Der KDS und die deutsche Diaspora in Paraguay und anderen Ländern
von KDS-Kamerad Ingo Mering aus dem Baskenland
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Millionen Deutsche aus Landstrichen vertrieben, in denen sie bisher gelebt hatten (Schlesien, Pommern usw.) oder sie sind vor der Barbarei und den Grausamkeiten, die gegen das deutsche Volk verübt wurden, geflohen. Manche Deutsche fanden ihre neue Heimat im westlichen Teil Deutschlands, andere entschieden sich für einen Neubeginn in anderen Ländern. Manche gingen nach Spanien, andere entschieden sich, nach Lateinamerika zu ziehen, insbesondere nach Argentinien und Paraguay.
Außerhalb Europas findet man die größten deutschen Gemeinden in den USA, Brasilien und Argentinien, wohin Millionen Deutsche im Laufe der letzten 200 Jahre ausgewandert sind. Nichtsdestotrotz spricht die große Mehrheit ihrer Nachfahren kein Deutsch. Ganz besonders im Falle Paraguays, das eine wachsende Anzahl von Kolonisten aus Deutschland und Europa aufgenommen hat (die Menschen waren nicht notwendigerweise Kriegsflüchtlinge, sondern einfache Kolonisten auf der Suche nach einem wunderbaren Land für ein neues Leben).
Zur Zeit leben 120.000 Abkömmlinge von Deutschen in Paraguay, 50.000 Mennoniten und 250.000 Deutsche aus Brasilien. In der Tat ist es eine kleine Zahl, die in Gefahr ist, in wenigen Generationen ihre nationale Identität zu verlieren. Ich habe eine kleine Kolonie von Deutschstämmigen in Paraguay entdeckt. Unglücklicherweise sind sie allgemein sehr vermischt mit den Indios und anderen Nicht-Weißen. Manch deutsche Charakteristika können in den Gesichtern dieser Leute aber noch erkannt werden (aber sie haben alle schwarze Haare). Menschen mit einem geringeren Vermischungsgrad konnten sich sogar noch ihre weiße Haut bewahren. Die deutsche Sprache haben sie komplett vergessen. Und wie in allen Ländern, die von Menschen deutschen Ursprungs im Ausland bewohnt werden, wurden die ursprünglich deutschen Nachnamen ans Spanische angeglichen. So heißt es z.B. „Esnaider“ anstatt Schneider oder „Rosember“ anstatt Rosenburg. Dies ist aber normal angesichts der spanischen Neigungen, Nachnamen an die örtliche Schreibweise anzupassen.
Auf eine bestimmte Art ist es das gleiche wie bei den Rußlanddeutschen. Sie sie sind keine richtigen Russen, aber genausowenig können sie behaupten, Deutsche zu sein. Der Verlust der deutschen Identität in der Diaspora ist furchtbar!
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Rußlanddeutschen (oder Wolgadeutschen) jahrzehntelang in Rußland verfolgt und es war ihnen verboten, Deutsch zu sprechen. Die Sowjetregierung verfolgten und vernichteten Tausende dieser „Deutschen“ und bis heute erkennt Rußland ihr Verfolgungsschicksal nicht an und entschädigt sie nicht. Die Sowjetregierung entwickelte einen Plan zur Assimilierung und „Russifizierung“ der Rußlanddeutschen. Sie wurden in weit abgelegene Gebiete Rußland deportiert und es wurde ihnen verboten, zurückzukehren und sich wieder im Wolgagebiet anzusiedeln (der alten „Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen“).
In Nordamerika wurden während des Ersten und Zweiten Weltkrieges Tausende deutschgeborene Kanadier und USA-Bürger in Lager gesteckt und zur Zwangsarbeit verpflichtet. Im 18. und 19. Jahrhundert waren Deutsch-Amerikaner die sichtbarste nicht-anglophone Gruppe in den USA. Viele Deutsche lebten in Pennsylvania, aber deutschsprachige Schulen und Medien waren auch im Mittleren Westen, am Mittleren Atlantik und in anderen Staaten verbreitet. Im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche, aber zumeist unkoordinierte Übergriffe gegen diese Gruppierung.
In Rumänien sieht es nicht besser aus, wo 400.000 Nachfahren von Rumäniendeutschen leben, die aber ihre Sprache, Kultur und nationale Identität vollständig verloren haben.
Die deutsche Sprache ist die Muttersprache von etwa 100 Millionen Menschen in Europa. Es folgt Französisch mit 66,5 Millionen Muttersprachlern und Englisch mit 64,2 Millionen. Deutsch ist die weltweit am dritthäufigsten gelehrte Fremdsprache, die zweithäufigste in Europa und die dritthäufigste in den USA (nach Französisch und Spanisch). Sie ist eine der offiziellen Sprachen der EU, in der sie die zweithäufigste gelehrte Fremdsprache ist. Damit zählt die deutsche Sprache 150 Millionen Sprecher in 38 Ländern dieser Erde.
Wir Kämpfer vom KDS denken an die Deutschstämmigen in aller Welt. Wir werden uns für eine Außenpolitik einsetzen, die sich darum kümmert, die deutsche Sprache und Kultur überall dort zu fördern, wo sie zu verschwinden drohen und wo ein Deutscher seine neue Heimat errichtet. Wir fühlen uns unseren deutschen Brüdern verpflichtet! |