Krieg gegen den Terror“ im Irak und in Afghanistan verschlang bereits 800 Mrd. Dollar. Die Staatsverschuldung der USA beläuft sich zur Zeit auf die unvorstellbare Summe von über 9 Billionen US-Dollar. Viele Bundesstaaten verfügen nicht mehr über die Finanzmittel, um die notwendigen Reparaturen einer verrotteten Infrastruktur, von Verkehrswegen und Versorgungsleitungen durchzuführen. Regelmäßig bricht in Teilen der USA die Stromversorgung zusammen. „…die USA (schwimmen) bereits heute in einem gigantischen Meer von Schulden: Neben den 14 Billionen Dollar, mit denen US-Haushalte verschuldet sind, lasten elf Billionen Dollar an Verbindlichkeiten auf der Privatindustrie - Finanzinstitute nicht mitgezählt. Deren Schuldenberg beläuft sich auf 16 Billionen Dollar. Daneben macht sich das Staatsdefizit von 5,3 Billionen Dollar (tatsächlich über 9 Billionen d. V.) noch relativ bescheiden aus. ’Diese Regierung ist bereits bankrott’, sagt Laurence Kotlikoff, Wirtschaftswissenschaftler an der Boston University“….“ (DER TAGESSPIEGEL 12.10.2008) Der industrielle Standard sinkt unaufhörlich. Massenentlassungen in der Autoindustrie sind die Folge von Auslandsverlagerungen, Qualitätsmängeln, falscher Geschäftspolitik und rapide sinkender Kaufkraft. Berühmte Autostädte wie z.B. Detroit gleichen heute Geisterstädten. Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit in den USA beläuft sich auf 10 Millionen und befindet sich damit auf dem annähernd gleichen Stand wie zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sparvermögen wird von der US-Bevölkerung kaum gebildet. Rücklagen für Notzeiten sind daher nicht vorhanden. Mit kurzsichtigen Börsenspekulationen und einer unseriösen Schuldenwirtschaft läßt sich auf Dauer keine nachhaltige Daseinsvorsorge betreiben. Der Zusammenbruch des hypothekenfinanzierten Immobilienmarktes und der Dollarverfall im Jahre 2007 sind weitere Krisenanzeichen der US-Wirtschaft. Seit Beginn der Hypothekenkrise verloren täglich über 2000 Nordamerikaner ihre Häuser. DER SPIEGEL prophezeite in seiner Ausgabe 30/2008, „auch dieses Jahr werden Millionen Amerikaner ihr Haus verlieren.“ Es entstehen Zeltstädte, in denen die Obdachlosen dahinvegetieren. Ein Anblick, der an die Elendsbilder der Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts gemahnt. Der deutsche Weltreisende Colin Ross hat das Elend im „reichsten Land der Welt“ in seinem Buch „Die westliche Hemisphäre“ (Brockhaus 1942) in dem Kapitel „Armes reiches Amerika“ aus eigener Anschauung beschrieben. „Dank“ der internationalen Verfilzung des Bankensystems sind US-Wirtschaftskrisen zugleich auch globale Weltwirtschaftskrisen. „Und das betrifft vor allem auch die deutschen Finanzinstitute. Sie pumpten Milliarden in riskante Hochzinsprodukte, mit denen US-Banken ihre Ramsch-Hypotheken kunstvoll verpackt weiterreichten - und so das Finanzsystem weltweit infizierten. Jetzt weiß niemand mehr so genau, wie viel die explosiven Kreditpakete noch wert sind und wie viele Milliarden noch abgeschrieben werden müssen“. DER SPIEGEL (49/2007), dem wir obige Meldung entnahmen, berichtet dann in derselben Ausgabe, daß die Auswirkungen der US-Hypothekenkrise nun auch das Herz der deutschen Wirtschaft, den Mittelstand, treffen. „Weil die Banken im Hypothekengeschäft bis zu 400 Milliarden Dollar verlieren, könnten sie gezwungen sein, ihre Kredite um bis zu zwei Billionen Dollar zu kürzen“. Neben Kreditverweigerung bzw. Kreditverteuerung für den Mittelstand wird auch der deutsche Steuerzahler für den spekulativen und globalen Irrsinn eines international verfilzten Bankensystems bluten müssen. DER SPIEGEL schreibt in seiner Ausgabe 5/2008 über den „Kranken Gorilla“ USA: „Die jüngste Finanz- und Bankenkrise, so viel steht heute schon fest, wird die etablierten Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft erschüttern. Verlieren werden vor allem die USA, für deren auf Pump gegründete Konsumökonomie die Zeit endgültig abgelaufen ist.“ Die amerikanische Einwanderungsgesellschaft hat niemals ein Heimatgefühl wie die bodenständigen Völker zu der sie umgebenden Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Die Urwälder und Prärien einschließlich der darin wohnenden Menschen waren für die Einwanderer eine feindliche Umwelt, der man mit Feuer und Colt zu Leibe rückte. Die Abschlachtung von Millionen Büffeln, der Raubbau an den Wäldern und die rücksichtslose Ausbeutung der Bodenschätze zerstörte nicht nur die Lebensgrundlage der einheimischen Indianer, sondern gefährdet heute auch die Lebensgrundlagen der plündernden Einwanderungsgesellschaft. Die USA produzieren den meisten Müll und verbrauchen die meiste Energie in der Welt. Durch den Raubbau am Boden veröden weite Landstriche und wachsen die Wüsten („Desertifikation“). Aufgrund der Reduzierung der Ozonschicht werden in den nächsten 50 Jahren 12 Millionen US-Amerikaner an Hautkrebs erkranken. Ernährungskrankheiten werden neben Fettleibigkeit durch ungesunde Ernährung um sich greifen. Lebensmittelkontrolle ist in den USA ein Fremdwort. „Bedeutende Bestände der weltberühmten Redwoods an der kalifornischen Küste - die Riesenbäume können über 20 000 Jahre alt werden - sind durch ein Spekulationsgeschäft der Wall Street gefährdet. Die New Yorker Brokerfirma Drexel Burnham Lambert hatte durch die Ausgabe hochriskanter Anleihen (’junk bonds’) die Übernahme der alteingesessenen kalifornischen Pacific Lumber Company mit einem 777 Quadratkilometer großen Forstbesitz betrieben. Um die hohen Anleihezinsen finanzieren zu können, lassen die neuen Eigentümer, die Houstoner Maxxam Group, nun weite Flächen kahlschlagen. Umweltschützer, aber auch verantwortungsbewusste Sägewerksbesitzer und Holzfäller fürchten, dass jetzt der fruchtbare Boden vom Regen weggeschwemmt wird.“ (DER SPIEGEL 14.3.1988)
Auch die USA werden aufgrund ihrer imperialen Überdehnung und der damit einhergehenden Überschuldung dem Schicksal des Totrüstens nicht entgehen. So beläuft sich der US-Anteil an den globalen Militärausgaben auf mindestens 50 %. Der geplante Raketenabwehrschirm im All soll die USA unangreifbar machen und damit eine selbstherrliche und ungezügelte Aggressionspolitik in aller Welt ermöglichen. Rüstungsbegrenzungsabkommen werden heute schon von den USA ignoriert. Inwieweit die „Sternenkriegs-Pläne“ aufgrund des technisch-wissenschaftlichen Zustands der USA verwirklicht werden können, steht in den Sternen. Die USA verfügen über eine Armee, deren Angehörige vielfach dem Hefesatz der Einwanderungsgesellschaft entstammen. Fehlende geistige und charakterliche Qualifikationen erklären auch, warum viele US-Militärangehörige die Grundsätze einer zivilisierten Kriegführung ignorieren, indem sie aufgrund mangelnder Beherrschung der modernen Kriegstechnologie keinen Unterschied zwischen Zivil- und Militärzielen machen wollen oder können. Das häufige Versagen sog. „Hochtechnologie-Waffen“ bei „chirurgischen Schlägen“ auf unbotmäßige Staaten läßt entweder auf mangelhafte Technologie bzw. auf fehlerhafte Bedienung schließen. Wo die „Chirurgie“ nicht weiterhilft, muß dann eben mit „massiver Vergeltung“ das Opfer „plattgemacht“ werden. Die Ziviltoten verharmlost und verhöhnt der US-Militarismus als „Kollateralschaden (Nebensache)“. Die USA sind heute nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die letzte verbliebene Kolonialmacht dieser Erde. Die USA beherrschen ihre Einflußgebiete in der Form von „Halbkolonien mit eingeschränkter Souveränität“, mit einer eingeborenen Protektoratsregierung, einem us-hörigen Parteienblock, einem dollar-imperialistischen Finanz- und Wirtschaftssystem und mit der Stationierung von US-Truppen. In diesem Sinne ist z.B. die BRD eine perfekte Halbkolonie, die obendrein auch den größten Teil ihrer Halbsouveränität an internationale Zentralen abgetreten hat. Durch den Legitimationsverlust ihres Feindbildes (die Sow-jetunion als „Reich des Bösen“, die USA als „Reich der Freiheit“) stehen die USA nun selbst und ganz allein als Verkörperung des „häßlichen Amerikaners“ und „Weltfeind Nr.1“ am Pranger der Welt. Viele Staaten, die früher aus Furcht vor dem Kommunismus zähneknirschend die Vormundschaft der USA als das „kleinere Übel“ akzeptierten, reagieren zunehmend empfindlicher auf die Gängelung durch die „Weltführungsmacht“: So wächst in der BRD die Empörung über die - von der NATO verlangte und vom deutschen Steuerzahler finanzierte - Entsendung deutscher Bundeswehreinheiten in die fernsten Weltgegenden, um den US-Aggressionsstreitkräften Militärhilfe bei der Unterjochung von Völkern zu leisten, die den Deutschen nie etwas getan haben, sondern im Gegenteil immer sehr deutschfreundlich gesinnt waren. Heute ist dieser gute Ruf ruiniert. In der Wirtschaft wachsen die Besorgnisse über die rüde Art, mit der die „amerikanischen Freunde“ deutschen Firmen die Geschäfte in sog. „Schurkenstaaten“ verbieten wollen. Die us-amerikanischen Boykottmaßnahmen sollen nicht nur die „Schurkenstaaten“ treffen, sondern auch und vor allem die ungeliebte deutsche bzw. europäische Konkurrenz. Im historischen Gedächtnis der Deutschen sind die Erfahrungen von Leid und Not, die sie durch die USA während und nach zwei Weltkriegen erleiden mußten, tief eingebrannt. In unzähligen deutschen Familien sind selbst heute noch die Schrecken des angloamerikanischen Bombenkrieges gegen Deutschland ein oft erörtertes Thema. Ohne das Eingreifen der USA in den ersten Weltkrieg hätte es nie ein Versailler Diktat gegeben. Infolgedessen hätte es dann keinen Zweiten Weltkrieg gegeben mit dem einzigen Ziel der Aufrechterhaltung der Versailler Sieger- und Ausbeuterordnung über Deutschland. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch Deutschlands, seine imperialistischen Ketten abzuschütteln, wurde ein Besatzungsregime über Deutschland verhängt. Die regierungsamtliche Lobhudelei über die „us-amerikanische Marshall-Plan-Hilfe“ löst bei der Erlebnisgeneration nur ein müdes Lächeln aus. Millionen Deutsche kämpften um ihr Überleben in einem von den USA und ihren englischen Komplizen in die Steinzeit zurückgebombten Land, sofern sie nicht dem Hunger, der Zwangsarbeit, den Galgen, Internierungslagern oder der Auslieferung an die Sowjets zum Opfer fielen. Was durch den Bombenterror nicht zerstört wurde, plünderten und verschleppten alliierte Demontagekolonnen im Rahmen des Morgenthau-Plans. Die stehengebliebenen Reste der deutschen Montanindustrie im Ruhrgebiet wurden einer internationalen Ruhrbehörde unterstellt. Deutschland mußte Kohle zu einen Spottpreis exportieren und dafür US-Kohle zu einem wesentlich höheren Preis importieren. Auch die welthistorisch größte Vertreibung von 20 Millionen Deutschen aus den altpreußischen und osteuropäischen Siedlungsgebieten, die Auslieferung von Hunderttausenden deutscher Kriegsgefangener, die „Repatriierung“ von 5,5 Millionen sowjetischer Kriegsgefangener, Flüchtlinge, Emigranten, aktiven Antikommunisten und Fremdarbeiter in die Todeslager der Sowjetunion, die Teilung des amputierten Restdeutschland in eine US- und eine Sowjetkolonie sowie die Überlassung Osteuropas an die Sowjetunion, wären ohne die gigantischen Rüstungslieferungen und die territorialen Zusagen der USA an die Sowjetunion nicht denkbar gewesen. Aufgrund dieser Vergangenheit existieren noch eine Menge offener Rechnungen zwischen Deutschland, Europa und den USA. Die Kriegsverbrechen der USA an der Zivilbevölkerung und die grausame Bomben- und Besatzungspolitik ihres israelischen Schützlings stoßen auf flammende Proteste und den bewaffneten Widerstand der betroffenen Völker, die sich nicht willenlos ihrem Schicksal ergeben wollen. So verweist DER SPIEGEL (46/2008) auf das überharte Vorgehen der US-Militärs in Afghanistan, die zivile Opfer in Kauf nehmen und die Hinterbliebenen hinterher mit Geld zu „beruhigen“. Im Grunde zeugt dieses Vorgehen der US-Soldateska mit ihrem Beschuß von spielenden Kindern und Hochzeitsgesellschaften in friedlichen Bergdörfern von einer Brutalität, die aus Angst und Feigheit entsteht. Das US-Verhalten wirft übrigens auch ein bezeichnendes Licht auf die Qualität von US-Soldaten, die trotz modernster Technik und Zielerkennung nicht nur fremde Zivilisten, sondern auch eigene und befreundete Truppen beschießen. Man nennt diese „US-Liebesgrüße“ im zynischen NATO-Jargon „friendly fire“ (auf Deutsch „freundliches Feuer“). Die Partisanentätigkeit islamischer Milizen („asymetrische Kriegführung“) verwickelt die USA und ihre ausländischen Hilfstruppen in ein immer größeres Chaos. Während die USA und ihre Satelliten im Irak und in Afghanistan auf schier aussichtslosem Posten stehen, mußten die Israelis im Jahre 2000 und 2006 aufgrund des massiven Widerstandes der Schiitenmilizen den Libanon fluchtartig räumen. Eine weitere Ausdehnung der Aggressionskriege auf den Iran und Pakistan (als angebliche Rückzugs- und Rekrutierungsgebiete des islamischen Widerstands) ist nicht ausgeschlossen, wird aber die Lage der westlichen Invasionsstreitkräfte weiter komplizieren. Das westliche Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung in den annektierten Ländern läßt sich auch nicht mit dem Hinweis auf islamische Selbstmordattentäter rechtfertigen. Ohne die westliche Aggression gäbe es keine von Verzweiflung und Zorn getriebenen Selbstmordattentäter. Diesen Einzelkämpfern, die im Kampf für die nationale Freiheit ihr eigenes Leben opfern, wird von der westlichen Propaganda eine besondere Grausamkeit unterstellt. Im gleichen Atemzug wird das feige Verhalten von alliierten Flugzeugbesatzungen gerechtfertigt, die - ungefährdet aus 10 000 m Höhe - eine wehrlose Zivilbevölkerung bombardieren. Die Situation des westlichen Imperialismus in der islamischen Welt läßt sich am besten mit der von dem israelischen Militärhistoriker Van Creveld entwickelten Formel beschreiben: Der Westen erzielt Siege, ohne zu gewinnen - der Islam erleidet Niederlagen, ohne zu verlieren. In Asien wächst seit Jahren die Wut auf die Währungsattacken internationaler Spekulanten, die von den USA aus operieren und den Schutz Washingtons genießen. Die neue Weltmacht China wird von den USA heute bereits als bedrohliche Konkurrenz eingestuft. Sollte sich das Verhältnis zwischen Volks-China, Taiwan („National-China“) und dem ehemaligen Kriegsgegner Japan entkrampfen, so könnte sich eine asiatische Großraumwirtschaft entwickeln, die sich weitgehend von den USA und dem internationalen Kapital emanzipiert. Die Asiaten - insbesondere Japan - sind dafür berühmt, daß sie die ihnen vom westlichen Imperialismus aufgedrängten Lebensformen zwar übernehmen, ohne sich deshalb vollständig vereinnahmen zu lassen. Nach der gewaltsamen „Marktöffnung“ des selbstgenügsam für sich lebenden Japan durch den US-Admiral Perry im Jahre 1854 wurde Japan gezwungen, seine seit Mitte des 17. Jahrhunderts bewahrte Beschränkung auf den Insel-Stammraum aufzugeben und der drohenden Gefahr, zum Ausbeutungsland der westlichen Kolonialmächte zu werden, dadurch zu begegnen, daß es selbst die wirtschaftlich-industriellen Werkzeuge des Westens beherrschen lernte. Japan wurde auf diesem Wege zu einer ernsthaften Konkurrenz des westlichen Imperialismus im pazifischen Raum. Die Südamerikaner waren schon immer wütende Gegner der „Gringos“ bzw. der „Yankees“. Der gesamte südamerikanische Kontinent befindet sich gegenwärtig auf dem Marsch zu einer neuen unabhängigen Staats- und Wirtschaftsgemeinschaft unter der Führung linksnationaler Volksführer. Neben Cubas nationalkommunistischem Castro gelten noch heute die Volksführer der Vierziger Jahre Peron (Argentinien) und Vargas (Brasilien) als Vorkämpfer eines südamerikanischen Volkssozialismus und Antiimperialismus. IWF, Weltbank und die globalen Konzerne schüren Armut und den sozialen Protest in aller Welt. Ungeniert plündert die monopolkapitalistische Finanzoligarchie die Weltwirtschaft aus. Während sich das Gold in den Banktresoren der Wallstreet sammelt, versinken viele Teile der Dritten Welt im Elend. Auch die Industriestaaten der Ersten Welt erleben einen rapiden sozialen Abstieg. Sie gleichen Luxusdampfern, in deren obersten Etagen die Sektkorken knallen, während bereits in den tiefer gelegenen Kabinen den 3.-Klasse-Passagieren das Wasser bis zum Hals steht. Unter dem Deckmantel des „Kampfes gegen den Terrorismus“ verwandeln sich die USA zunehmend in einen Polizei- und Überwachungsstaat. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden Gesetze (z.B. „Patriot Act“) vom Kongreß verabschiedet, die den Spielraum von Geheimdienst und Militär auch für innenpolitische Einsätze erweitern. Milliarden Dollar fließen in ein neu geschaffenes Ministerium für Nationale Sicherheit („Heimatschutzministerium“). Ein neu gebildetes „Citizen-Corps“ verpflichtet Postboten, Müllmänner, Busfahrer und Mitarbeiter der Versorgungsunternehmen zum Ausspionieren der Haushalte. Für dieses „Bürgerheer von Schnüfflern“ stellte Präsident Bush 2002 allein 560 Millionen Dollar zur Verfügung. Bei diesem Horror-Szenario handelt es sich um eine der Globalisierung und weniger dem Terrorismus geschuldete polizeistaatliche Entwicklung des „Großen Bruders“, die vom „kleinen Bruder BRD“ nachgeahmt wird. Die gegen den Verfassungsgrundsatz der „Unverletzlichkeit des Post- und Fernmeldegeheimnisses“ verstoßende elektronische Überwachung aller Bürger durch Speicherung ihrer Telefon- und Internet-Daten verwandelt die BRD in ein elektronisches Gefängnis. Der „freiheitlichste Staat aller Zeiten“ stellt die Gesamtheit seiner Bürger unter Generalverdacht und macht sie zu ausgespähten Opfern eines gigantischen Lauschangriffs. Datenverarbeitungsprogramme, die aus den USA kommen, sind von den entsprechenden Firmen in Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst entwickelt worden. Sie erleichtern die Ausspähung des Internet-Nutzers („Profilerstellung“) und können auch „unerwünschte Daten“ vom Rechner entfernen, ohne daß dabei die übrigen Informationsbestände beschädigt werden. Die Globalisierung erzeugt auch in den „reichen Industriestaaten“ ein soziales Unruhe- und Protestpotential, das den Herrschenden Angst macht. Anstatt mit der sozialen Waffe des nationalen Protektionismus die Bevölkerung vor den ruinösen Folgen der Globalisierung zu schützen, greifen sie zu den Waffen von Polizei und Militär, um die Globalisierungsnutznießer vor der unaufhaltsam wachsenden Volkswut der „Globalisierungsverlierer“ zu schützen. Die USA sind ein „Koloß auf tönernen Füßen“. Die „Heimatfront“ zerbröselt. Auch an den USA wird sich das Urteil der Geschichte vollziehen: Es gibt keine ewigen Imperien. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Imperien kommen und gehen - die Völker bleiben bestehen. US-Imperialismus und Globalismus sind nur Etappen der Weltgeschichte, die noch lange nicht ihr Ende gefunden hat. Die Verfallszeit von Imperien wird immer kürzer. Denken wir nur an das verflossene englische Weltreich und an die implodierte Sowjetunion. Von einer wirklich weltbeherrschenden Hegemonie der USA kann eigentlich nur für das Jahrzehnt nach 1990 (Implosion der Sowjetunion) geredet werden. In früheren Jahrzehnten wurde dieser Hegemonieanspruch immer von starken europäischen und asiatischen Konkurrenten ernsthaft bedroht. Auch heute tauchen wieder neu erstarkte Konkurrenten auf: China, Russland und Indien. Die islamische Welt leistet erheblichen Widerstand gegen den us-raelischen Imperialismus. Und wie bereits erwähnt: Nahezu der gesamte südamerikanische Kontinent vor der Haustür der USA geht seinen eigenständigen Weg zu einem nationalistischen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. ENDE DES AMERIKANISCHEN ALPTRAUMS Finanzkrise schwächt USA und stärkt Renationalisierung Nach Fertigstellung des Manuskripts über den US-Imperialismus im Oktober 2008 erfolgte im gleichen Monat der Zusammenbruch des nordamerikanischen Finanzmarktes mit katastrophalen Folgen für die Realwirtschaft in den USA und der übrigen Welt. Immobilienkredite im Gesamtwert von über 11 Billionen Dollar - soviel wie das us-amerikanische Bruttoinlandsprodukt - können von Millionen Kreditnehmern nicht mehr zurückgezahlt werden. Banken, Hedgefonds, sogar die Investmentbank Lehman Brothers, Autoindustrie und Zulieferer ertranken in den Strudeln eines finanzkapitalistischen Tsunami. Aufgrund der Deregulierung nationalstaatlicher Kontrollmechanismen, der globalen Verkuppelung aller Wirtschaftsräume und einer verantwortungslosen Finanzpolitik der US-Marionetten in vielen Ländern dieser Erde wurde die US-Krise zum Auslöser einer Weltwirtschaftskrise wie im Jahre 1929 („Grand Depression“). Es ist im Grunde egal, ob die kapitalistische Weltkrise eine Hypothekenkrise, eine Immobilienkrise, eine Kreditkartenkrise oder eine Aktien- oder sonstige Schrottpapierkrise ist: Sie ist in jedem Falle eine tiefgreifende Systemkrise und beruht auf einer irrwitzigen Schuldenmacherei, einer geisteskranken Profitgier und dem größenwahnsinnigen Anspruch der USA, ihr mammonistisches „Bankster“-System der ganzen Welt als „Globalisierung“ aufzuzwingen. Das us-amerikanische Jahrhundertprojekt, die ganze Welt in ein globales Spielkasino zu verwandeln, ist gescheitert. Und mit ihr der Globalisierungswahnsinn. Der Zusammenbruch des internationalen Kapitalismus ist vergleichbar mit dem Untergang des Sowjetsystems. Die unmittelbare innenpolitische Folge der Weltwirtschaftskrise, ist die zunehmende Renationalisierung der Volkswirtschaften. Dazu gehört die Reaktivierung des Nationalstaates als volkswirtschaftliche Kontroll- und Steuerungsinstanz einschließlich der Nationalisierung des Bankensystems durch Entflechtung ihrer internationalen Verfilzungen und Entmachtung der herrschenden Finanzkreise. Die außenpolitische Folge der wirtschaftlichen Selbstzerstörung der USA ist die Besinnung der Völker und Staaten auf eine multipolare Welt ohne Weltzentralen und Imperialismus. Die Klapperschlange beißt um sich Natürlich müssen wir davon ausgehen, daß die internationale Hochfinanz nicht kampflos abtritt. Wie eine getroffene Klapperschlange beißt sie wütend um sich. Bereits heute basteln die USA und ihre Vasallen an einer sog. Neuen Globalen Finanzarchitektur mit dem IWF als globaler Aufsicht an der Spitze. Damit wird der Vampir zum Leiter einer Blutbank ernannt und die Mitverantwortlichen für die weltweite Finanzkrise an die Spitze einer finanzkapitalistischen Weltdiktatur gehievt. Ziel ist die nunmehr „geordnete“ Ausbeutung der Völker. Sie soll an die Stelle einer ungeordneten und anarchischen Ausbeutung treten, die in ihrer Unberechenbarkeit auch die Hochfinanz zum Opfer der Globalisierung machen könnte. Nachdem die Banken die milliardenschweren staatlichen Rettungspakete abgegriffen haben, geht das Börsenspiel munter weiter. Aktionäre und Bankbosse leiten ungerührt ungezählte Steuermilliarden an Dollars und Euros als „Prämien“ und „Erfolgsbeteiligungen“ in die eigene Tasche. Anfang 2009 verteilten die Wallstreetbanken an ihre „Bankster“ ca. 18 Mrd. Dollar. Die Krise bewirkt eine Umverteilung der Vermögen der kleinen Leute (Hausbesitzer, Kleinaktionäre, Rentner, Steuerzahler) in die Hände eines sich immer mehr konzentrierenden Monopolkapitals. Die beispiellose Frechheit dem Volke gegenüber besteht in der Freigebigkeit der Politiker, den Zockern des Bankenkapitals mit Milliarden von Steuergeldern unter die gierigen Arme zu greifen. Steuergelder, die für die notwendigen Reparaturmaßnahmen einer verrotteten Infrastruktur, für Krankenhäuser und die anständige Bezahlung des öffentlichen Dienstes aus Gründen der „Haushaltskonsolidierung“ nicht zur Verfügung stehen. „Trotz der tiefen Risse im Fundament bleibt das globale Finanz-Casino (für die „Global player“ d. V.) weiterhin geöffnet. ’Der Wahnsinn gibt den Ton an, und Bargeld ist König’, erklärte ein Analyst vor gut zwei Wochen bei einer Branchenkonferenz in New York und brachte die Anwesenden in Wallung. Heißblütig wurde darauf ‚gewettet, daß die Europäische Zentralbank ernste Fehler macht’ oder in Ungarn und der Ukraine Schuldenmoratorien nur noch eine Frage der Zeit sind’, heißt es im Konferenzprotokoll. Während die Welt verzweifelt den Totalzusammenbruch des Finanzsystems abzuwenden versuchte, nutzten die Spekulanten in den vergangenen Wochen die Kapitalflucht aus den Schwellenländern, um die nächste Pokerpartie zu beginnen. Diesmal wetteten sie nicht auf den Ruin von Banken, sondern kompletter Staaten.“ (DER SPIEGEL 46/2008) Nach der Überwindung des ersten Schocks keifen die Globalisierungsbefürworter schon wieder gegen nachdenkliche Politiker, die durch Verstaatlichung der Banken und scharfe Kontrollen der „Bankster“ die „Gefahr einer Renationalisierung heraufbeschwören“. Die Globalisierungsbankrotteure verhöhnen die staatlichen Banken, Gemeinden und Versicherungen wegen ihrer Verstrickung in die von der Hochfinanz und ihren politischen Agenten aufgestellten Finanzfallen. Das eigentliche Problem sind aber nicht die unverzichtbaren staatlichen Einrichtungen, sondern hochfinanzhörige Parteipolitiker, die in den Aufsichtsgremien ihren administrativen Pflichten nicht nachkamen bzw. durch Deregulierung und Privatisierung der Finanzmärkte die staatlichen Einrichtungen in die Spekulation hetzten bzw. zur Unwirksamkeit verdammten. „Die amerikanische Börsenaufsicht SEC wurde im Laufe der Jahre immer weiter reduziert… Verantwortlich für diese Personalkürzungen war das Office of Management and Budget. Dieses Office strich die Zahl der Aufsichtsbeamten genau in der Phase zusammen, in der Goldman Sachs unter seinem damaligen Chef Henry Paulson, dem heutigen Finanzminister der USA, in großem Stil das Geschäft mit den ’Verbriefungen’ an der Wallstreet betrieb. Und der Direktor des Office war Joshua Bolten - ein ehemaliger Angestellter von Goldmann Sachs.“ (DER SPIEGEL 47/2008) Die jetzigen Parteipolitiker sind zwar in der Lage, den Banken mit ungezählten Steuermilliarden unter die fetten Arme zu greifen, weigern sich aber bis heute, den Banken strenge Auflagen zu machen. Die Liberalisierung der Finanzmärkte mit ihren Hedgefonds, Schrottanleihen und Leerverkäufen bleibt weitestgehend unangetastet. In einem Brief des Internationalen Großbankenverbandes IWF an US-Präsident Bush als Gastgeber des Weltfinanzgipfels, der am 15. November 2008 in Washington stattfinden soll, stellt die Hochfinanz bereits wieder freche und unverschämte Forderungen an die Politik: Ihre Vertreter warnen vor einer Überregulierung der Finanzbranche und einer zu starken Zentralisierung der Aufsicht. Ferner fordern sie Ausstiegsstrategien für den Staat aus den Banken, sobald dies die Umstände erlauben. Die eingeleiteten Notmaßnahmen dürften nicht in eine dauerhaft größere Rolle des öffentlichen Sektors im internationalen Finanzsystem münden. (siehe TAGESSPIEGEL 11.10.2008) Nicht wenige internationale Konferenzen werden zwecks angeblicher Regelung der internationalen Finanzmärkte einberufen werden. Fest steht jedenfalls, daß sich am heutigen Weltfinanzsystem nichts Wesentliches ändern wird. Dafür sorgen schon die USA und England als Vasallen der Hochfinanz, die jeden noch so bescheidenen internationalen Regulierungsversuch als „Einschränkung der freien Märkte“ bis jetzt abgeblockt haben und weiter abblocken werden. Auch 1933 scheiterten alle internationalen Konferenzen, die Wege aus der damaligen Weltwirtschaftskrise finden wollten. Im Endergebnis griffen die Staaten zur Selbsthilfe, schotteten sich vom krisengeschüttelten Weltmarkt ab und suchten erfolgreich ihr Heil im nationalen Protektionismus. Der internationale Kapitalismus läßt sich nur dadurch stoppen, daß man ihm nationale Grenzen setzt und die Tür der heimischen Wirtschaft vor seiner Nase zuschlägt. Unter den Bedingungen einer weiterhin selbstherrlich regierenden Hochfinanz und den offenen Grenzen einer globalisierten Weltwirtschaft sind die von den Regierungen allerorten verkündeten Konjunkturprogramme zur Abwendung der Weltwirtschaftskrise nur Verschuldungsprogramme, die den Banken nützen, aber in einer „weltoffenen Wirtschaft“ wirkungslos verpuffen müssen. Ein Raum läßt sich nur dann beheizen, wenn man vorher Fenster und Türen schließt. Solange der Nationalstaat nicht wieder als volkswirtschaftliche Kontroll- und Planungsinstanz reaktiviert wird, der die offenen Grenzen schließt, die nomadisierenden Geld-, Waren- und Menschenströme eindämmt und das selbstherrliche Finanzkapital an die nationale Kette legt, wird die aus frecher Geldgier gespeiste Katastrophenpolitik der vaterlandslosen Geldhändler weiterhin die Völker in Not und Elend stürzen. Die frei herumlaufende kapitalistische Bank- und Börsenbestie läßt sich nicht unter den Bedingungen der freien globalen Wildbahn mithilfe korrupter und undurchschaubarer „internationaler Institutionen“ zähmen. Man muß sie aushungern, indem man ihr die bisher frei zugänglichen Weidegründe versperrt. Das bedeutet konkret die Zerstörung der internationalen Existenzbedingungen des nomadisierenden Kapitals durch die nationalstaatliche Beschränkung des Bankensystems auf die Finanzierung der heimischen Produktivkräfte und die Ersetzung der nomadischen Bewegungsfreiheit internationaler Geldhändler durch ein vernünftiges Austauschverhältnis zwischen den schaffenden Völkern. Die Krise des Kapitalismus ist nicht nur eine Krise der Institutionen, sondern sie ist vor allem eine geistige Krise. Die Überwindung der kapitalistischen Institutionen ist nur Stückwerk, wenn nicht auch der internationale Ungeist des kapitalistischen Händlertums durch eine nationale Kulturrevolution überwunden wird. Die kommerzialistischen Unwerte des Nomadentums (Weltbürgertum, Bewegungsfreiheit, Handel und Wandel) müssen durch die kulturbildenden Werte der Seßhaftigkeit (Volksgemeinschaft, Bodenständigkeit, produktive Arbeit) ersetzt werden. Die Parole sollte daher lauten: Raus aus der Wüste des Kapitalismus, in der die Einzelnen wie Sandkörner vom Wind der Konjunkturen hin- und hergeweht werden! Zurück zu den Wurzeln der Heimat, die dem Menschen Halt und Sicherheit in einer vertrauten Gemeinschaft verleihen. Ein hysterischer Wahlkarneval (organisiert vom „Politikberater“ David Axelrod, finanziert u. a. vom Großspekulanten Soros und kontrolliert vom einstigen Präsidentenberater Z. Brzezinski) mit einer umfassenden Mobilisierung schwarzer Wählerschichten in den USA hievte 2008 den Demokraten Obama ins Präsidentenamt. Mit vollmundigen Versprechungen im medienwirksamen Stil Roosevelts präsentiert er sich als Wundermann und Krisenmanager. Allerdings ist es auch seinem Vorbild Roosevelt 1933 nicht gelungen, die Folgen der Weltwirtschaftskrise für die USA zu beseitigen. Es blieb bei einigen Schönheitsoperationen am fauligen Leib des Kapitalismus. Erst die Ankurbelung des Rüstungsexports nach Frankreich, England und in die Sowjetunion vor und während des 2. Weltkrieges verschaffte dem bankrotten US-Kapitalismus eine Atempause durch die Kriegskonjunktur. Das Deutsche Reich war zu jener Zeit das einzige Land auf der Erde, das die Weltwirtschaftskrise durch eine nationalprotektionistische Politik der Binnenmarktankurbelung restlos überwunden hatte. Diese damals gefährlichste, weil erfolgreichste, gesellschaftspolitische Herausforderung für die US-Plutokratie veranlaßte Roosevelt zur Flucht aus der Krise in den Krieg. Konservative Amerikaner, wie der ehemalige Präsidentenberater und Präsidentenbewerber Pat Buchanan aus dem Kreis um die Zeitschrift „The American Conservative“, warnen vor den Schaumschlägereien des Mr. Obama. Auch er sei fest eingebunden in ein Korsett von Lobbys und pro-israelischen Beratern (u .a. hat Obama den „Neokonservativen“ Dennis Ross zu seinem Chefberater für den Nahen und Mittleren Osten auserwählt, sein zukünftiger „Stabschef“ wird Rahm Emanuel, israelischer Staatsbürger und ehemaliger Angehöriger der israelischen Armee). Diese Kräfte werden seinen politischen Spielraum nicht nur begrenzen, sondern auch vorgeben. Übrigens wurde der republikanische Kandidat für das Präsidentenamt, John McCain, von den gleichen „doppeltloyalen“ Kräften gelenkt. Der von ihm auserwählte außenpolitische Chefberater Randy Scheunemann stammt ebenfalls aus israelnahen „neokonservativen“ Zirkeln und Winkeln.
Die sog. Altkonservativen stehen im scharfen Gegensatz zu den zionistisch und proisraelisch orientierten „Neokonservativen“, die als einstige Trotzkisten auch die Politik des Präsidenten Bush bestimmten. Die wahren amerikanischen Konservativen haben erkannt, daß der Feind im eigenen Land steht. Einen größeren Einfluß werden sie aber erst dann gewinnen, wenn sie als Vertreter eines sozialkonservativen Antikapitalismus von Rechts die soziale Frage thematisieren, um sie nicht den demokratischen „New-Deal-Sozialdemagogen“ zu überlassen. Solange sie aber noch diverse liberale Hypotheken mit sich herumschleppen (Staatsfeindlichkeit und die Gleichsetzung von Sozialismus mit Kommunismus) werden sie den für Amerika und die Welt notwendigen Wandel durch die populistische Massenmobilisierung der Millionen aus ihren Häusern Vertriebenen und allen übrigen Enteigneten und Arbeitslosen nicht herbeiführen können. Vor allem dürfen wir niemals vergessen, daß alle 44 US-Präsidenten, egal ob Demokraten oder Republikaner, stets für die Kontinuität des US-Imperialismus standen. Ein Machtwechsel in den USA bedeutet noch lange keinen Politikwechsel. Mit Sicherheit wird Obama die Lasten des US-Inperialismus auf die Schultern seiner Satelliten verlagern. Der Jubel eines amerikaverblendeten linksliberalen Europas über den neuen „Messias“ und „Weltpräsidenten“ wird bald einem massiven Katzenjammer weichen. Die US-Plutokratie hat es bis heute stets verstanden, ihre Macht aus einer Hand in die andere zu verlagern, ohne sie aus der Hand zu geben. Der zukünftige Präsident Obama steht für keinen Neuanfang, sondern lediglich für eine Umgruppierung der imperialistischen Kräfte in den USA. Die Marionetten wurden ausgetauscht - die Drahtzieher bleiben dieselben. Den Spielraum des zukünftigen amerikanischen Präsidenten bestimmen allerdings nicht nur die inneramerikanischen Lobbyisten, sondern vor allem auch die Völker der Welt, die angesichts des wankenden Golems USA immer mehr außenpolitisches Selbstbewußtsein entwickeln und angesichts der liberalkapitalistischen Weltwirtschaftskrise die Vorzüge des eigenen nationalen Wirtschaftsraums gegenüber den Nachteilen der weltwirtschaftlichen Verflechtung wieder entdecken. So werden Rußland und China in Zukunft ihren Handel nur noch in ihren nationalen Währungen abwickeln. Argentinien und Brasilien haben sich ebenfalls darauf geeinigt, ihren Warenaustausch in eigenen Landeswährungen durchzuführen. Der venezolanische Staatschef Chavez wird ohne Zögern die Banken des Landes enteignen, sollte die Finanzkrise auch die Geldinstitute in Venezuela in Schwierigkeiten bringen. „Schon jetzt ist absehbar, dass das Ausland in Zukunft weitaus weniger bereit sein wird, US-Schatzbriefe zu kaufen und damit Washingtons Defizite zu finanzieren. Die Amerikaner werden selbst für ihren aufgeblähten Militärapparat und ihre Kriege aufkommen müssen, was bei einer zum Sparen verurteilten Bevölkerung nur schwer durchzusetzen sein wird. Wir sind Zeugen einer historischen geopolitischen Wende, die das Ende der US-Hegemonie einläutet.“ („Ende der Hegemonie“ von Rainer Rupp, JUNGE WELT 1.10.2008) „Die Bankenkrise erschüttert die amerikanische Vorherrschaft auf den Finanzmärkten und in der Weltpolitik. Die Industrieländer schlittern in eine Rezession, die Ära des Turbokapitalismus geht zu Ende, die militärische Macht der USA schwindet. Die Welt steht vor einer Neuordnung.“ (DER SPIEGEL 40/ 2008) Die Wirtschaftskrise wird alle bereits aufgetürmten Probleme in den USA noch weiter verschärfen. Die USA wären daher gut beraten, wenn sie weniger Chaos in die Welt exportierten, sondern sich endlich um ihre Hausaufgaben kümmerten und Ordnung im eigenen Hause schaffen würden. Die Völker der Welt brauchen kein liberalkapitalistisches „Weltmodell“, das nicht einmal in den USA selbst im Interesse der Menschen funktioniert. Das globale Handels- und Finanzsystem steht vor der Selbstzerstörung. Den Völkern ist die Aufgabe gestellt, durch nationale Abschottung die Globalisierung weiter zu zerstören, bevor sie die Völker zerstört. Dem US-Imperialismus sei daher folgendes ins Schuldbuch geschrieben: „Die Völker der Erde brauchen keine Globalisierung, keine multinationalen Konzerne, keinen ungehinderten Geld- und Warenfluss - den brauchen nur die Profiteure dieses Konstrukts. Die Menschen brauchen eine raumorientierte Volkswirtschaft, die sich an den natürlichen Bedingungen der einzelnen Länder und den Bedürfnissen der einzelnen Völker ausrichtet. Das Geld sollte lediglich den Handel zwischen den Produzenten und Konsumenten erleichtern und nicht selbst zum Handelsobjekt werden. Wie kann es sein, dass die geltenden Gesetze Spekulationen mit Volksvermögen zulassen? Für Spieler gibt es Spielbanken und Casinos, in einer Bank haben diese nichts verloren.“ (Leserbrief an den SPIEGEL 44/2008) „Weltpolitisch kann die Krise des Amerikanismus und die Enttäuschung, die unmittelbar dem Weltherrschaftstraum folgen muß, nur bedeuten: Neubeginn bei Monroe. Dann aber nicht mehr in dem Sinn, daß Amerika selbstherrlich bestimmt, was ’Westliche Hemisphäre’ ist, sondern daß die Anerkennung der Lebensräume und der Souveränität der übrigen Erdteile und Machtzentren ebenso erfolgt, wie diese zweifellos bereit sein werden - sie waren es immer - den amerikanischen Lebensraum und die Sonderrechte der Vereinigten Staaten darin anzuerkennen… Wir haben schon bei der Entstehung der Monroe-Doktrin gezeigt, daß die ursprünglich darin entwickelten großräumigen regionalen Ideen der Notwendigkeit einer neuen Weltordnung unserer Zeit am nächsten kommen.“ („Der maßlose Kontinent“ von Giselher Wirsing, Eugen Diederichs Verlag Jena 1942) ![]() |