Michel Friedman besucht Veranstaltung von KDS und Volksfront in Berlin

von Thomas Brehl


Michael Koth Uns sprachlos zu machen ist nicht eben leicht. Man erlebt einfach zuviel in der politischen Auseinandersetzung, als daß einen etwas wirklich noch schocken könnte. Trotzdem waren die Kameraden gestern am späten Abend für einen kurzen Moment völlig überrascht, als Michel Friedman, Gutmenschenikone mit Koksflecken auf der von Nutten zerknautschten weißen Weste, urpötzlich den Hinterraum jener Berliner Kneipe betrat, in dem die Kameraden der Berliner Volksfront unter Vorsitz des Chefs der Berliner Bezirksleitung des KDS und Mitglied in dessen Organisationsleitung Michael Koth, gerade einem Vortrag zum Thema "Chandra Bose- Indischer Freiheitskämpfer" gelauscht hatten.

Michel Friedman Friedman kam in Begleitung mehrerer Kripo-Beamter in die Gaststätte und wollte mit Koth "diskutieren". Koth erklärte - angesichts des Schocks eine sehr gute Reaktion - daß wir eigentlich immer diskussionsbereit seien, daß es aber die Rechtslage in der BRD und die Knebelung der Meinungsfreiheit geraten erscheinen lassen, seine Meinung nicht in Friedmans Anwesenheit und der der Politischen Polizei zu äußern. Die Polizei hatte nämlich in der dekorierten Kneipe schon nach "Beschlagnahmeobjekten" Aussschau gehalten und war sichtlich überrascht neben den Plakaten "Unbesiegbares Korea" das Porträt Michael Kühnens hängen zu sehen. Strafrechtlich Relevantes wurde nicht gefunden...

vergrößern Wir sind ehrlich genug zuzugeben, daß wir Friedmans Auftauchen auf dieser Veranstaltung von Volksfront und KDS nicht so recht einordnen können. Zuvor war Friedman bei der NPD und hat auch mit Udo Voigt, mit Pastörs und Marx gesprochen. Vielleicht hatte Friedman die stille Hoffnung auf der KDS-Veranstaltung noch für einen Eklat sorgen zu können? Vermutlich hatte er von der Kripo den Hinweis erhalten, daß Michael Koth gerade eine Informationsveranstaltung in einer Berliner Kneipe durchführte. Wir bleiben in dieser Sache am Ball, wenn neue Informationen vorliegen erfahrt Ihr sie über Altermedia oder die Netzseiten des KDS (www.kds-im-netz.de und www.kds-im-angriff.de)