Skandale, Skandale, Skandale
von Thomas Brehl


Thomas Brehl Nachdem sich die Aufregung über die "Totenkopfverbände" der Bundeswehr tagelang nicht legte, wird kurz vor dem Abebben dieses "ungeheuerlichen Skandals" schnell mal ein neuer nachgelegt.

Nun sind es aber keine Totenköpfe, die die Hauptrolle spielen, nein es ist das optisch sehr ansprechende Symbol des Deutschen Afrikakorps, das in die Schlagzeilen gerät.

Soeben (01.11.2006, 13.15 Uhr) vermeldet das ZDF, daß ausgerechnet die "Elitetruppe" der Bundeswehr, das "KSK" mit dem Wehrmachtssymbol auf Auslandseinsätzen unterwegs war. Die Soldaten hätten das "chic" gefunden, läßt uns der "stern" in seiner morgigen Ausgabe wissen und offenbar haben die Kameraden auch einen ganz hintergründigen Humor entwickelt, malten sie doch das Palmen-Emblem des Afrika-Korps ausgerechnet auf die Seitentüre eines "Wolf-Geländewagens" und Eingeweihte wissen natürlich nur allzu gut, wessen Spitzname "Wolf" gewesen ist. Die Wolfsschanze läßt schon mal grüßen...

Warten wir mal ab, wie sich dieser neuerliche Skandal nun entwickelt, vielleicht fordern ja linke Gutmenschen jetzt die Abschaffung des "KSK"? Gefährliche Palme Weil eine Elitetruppe sich halt gerne historische Vorbilder wählt und die tapfersten Soldaten, die die Weltgeschichte kennt, nunmal Deutsche gewesen sind, ist es ja kein Wunder, wenn sich dieses "Kommando Spezialkräfte" auch deutscher Symbolik bedient. So manchen Linken wird sicher diese Palme auf die Palme bringen und Palmen scheinen ja auch per se eine neonazistische Ausrichtung zu besitzen, sondern sie doch ständig gefährliche braune Wurfgeschosse ab und so mancher Berufsantifaschist benimmt sich denn auch so, als seien ihm bereits in frühester Jugend einige dieser Kokosnüsse auf die Rübe gfallen.

Sollte aber auch dieser "Skandal" wieder abebben, dann sollte schon mal überlegt werden, wie man dieses antideutsche Feuer am Brennen halten kann. Vielleicht hat sich ja irgendwo ein deutscher Soldat beim Schanzen einen Spaten vor die Brust gehalten, um mit diesem "Spatengriff" den unseligen Reichsarbeitsdienst zu glorifizieren? Na, ja irgendwas wird sich schon finden, BILD-Reporter z.B. sind da ja sehr erfinderisch und hätte es diese "meinungsbildende Gazette" schon im Jahre 1933 gegeben, so hätte sie zum 30. Januar vermutlich getitelt: "Prima, Adolf! Du warst klasse!"

Quelle: www.stern.de

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