Die Querfront marschiert ...!

von Thomas Brehl


Hätte mir vor einigen Jahren jemand erzählt, daß ich als bekennender Nationalrevolutionär einen Text kommunistischen Ursprungs nicht nur für gut heißen, sondern sogar für seine Weiterverbreitung sorgen würde, ich hätte nicht gezögert, ihn für verrückt zu erklären.

Sofern sich mit der kommunistischen Ideologie Forderungen wie die "Weltrevolution", die Auflösung der Nationalstaaten oder der Kampf gegen die nationale Selbstbestimmung meines Volkes und Landes verbinden oder gar die heute betriebene Überfremdungspolitik gutgeheißen wird, bin ich dieser politische Idee so fern wie eh und jeh.

Wenn aber politische Revolutionäre, Idealisten wie ich, ihre Meinung zu der gewaltigen Bedrohung, die von US-Amerika ausgeht, kundtun und deckt sich diese Meinung mit meinen eigenen Auffassungen, dann trete ich für deren Verbreitung ein, auch wenn die Urheber dem Namen nach Kommunisten sind.

Noch spannender wird die Sachlage, wenn diese Kommunisten nicht aus Libyen, Kuba oder auch Nordkorea stammen, sondern aus "god's own country", also aus den USA selber. Es wäre doch für einen wahren Revolutionär pflichtvergessen, hier die Gemeinsamkeiten zu ignorieren und damit die Chancen zu verspielen, die sich aus solch einer Manifestation amerikanischer Revolutionäre ergeben könnten.

Erst der Versuch im Rahmen einer "Querfrontstrategie" mit Angehörigen des sog. "linken Lagers" ins Gespräch und vielleicht sogar zu einer Zusammenarbeit zu kommen, lehrte mich die Dinge weniger dogmatisch, als vielmehr pragmatisch zu sehen. Richtig ist für mich heute, was dem Überleben meines Volkes nützt, Kampfgefährte ist jeder, der sich für den Erhalt unsres Lebensraumes auf der Basis des Bekenntnisses zu Volk und Heimat einsetzt.

Mittlerweile ist in Deutschland im Rahmen der revolutionären Arbeit des Kampfbundes Deutscher Sozialisten eine solche Zusammenarbeit möglich geworden und es gibt keinen vernünftigen Grund, ein solches Bündnis nicht auch international anzustreben. Schon das Reich unterstützte den Befreiungsnationalismus anderer Völker und der Nationale Widerstand unserer Tage bekennt sich bis auf wenige Ausnahmen unmißverständlich zu dieser revolutionären Tradition.

Welch ungeahnte Chancen ergäben sich aus einer erfolgreichen nationalrevolutionären Bewegung in den Vereinigten Staaten?! Welcher Schlag für Imperialismus, Globalisierung und internationale Hochfinanz?! Wir werden auch hier nicht abseits stehen und schon heute im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten auch auf internationalem Parkett revolutionäre Kontakte und Aktionsbündnisse anstreben. Daß das auch einer kleinen, aber effektiv und zielgerichtet arbeitenden Gruppe durchaus gelingen kann, haben wir bereits durch unsere hervorragenden Kontakte zum Irak Saddam Husseins unter Beweis gestellt, bevor dieser zu einem weiteren Opfer US-amerikanischer Aggression wurde.

In diesem Sinne:
Gegen Imperialismus, Globalismus und Hochfinanz!
Für die Freiheit aller Völker!




Stellungnahme der Revolutionären Kommunistischen Partei (USA)

DER SCHRECKEN, DER VON EINEM
SCHRECKLICHEN SYSTEM ERZEUGT WIRD

11.September 2001. USA. Schock. Berge aus Stahl und Beton stürzen und krachen zusammen. Verluste. In einem Augenblick - wurden viele Leben zerstört. Suche nach denen, die einem nahe waren; begraben unter Trümmerbergen. Schrecken aus dem Himmel.

Eine dunkelhäutige Frau steht an der vom Roten Kreuz aufgestellten Absperrung und hält ein Bild ihres vermißten Ehemannes fest. Ihre Augen suchen die Szene ab, als ob er zurückkehren würde, wenn sie nur lange genug nach ihm gucken würde. Ein junger Mann mit blauen Augen wartet nervös auf Neuigkeiten über seine Geliebte. Hoffnungen verwandeln sich in die Einsicht, dass Partner, Freunde und Kollegen für immer verloren sind. Dem Leben entrissen durch einen Konflikt, der sich brutal aus dem Himmel in das tägliche Leben gedrängt hat.

Augenblicklich erinnert uns New York City an Bagdad, Belgrad, Sudan, die Westbank, Vietnam, Panama, Indonesien, Hiroshima, Vieques in Puerto Rico.

Bilder überschwemmen unser Bewußtsein. Mütter, die mit ihren Kindern durch die Straßen von Bagdad rennen, als die US-Bomben wie Regen vom Himmel fallen, irakische Frauen, die zusehen müssen. wie ihre Kinder sterben, weil durch US-Bomben und Sanktionen absichtlich das Wasser vergiftet wurde, das sie zum Leben brauchen. Familien, die die Särge ihrer Söhne tragen, die in der Westbank von Raketen; made-in-USA, getötet wurden. Arbeiter einer Arzneimittel-Fabrik im Sudan, die den Schutt durchsuchen, den die US-Marschflugkörper zurückgelassen haben. Gedränge in Belgrad, um sich vor den US-Bombenangriffen in Sicherheit zu bringen. Das Stadion in Chile, wo Tausende Geliebte, Söhne und Töchter liegen - für immer zum Schweigen gebracht durch einen Putsch, made in Washington. Der Horror, der einem die Luft nimmt, als die Erschießungskommandos der indonesischen Armee mit vom CIA erstellten Listen politischer Gegner in der Tasche, Hunderttausende niedermetzeln, deren Leichen sie in die Flüsse werfen.

Hiroshima, Vietnam, Bagdad. Der Krieg ist heimgekehrt. Auch wenn das World Trade Center und das Pentagon Symbole der wirtschaftlichen und militärischen Macht des US-Imperialismus sind, Tatsache ist: Als Folge davon wurden viele unschuldige Menschen dort getötet.

Und wer ist dafür verantwortlich? Wer hat die Massen in den USA solch einer Gefahr ausgesetzt?

Die Machtinhaber in den USA zeigen mit dem Finger auf den Nahen Osten. Aber die Antwort liegt in den USA selbst. Diese Imperialisten - die unzählige Verbrechen verübt haben und die die Menschen der Welt durch ihre erbarmungslose weltweite Ausbeutung und ihre militärischen Aktionen mit verheerenden Auswirkungen überschüttetet haben - haben eine Situation geschaffen, in der Millionen von Menschen überall auf der Welt die Regierung der Vereinigten Staaten hassen.

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Seit sich die Staubwolke vor unseren Augen gelichtet hat, sehen sich die Menschen des mächtigsten Landes der Welt als Geiseln der unausweichlichen Auswirkungen der Aktionen dieser US Machtinhaber und ihrer blutigen Militärmaschinerie. Jetzt haben diese kaltherzigen Imperialisten, zusätzlich zu dem Grauen, das sie über die Menschen überall auf der Welt gebracht haben - Grauen, die die Tränen in New York und Washington um ein tausendfaches übersteigen - dieselbe Art von Verwüstung im Herzen ihrer eigenen Bestie hervorgerufen.

Und jetzt fordern sie die Menschen auf, ihre Vergeltung zu unterstützen. Sie reden von Krieg und Gerechtigkeit. Nein.

Diese hegemonialen Herrscher haben nicht das Recht auf ihrem Kriegspfad weiterzumarschieren. Sie sind die Ursache von soviel Schmerz und Leid überall auf der Welt. Und ihre jetzigen Vorbereitungen auf Krieg und militärische Aktionen - gegen bis jetzt noch nicht genannte Länder und Ziele - müssen aktiv bekämpft werden.

Durch den Schock suchen wir die Wahrheit: Weltweite Ausbeuter und Massenmörder haben kein Recht auf Vergeltung Lind sie können nur mehr- Zerstörung und Ungerechtigkeit erzeugen. Sich ihnen anzuschließen, Schutz bei ihnen zu suchen, wird sie nur ermutigen noch mehr Verbrechen gegen die Menschen auf unserem Planeten zu verüben.

Sie zeigen uns Bilder von arabischen Jugendlichen, die in Straßen der besetzten Gebiete jubeln, und wollen, dass wir entsetzt sind und Rache fordern. Aber wir müssen fragen; worum Menschen im Nahen Osten und in anderen Teilen der Weit die Ereignisse vom 11.September feiern: Sie tun es nicht, weil Unschuldige getötet wurden, sondern weil eine arrogante Macht, die mit ihren Morden immer davongekommen ist und mit ihrer Unbesiegbarkeit geprahlt hat, sich verwundbar gezeigt hat.

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Die Herrschenden benutzen unseren Schmerz und fordern die Menschen auf, mit ihnen zu beten. Aber während die Menschen den Toten gedenken; was machen die Machtinhaber? Sie entfesseln mehr Krieg und Polizeistaat-Repressalien. Und sie manchen die Menschen der Welt zur Beute.

Sie reden davon die Menschen zu beschützen, aber die ganze Zeit über erstellen sie Namenslisten, führen Razzien durch und setzen ausgedehnte Überwachungsmaßnahmen in Kraft. Sie reden davon den Terror zu beenden, durch Krieg, und bereiten ihre Streitkräfte darauf vor, großen Schrecken zu verbreiten. Sie wollen, dass wir uns mit ihnen vereinen und ihre Fahne schwenken, Nein.

Während der Druck der Gegenwart auf uns lastet, erinnern wir uns an die Lehren der Geschichte. Sie reden von einem neuen Pearl Harbor und wir erinnern uns daran, wie die US-Regierung die Ängste der Menschen um ihre eigene Sicherheit benutzte, um Unterstützung für ihren Plan zu gewinnen, die Japanisch-Amerikaner zusammenzutreiben, ihren Besitz zu beschlagnahmen und sie in Konzentrationslager zu verfrachten. Wir erinnern uns daran, wie sie versuchten jeden, der sich ihnen widersetzte, Zusammenarbeit mit dem Feind zu unterstellen.

Die Erinnerung an diese Verbrechen stärkt unsere Entschlossenheit zu verhindern, dass so etwas nicht noch mal passiert. Dem offiziellen und inoffiziellen Druck, der dazu da ist, um uns einzuschüchtern und hinter ihre Kriegspläne und ihre Fahne zu bringen, können wir uns nicht beugen. Wir können die Logik dieses Giftes in den Drohungen und Angriffen gegen arabische Menschen sehen.

Wähnend Menschen um ihre Nächsten, die sie verloren trauern, während wir uns gegenseitig trösten, müssen all diejenigen, die tatsächlich Gerechtigkeit wollen, den Menschen der Welt die Hand reichen - und mit ihnen gegen die Verbrechen dieses Systems zusammenstehen; um unseren Widerstand gegen jeglichen Akt von Krieg und Unterdrückung zu stärken.

Und während wir unseren Widerstand aufbauen, müssen wir uns hundertprozentig klar sein über das Wesen dieser Unterdrücker, die auf einen neuen Krieg zurasen: Diese arroganten verlogenen Kreaturen herrschen nicht im Interesse der Menschen dieses Landes noch der der Welt. Und solange sie an der Macht bleiben, wird der Schrecken, den ihr System hervorbringt, weiter vom Himmel regnen.

Revolutionäre Kommunistische Partei (USA)
14. September, 2001

Im Internet siehe: www.rwor.org


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