Nachtrag zu meinen Lebenserinnerungen
von Thomas Brehl


Thomas BrehlVöllig überraschend rief mich heute, am 23.11.2009, Jürgen Mosler an. Auslöser war eine Debatte in den Kommentarspalten von Altermedia, dem großen, rechten Internetnachrichtenportal.

Jürgen Mosler spielte beim Putsch gegen Michael Kühnen eine herausragende Rolle und niemals hätte ich gedacht, daß es nochmal zu einem Kontakt zwischen ihm und mir kommen könnte, bzw. würde.

In den Kommentarspalten von Altermedia wollten jedenfalls einmal mehr einige anonyme Hetzer ihr zersetzendes Süppchen kochen und richteten besonders gegen mich ihre schweren Angriffe, wie ich sie aus den Zeiten nach dem Putsch gegen Kühnen nur zu gut kannte. Besonders clever wähnte man sich offenbar, indem man einen Kommentar unter meinem Namen abgab, der den Eindruck erwecken sollte, ich würde die gegen mich vorgebrachten Verleumdungen teilweise einräumen. Die Richtigkeit der Angriffe sollte zudem ein Kommentar suggerieren, den man im Namen von Jürgen Mosler abgab und der die Verleumdungen präzisierte. Dem Nichteingeweihten ergab sich also das Bild, daß ich gegen mich gerichtete Vorwürfe einräume, nachdem sie vom Zeitzeugen Jürgen Mosler bestätigt wurden. Dem Thiazi-Forum war das direkt ein eigener „thread“ wert, der Plan der Hetzer schien aufzugehen.

Ziel war offenbar nicht nur die Diskreditierung meiner Person, sondern gleichzeitig sollte der Eindruck erweckt werden, die alten Grabenkriege wären mitnichten beigelegt, sondern wären im Gegenteil wieder aufgeflammt.

Jürgen Mosler durchschaute dieses Treiben genauso schnell wie ich, wir „alten Hasen“ haben ein untrügliches Gespür für das infame Treiben unserer Gegner. Daß er mich aber anrufen würde, das hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Jürgen Mosler versicherte mir nicht nur, daß der erwähnte Kommentar nicht von ihm sei, er regte als Reaktion darauf an, nunmehr auch zwischen uns beiden das alte Kriegsbeil endgültig zu begraben. Die unter der Ägide unseres unvergessenen Kameraden Jürgen Rieger ausgehandelte „Gemeinsame Erklärung“ zwischen dem Kühnen-Flügel und seinen Gegnern gelte für ihn ohnehin noch immer, vielleicht könne man ja über 20 Jahre nach dem Geschehen auch wieder in einen regelmäßigen Meinungs- und Informationsaustausch treten.

Spontan willigte ich ein, denn was immer auch vor vielen, vielen Jahren vorgefallen sein mag, es war in seinen ausufernden Konsequenzen nicht abzuschätzen und daher auch so von niemandem gewollt. Allen Beteiligten war irgendwann klar geworden, daß Grabenkriege innerhalb des Nationalen Widerstandes nur dessen Gegnern nutzen würden. Wir haben alle unsere Lektion gelernt und manchem wurde erst angesichts der Spaltung klar, wie wertvoll die Einheit des Nationalen Widerstandes ist und daß sie darum als Fernziel nie aus den Augen verloren werden darf. Dazu mahnen uns auch verstorbene Kameraden wie Friedhelm Busse, Otto Riehs und Jürgen Rieger. Jürgen Mosler und ich bleiben in Kontakt und werden künftig allen Spaltungsversuchen und jeder verleumderischen Hetze gemeinsam entgegentreten.