Durch die lange belächelte und zunächst für wenig erfolgversprechend gehaltene, jetzt aber an Boden gewinnende Querfrontstrategie des Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) rückt dieser mehr und mehr ins Rampenlicht linker Medien. Am 20. Februar 2004 widmet die linke Zeitung "Analyse und Kritik" (vormals "Arbeiterkampf") dem KDS eine ganze Seite (Seite 5).
Der Verfasser, ein gewisser Ralf Fischer, vermittelt seiner Leserschaft unter dem Titel "Die Querfront marschiert, KDS: Politik zwischen links und rechts?" einige ganz bemerkenswerte Erkenntnisse:
"Bei dem Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) handelt es sich um eine der außergewöhnlichsten Gruppen in einem Spektrum von neonazistischen Organisationen und Einzelpersonen, die nur "links blinken", um dann "rechts abbiegen" zu können. Der KDS sorgte mit seinen Aktionen und Provokationen innerhalb der radikalen Linken wie der extremen Rechten schon für viel Gesprächsstoff."
Einige Sätze weiter stellt Fischer fest:
"Bei ... Aktionen waren Mitglieder und Sympathisanten des 1999 gegründeten Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) führend beteiligt. Getreu ihrem vierten Programmpunkt der Gründungserklärung: 'Der KDS lehnt die von interessierten Kreisen häufig vorgenommene Etikettierung "rechts" oder "links" kategorisch ab, alles ist diskussionsfähig, die politische Herkunft der Aktivisten spielt keine Rolle.'"
Zur Geschichte des KDS schreibt der Autor dann weiter:
"Ende der 1990er Jahre lernte Michael Koth auch den einzigen 'Rufer in der Wüste', zumindest im rechten Lager, Thomas Brehl, kennen. Brehl, ehemals engster Weggefährte von Michael Kühnen, war für das Bündnis rechter wie auch linker Sozialisten auf Basis der nationalen Identität leicht zu begeistern. Er schrieb schon 1998 in dem Text 'Der Sozialismus der Zukunft' folgendes zu Papier: 'Von der Idee des nationalen Sozialismus, über ein Europa der Vaterländer zum friedlichen Miteinander der sozialistischen Nationen der Welt, führt der Weg in eine gesicherte Zukunft aller gutwilligen Menschen unserer Epoche.'... Fasziniert von diesem 'Revolutionär, Visionär und Kämpfer' initiierte Koth mit ihm am 14. Februar 1999 im hessischen Langen den Kampfbund Deutscher Sozialisten, kurz KDS. In Langen wurde die programmatische Grundlage zur Gründung des KDS beschlossen. Unterzeichnet wurde die 'Langener Erklärung' von Michael Koth aus Berlin, Thomas Brehl aus Fulda, dem Chef der 1992 verbotenen Partei Deutsche Alternative (DA), Frank Hübner aus Cottbus, sowie dem Duisburger Neonazi-Aktivisten Michael Thiel."
Die weitere Entwicklung skizziert Fischer dann wie folgt:
"Seit der Gründung versucht der Kampfbund seinem Ziel, ein 'auf die nationalen Erfordernisse zugeschnittener deutscher Sozialismus', der die 'One-World-Gesellschaft', ergo die 'weltweite Verschwörung von Politik und Kapital', ablösen soll, näher zu kommen. Ihr bisheriger Erfolg beschränkt sich auf einige, aber sehr nachhaltige, medienwirksame Auftritte, doch recht wichtige Auslandskontakte und dem stetigen, ..., Zustrom von jungen Neonazis in die Organisation. Sie knüpfen Kontakte zu nationalen Bewegungen in allen Ländern, aber auch Staaten, die sie als antiimperialistisch halluzinieren, auch zum vergötterten Nordkorea oder Irak. Den Hauptfeind verortet der KDS nach eigenem Bekunden rechts, nämlich bei den von ihnen enttarnten 'Reformisten der Reaktion'. ... Michael Koth äußerte entsprechend in einem Interview, 'daß es in beiden deutschen Sozialismusversuchen (der DDR genau wie im Dritten Reich) hoffnungsvolle Ansätze gegeben hat' und schlußfolgert wenig später, daß sich daraus 'auch die Zusammenarbeit mit den Freunden aus dem Irak, aus Kuba, den Palästinensern, der PLO und der PFLP, aber auch mit den Menschen aus Nordkorea (ergibt), denn entscheidend ist: International ist nur der nationale Sozialismus!' Diese abschließende Parole umschreibt recht passend den 'rot-braunen' inhaltlichen Faden der Organisation. So fungierte nach dem Untergang der DDR Michael Koth als Verbindungsmann zur nordkoreanischen Vertretung. Zu einem ersten offiziellen Empfang durch den Botschafter Nordkoreas kam es im Oktober 1999, mit dabei eine Delegation des NPD-Parteivorstandes und des NPD-Landesverbandes Sachsen. Die Kameraden tauschten Solidaritätsnoten aus und versicherten sich der Zusammenarbeit im 'antiimperialistischen Kampf'."
Trotz der unbestrittenen Gegnerschaft des Autors zum KDS und seinen Zielen, kann dieser nur schwer seine Bewunderung und Anerkennung für die Leistungen dieser Kampfgemeinschaft verbergen. Seine polemischen, antifaschistischen Pflichtübungen konterkariert er selbst, wenn er weiter feststellt:
"Das Aufsehen erregende Engagement für Nordkorea, den Irak allgemein und gegen den Angriff der anglo-amerikanischen Streitkräfte im speziellen, resultiert aus ihrer bunten ideologischen Mischung aus sozialistischen Fragmenten, die zusammengehalten werden von der national-völkischen Klammer. Und damit ist auch klar, wer der Hauptfeind für Koth und KDS wirklich ist. Nicht die vermeintlichen Reformisten der Reaktion, sondern der 'schrankenlose Individualismus, der heute den glänzenden Ausdruck im Loveparade-Wahnsinn, McDoof, Burger-King-Essen und amerikanischer Pop-Unkultur findet'."
Und fast schon neidvoll muß der linke Schreiber dem KDS attestieren:
"Es verwundert also kaum, daß der KDS schon lange vor der Kapitulation des irakischen Regimes Geld für den Irak sammelte, also lange bevor linke AntiimperialistInnen für den sogenannten Nationalen Irakischen Widerstand in die Bresche sprangen."
Als dürfe es eigentlich gar nicht wahr sein, daß hier Angehörige des Nationalen Widerstandes und bekennende nationale Sozialisten den Internationalisten des linken Spektrums mehr als nur ein paar Schritte voraus sind, berichtet Herr Fischer weiter:
"Weder die Mitglieder des KDS noch offizielle Vertreter der irakischen Botschaft machten jemals ein Geheimnis aus ihrer unheiligen Allianz. Gegenseitige Besuche standen oft auf der Tagesordnung. VerfassungsschützerInnen, JournalistInnen sowie AntifaschistInnen berichteten wiederholt von solchen Meetings. Der Geschäftsführer der irakischen Botschaft hatte sich sogar bei einem dieser Treffen der Brüder im Geiste die Ehrennadel des KDS ans Revers stecken lassen. Thomas Brehl, Führungsmitglied des KDS, gibt seine Leidenschaft zum 'irakischen Führer' wie folgt zu Protokoll. Saddam Hussein sei eben für ihn ein Mensch, der in einigem an den Führer Adolf Hitler erinnere."
Als sei das bisher Geschriebene noch nicht Lob genug, so stellt Ralf Fischer nun noch das KDS-Führungsmitglied Thomas Brehl in eine Reihe mit europaweit bekannten rechten Führern. Er schreibt:
"So wird auch nachvollziehbar wieso das gegenseitige Verständnis von der europäische extremen Rechten und dem 'Führer des irakischen Volkes' so groß war. Hussein gilt als starker, den Feinden der Völker, personifiziert in den USA sowie Israel, trotzende Führer, der nach ihrer Ansicht eine nationale Volksgemeinschaft hinter sich wußte. Davon können die extremen Rechten in Europa, von Udo Voigt, über Horst Mahler, Thomas Brehl, Jörg Haider und bis hin zu Le Pen bisher nur träumen."
Das "bisher" wurde vom Autor sicher nicht zufällig eingefügt und selbst wo Fischer die durch den KDS federführend initiierte Entwicklung klein redet, kann er nur schwerlich die Angst davor verbergen, daß dies möglicherweise nicht mehr lange so bleiben muß. Zum weiteren Aufbau des KDS schreibt er denn auch folgerichtig:
"Das martialische Auftreten seiner Mitglieder zieht zwar reichlich Jungnazis an, gerade in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland, doch alternative oder gar radikale Linke werden durch dieses Auftreten nicht angesprochen. Ausnahmen bestätigen die Regel, so ein Sprichwort und so natürlich auch in der Realität beim KDS. Einige hemalige oder noch aktive Linke sind zweifellos im Netzwerk des KDS aktiv. In Brandenburg tritt oft ein EX-NVA-Offizier und heutiges PDS-Mitglied im Rahmen der KDS-Veranstaltungen auf und erzählt dann stolz von seiner Zeit in der Nationalen Volksarmee. Eine relativ bekannte Schauspielerin, Imke Barnstedt, u.a in der RTL-Serie 'Hinter Gittern' zu sehen, tritt nicht nur mit ihrem Kulturprogramm 'Bedeutende Frauen in der Geschichte Deutschlands, ...' beim Kampfbund auf, sondern sie bekam überdies schon die Auszeichnung als 'Verdiente Kulturschaffende' des KDS."
Um den weiteren Zulauf deutscher Sozialisten aus dem linken Spektrum zu unterbinden, gibt der Autor vor, die wahren Intensionen des KDS erkannt zu haben:
"Die häufig vorgenommene Etikettierung 'rechts' oder 'links' lehnt der KDS zwar nach Außen hin immer wieder ab, doch ihre Veröffentlichungen wie auch ihre Aktionen lassen nur den Schluß zu, daß der Kampfbund eine rechts neben der NPD stehende Organsiation ist, die sich offen auf den Nationalsozialismus bezieht und versucht KommunistInnen und SozialistInnen mit der nationalen Karte anzusprechen und in ihr Projekt einzubinden."
Wir widersprechen diesem großen Analysten nur sehr ungern und so lassen wir nicht nur seine letzte Aussage weitgehend unkommentiert. Abschließend stellt die Organisationsleitung des KDS lediglich fest, daß wir vor über 5 Jahren einen neuen Weg eingeschlagen haben, nach all den vergeblichen Versuchen nationalrevolutionäre Politik in Deutschland zu betreiben, einschlagen mußten. Im Vertrauen auf die Richtigkeit unserer Analysen und gegen den Widerstand auch des überwiegenden Teils des sogenannten Nationalen Widerstandes sind wir unseren Weg gegangen. Mittlerweile hat der KDS seinen festen Platz im Ringen um Deutschlands Freiheit eingenommen. Noch immer nicht von allen verstanden und von vielen immer wieder angefeindet, gehen wir unseren Weg. Gläubig und unbeirrt.
Wir wissen, daß sich viele von denen, die uns heute noch bekämpfen, ja verfluchen, durch die kommenden Ereignisse eines Besseren belehren lassen müssen. Viele von ihnen - und das ist unsere feste Überzeugung - werden ihren Weg in unsere Reihen finden und dann mit uns gemeinsam am großen Werk mittun: Der Schaffung eines starken, sozialistischen Deutschland im Verbund der europäischen Vaterländer. Gemeinsam müssen die Völker Europas sowohl der Bedrohung durch internationalistische Kapitalsverbrecher trotzen, als auch der Herausforderung, die unserem Kulturraum durch die militante Aggression islamistischer Fanatiker widerfährt.
Die heute herrschenden Repräsentanten einer todgeweihten, völkerrechtswidrigen Nachkriegsordnung sind zu einer ernstzunehmenden Gegenwehr gar nicht wehr Willens oder in der Lage. Nur aus der Kraft ihrer Völker werden die Staaten Europas ihre Freiheit gewinnen und bewahren können. Nur die Idee der Volksgemeinschaft, die alle Töchter und Söhne des jeweiligen Volkes einschließt, verheißt uns die Rettung. Die zur Aufspaltung der volkstreuen Kräfte mehr und mehr ungeeigneten Etikettierungen "rechts" oder "links" gehören für uns der Vergangenheit an, sie haben für uns ihre frühere Bedeutung verloren. Wir sind nicht "links" oder "rechts" wir sind deutsch! Deutsch wie es unsere Väter waren und deutsch, wie es auch unsere Enkel und Urenkel noch sein sollen! Deutsch wie die Wälder und Auen, die uns umgeben und deutsch wie die Sprache, die wir sprechen! Deutsch, wie die Lieder, die wir singen und deutsch wie die Fahne, die wir im Herzen tragen! Wir werden uns nicht mehr entzweien lassen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Und nur wer stark ist, kann seinen Feinden trotzen. Weder durch die Globalisierung, noch durch Überfremdung darf Europa seinen abendländischen Charakter verlieren und untergehen! Wer heute noch "rechts" oder "links" ist, behindert den europäischen Überlebens- und Freiheitskampf! Er wird den künftigen Erfordernissen und Aufgaben nicht gewachsen sein. Ab heute sind wir nur noch eines: