Gestern fand nun - nach etlichen Rechtskämpfen - der turnusmäßige Parteitag der Thüringer NPD statt.
Durch die traditionell gute Zusammenarbeit im Freistaat, beteiligten sich natürlich auch Aktivistinnen und Aktivisten des parteifreien Spektrums daran und man konnte neue Aktionen und - bereits vorausschauend auf 2008 und insbesondere 2009 - einige interessante Entwicklungen erkennen...
Neben den üblichen - bürokratischen - und mitunter recht trockenen Rechenschaftsberichten und parteibürokratischen Problemen und Ansprachen, konnte man gestern noch Peter Marx (Generalsekretär der NPD) und Udo Voigt (Parteiführer) lauschen.
Zuerst gab es allerdings ein paar kurze Grußworte des DVU-Landeschefs Walther Beck, welcher - leider - die Anwesenden versuchte auf den bestehenden Deutschlandpakt einzuschwören, welcher in der derzeitigen Form natürlich unbedingt nachgebessert und neu verhandelt werden muss.
Dies ist nicht nur die strategisch und taktische Meinung vieler parteifreier und sicherlich auch NPD-interner Kreise, sondern selbst DVU-Kreise wissen dies und sind bereit mit uns gemeinsam und vor allem realistisch die Vorbereitung für das Superwahljahr 2009 in und für Thüringen vorzubereiten.
Die Reden der beiden NPD Führer waren - wie gewohnt - rhetorisch gut und natürlich stets an die Arbeit der NPD als einzige fundamentaloppositionelle Chance in den bundesdeutschen Parlamenten angelehnt! Besonders Peter Marx zeigte an einigen Beispielen aus dem sächsischen und dem mecklenburg-vorpommerschen Landesparlamenten in welcher Form dort die etablierten Parteienkartelle NPD Anträge zuerst ablehnen und dann - einige Zeit später - fast identisch selbst als Gesetzesentwürfe einbringen. Die Zeichen in der politischen Landschaft stehen also nicht selten auf geistigen Diebstahl und fast immer auf Opportunismus in den Buchstabenparteien "SPDCDUFDPCSUPDSGRÜNE" (Buchstaben natürlich wahlweise austauschbar).
Wichtig für die parteifreien Gruppen & auch die NPD-Basis in Thüringen war wohl die kurze Rede von Thomas Gerlach (KDS-Organisationsleitung), welche wir im Wortlaut dokumentieren wollen:
"... Der heutige Landesparteitag ist nicht wie jeder andere und er ist auch nicht nur für die Aktivistinnen und Aktivisten der NPD in Thüringen wichtig, sondern er hat weiter reichendere Bedeutung auch für die parteifreien Gruppen im Freistaat.
Jeder von uns weiß, dass 2009 in Thüringen ein immens wichtiges Jahr für die NPD und alle nationalen und sozialistischen Gruppen ist! Das Superwahljahr verlangt von uns bereits jetzt eine klare und vor allem auch öffentliche Vorbereitung!
Wir haben in der Vergangenheit die Bestrebungen der NPD in Thüringen unterstützt und flankiert und die Zusammenarbeit zwischen parteifreien Kräften und NPD- Aktivisten kann man deutschlandweit zweifelsohne als vorbildlich bezeichnen. Der zwischen der DVU & der NPD beschlossene Deutschlandpakt war ein folgerichtiger Schritt im Bezug auf die Bündelung des Wählerpotentials und gegen die Zersplitterung der Kräfte. Dies wird von uns auch heute noch begrüßt und unterstützt ...
Nun stellt sich allerdings -auch wenn sie von der Parteiführung derzeit gekonnt umschifft wird- zweifelsohne die Frage:
Wie geht man 2009 mit der Möglichkeit zum Einzug der NPD in den Landtag von Thüringen um!? Ich betone ausdrücklich NPD, denn wir dürfen unsere Augen nicht vor der Realität verschließen und ich denke wir alle wissen, dass es in Thüringen nur die NPD sein kann, die diesen Sprung ins Landesparlament schaffen würde!
Ein Pakt ist nur so wertvoll, wie beide Parteien auch bereit sind, ihn im Sinne des großen Zieles flexibel zu gestalten und wenn notwendig auch nachzubessern! Wir, als parteifreie Aktivisten hoffen, dass die Parteiführung endlich das anspricht, was an der Basis seit langem besprochen und vor allem diskutiert wird. Nämlich der Antritt der NPD zur Landtagswahl 2009 in Thüringen und somit entgegen der DERZEITIGEN Vereinbarungen des Deutschlandpaktes!
Es ist kein Geheimnis, dass die DVU in Thüringen NICHT in der Lage sein wird, einen flächendeckenden und glaubwürdigen Wahlkampf für eine Landtagswahl hier mit landeseigenen Kräften zu gestalten!
Das politische Bild der nationalen und sozialistischen Opposition wird im Freistaat größtenteils von der NPD und uns parteifreien Kräften organisiert und gestaltet.Wir hoffen, dass die Parteiführer sowohl der NPD als auch der DVU nicht starr einen Pakt umzusetzen versuchen, obwohl sich die Chance auf den Einzug einer nationalen Landtagsfraktion im Freistaat bietet! Dies kann in Thüringen sowohl personell als auch logistisch nur von der NPD bewerkstelligt werden und die Unterstützung weiter Teile des parteifreien Spektrums werden sich auch nur bei einem Wahlantritt der Nationaldemokraten zum gemeinsamen Wahlkampf zur Verfügung stellen!
Nun stehen sowohl die Parteiführer der NPD als auch Herr Frey in der Pflicht, zu beweisen ob sie pragmatisch bereit sind ein Ziel gemeinsam zu erkämpfen, oder ob es dogmatisch in eine Sackgasse für Thüringen und somit für ganz Deutschland gehen wird!
Im übrigen wird es in Thüringen eine Zusammenarbeit im Wahlkampf nur abseits von finanziellen Abkommen oder Versprechungen geben, denn wir sind überzeugt davon dass solche Preisabsprachen die weltanschauliche Grundlage vom Zusammenarbeiten zugunsten einer rein spekulativ-finanziellen Zusammenarbeit zerstören und man wird kein gleichwertiger Partner im politischen Ringen bleiben, sondern stattdessen zum kapitalistischen "Geschäftspartner"!
Dies zu verhindern ist uns innere Verpflichtung als idealistische Kämpfer für ein besseres Deutschland!
Es bleibt also zu hoffen, dass die Bundespartei und auch die Thüringer NPD-Spitze, gemeinsam mit der DVU die Chance 2009 mit einem Wahlantritt der NPD ergreift! Wir jedenfalls stehen bereit! ... "
Auch Thorsten Heise (Landesvorstand & Bundesvorstandsmitglied) bekräftige die Stimmung an der Basis inner- und außerhalb der NPD und somit ist nun hoffentlich die Zeit gekommen, wo man der Realität in die Augen blickt und endlich direkt und offen versucht den Deutschlandpakt durch neue Verhandlungen und vor allem sachlich so zu ändern, dass es im Sinne dieses Deutschlandspaktes - nämlich im Sinne von Deutschland! - in Thüringen die Chance auf einen Einzug einer nationalen und sozialistischen Landtagsfraktion 2009 im Freistaat geben kann.
Die DVU in Thüringen ist und bleibt uns natürlich weiterhin Partner, wenngleich zur Bundespartei natürlich teilweise extrem große weltanschauliche Unterschiede spürbar sind! In Thüringen war und soll die Zusammenarbeit auch mit der DVU weiterhin so fruchtbar bleiben wie bisher (auch wenn sie personell nicht so quantitativ arbeiten kann, wie die NPD beispielsweise, so ist sie dennoch inhaltlich abgehoben zur Bundes-DVU).
Denn wo gibt es schon eine so breite Zusammenarbeit von radikal-sozialistischen Kräften, über nationaldemokratische, hin zu patriotischen Kreisen?
Thüringen IST also gut aufgestellt und vor allem bereit für 2009!
Nun liegt es an den Parteiführern der DVU und der NPD
10.12.2007