Antikriegstag in Neuruppin
KDS und Freie Kräfte zeigen Flagge gegen den Imperialismus
von KDS-Mitglied Simon Richter


KDS und freie Kräfte in Neuruppin Zum 1. September, dem traditionellen Antikriegs- und Weltfriedenstag organisierten KDS und freie Kräfte aus Berlin und Brandenburg eine antiimperialistische Demonstration in Neuruppin. Zwischen 12.00 und 13:00 Uhr Uhr sammelten sich vor dem Bahnhof 50-60 junge Aktivisten, um ein deutliches Zeichen gegen die Kriegstreiber in Washington und Jerusalem zu setzen. Für die Gegenseite unserer Demonstration hatten Antifa und bürgerliche Gruppen eine Mischung aus aufgehetzten Jugendlichen, Alt-PDSlern und Betrunkenen mobilisieren können, aber ein großer Teil der Anwesenden war einfach nur aus Neugierde vor Ort.

Obwohl auf dem Weg nach Leipzig und damit quasi auf der Durchreise, ließ es sich KDS-Kader Thomas Gerlach nicht nehmen, zu Beginn eine antiimperialistische Rede zu halten. Seine Ansprache war denn auch eine einzige Anklage gegen die Bundesrepublik für ihre Unterstützung der imperialistischen Politk der USA. Kamerad Gerlach schloß seine Rede mit den Worten: "Deutsche Sozialisten stehen deshalb ganz klar solidarisch mit allen Befreiungsbewegungen weltweit, die sich gegen die Besatzung und somit das internationale Kapital zur Wehr setzen! Sei es der Iran, Afghanistan, der Irak oder Kuba! Seien es der Libanon, Chile, Nordkorea oder die südamerikanischen Staaten!"

Michael Koth führt die Demo an Nach Koordinierung mit den grünen Einsatzkräften nahm der Zug Aufstellung mit Front und Seitentransparenten sowie einem Lautsprecherfahrzeug vorneweg. Dann begann Michael Koth, Regionalbeauftragter für Berlin und Mitglied der Org.-Ltg. des KDS seine Brandrede, in der er den US-Imperialismus für seine Kriege und Verbrechen in der Welt sowie seine kapitalistischen Helfershelfer und Büttel in Berlin scharf angriff. Anschließend bot er den pfeifenden und kreischenden Gegnern den Dialog an; sicherte jedem, der sich unseren Argumenten stellen würde, freies Rederecht bei körperlicher Unversehrtheit zu. Dazu fühlte sich aber keiner in der Lage, stattdessen gab es durch einen stark alkoholisieren Mann den Versuch einer Handgreiflichkeit, der aber zügig abgewehrt werden konnte.

Der geistige Horizont unserer Gegner kam über die "Nazis raus!" - Schallplatte leider nicht hinaus. Ein "Sportsmann", der Michael Koth eine rote Karte zeigen wollte, bekam die entspechende Antwort: "Zeig doch lieber dem Kapitalismus und den Verbrechern an der Wallstreet eine rote Karte, zeig denen die rote Karte, die behaupten, die Freiheit der BRD wird am Hindukusch verteidigt!" was dann bei einigen Zuschauern spontanen Applaus auslöste. Micha Koth führte weiter aus: "Wir stehen in der antiimperialistischen Tradition der gesamten Friedensbewegung, auch in der Tradition eines Rudi Dutschke, eines ermordeten Philipp Möller und vielen anderen Antiimperialisten und werden uns das Recht auf die Straße nicht verwehren lassen! Die Straße frei den jungen Friedenskämpfern!"

Starke Polizeipräsenz Eine kleine Sitzblockade, die sich vorübergehend gebildet hatte, wurde noch aus dem Weg geräumt, dann begann der Marsch durch die Innenstadt und durchs Neubauviertel. Mit Sprechchören und Redebeiträgen zur sozialen Frage, zum kapitalistischen Ausbeutersystem und zu den verbrecherischen Überfällen auf den Irak und Afghanistan, artikulierte sich unser Marsch. Auch der Abzug aller Truppen der Bundeswehr im Ausland war eine zentrale Forderung. Einer völlig gehirngewaschenen Gestalt gelang dann ein Übergriff auf unseren Redner infolgedessen das Mikrofon beschädigt. Bei den teilweise sehr apathisch wirkenden Gegendemonstranten kam es zu völliger Verwirrung, als in der musikalischen Untermalung der Demonstration auch antiamerikanische Titel aus DDR-Zeiten erklangen, sowie auch revolutionäre Musik aus Chile gegen das Pinochet-System. Immer wieder waren auch ältere Volkgenossen zu sehen, denen manche der alten Lieder bekannt vorkamen und die diese auch mitsangen.

Transparent Am Ausgangspunkt unseres Zuges angelangt, bekräftigte Michael Koth nochmals auch unsere solidarische Haltung zu allen nationalen und sozialistischen Bewegungen in der Welt und zu Ländern wie zum Beispiel Kuba, Venezuela und Bolivien in Südamerika, die bereits heute ein Bündnis souveräner Staaten gegen die USA schmieden. Die starke Indoktrinierung der Gegendemonstranten mit einem Bild von uns, wie wir angeblich sein sollen, ist auf die Darstellung der Medien und den Bündnissen vor Ort zurückzuführen, konnte aber durch die Rede und Musik teilweise durchbrochen werden. Die vergangene Woche hatte entsprechendes Klientel wohl aus allen propagandistischen Rohren geschossen. Dennoch konnte die Demonstration ohne weitere Zwischenfälle beendet werden.

Radeberg, 02. September 2007


     
   


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