Nationaler Gesprächskreis in Altenburg/ 09.01.2009: Querdenker und kontroverse Diskussionen

Vor unerwartet vollem Haus fand am gestrigen Freitagabend der nächste Nationale Gesprächskreis im Altenburger Land statt und dieser war –erwartungsgemäß- sehr kontrovers und umstritten! Dies war beabsichtigt und man kann deshalb –vorweg gesagt- von einem erfolgreichen Abend sprechen…

Nach einer kurzen Einleitung durch einen Vertreter des Freien Netzes Altenburg und einem kurzen Abriss über den sehr untypischen politischen Werdegang von Michael Koth stieg dieser mit seinem Referat auch direkt in den Abend ein.

Seine Themen waren sehr breit gefächert und so kam er über die Notwendigkeit einer Deutsch-Russischen Achse im geopolitischen Kontext -und vor allem deren geschichtliches Fundament von Tauroggen bis Rapallo- über den antizionistischen Kampf und der Abwehr imperialistischer Einflüsse zur DDR und auch zur PDS/Linken, die Michael Koth treffend als „Partei des Sozialabbaues” titulierte und deren unsoziale Realität er am Paradebeispiel Berliner rot-rote Regierung und deren Verbrechen (sinnbildlich gesprochen) am Sozialstaat darstellte. „Die PDS ist längst im System angekommen” stellte er deshalb völlig richtig fest!

In der sich anschließenden Diskussion stellte Michael Koth deutlich heraus, warum unser Blick in Richtung Osten gehen müsse und das dieser nicht gleichzusetzen sei, mit dem heuchlerischen Projekt der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft” aus der ehemaligen DDR!

Koth auf Demo zum Weltfriedenstag in Neuruppin

(Michael Koth auf einer Antikriegsdemonstration im Jahre 2007)

Auf weiterführende Fragen stellte Koth klar, dass für Ihn Nationalismus und Sozialismus eine dialektische Einheit bilden würden und diese untrennbar verbunden seien. Anstrebenswert kann daher nur ein so genannter „internationaler Nationaler Sozialismus” sein und dieser müsste sich auf einen Austauschhandel stützen und dürfte natürlich auf kein Weltzentrum haben…

Am Kontroversesten wurde aber seine –für viele zu einseitig positiv gehaltene!- Wertung der DDR diskutiert! Michael Koth hielt den Kritikern entgegen, dass es in der DDR eine gelebte Volksgemeinschaft gab, wobei aber von seinen Kritikern festgestellt wurde, dass diese nicht wirklich der Staatsführung geschuldet waren, sondern eher aus der gesellschaftlichen Notwendigkeit heraus entstand. Hier konnte man sich –zumindest im offiziellen Teil- nicht einigen, wenngleich man sich hinterher –in den persönlichen Gesprächen- durchaus annäherte und anerkannte, dass die DDR sicher kein Paradies war –wie dies gerne aus linken Kreisen so dargestellt wird- , allerdings alle die wenigstens noch einige Jahre in der DDR erlebten das heutige System –im Vergleich- als asozialer empfanden.

Nun folgte der nächste Referent des Abends und dieser hat eine ebenso atypische –persönlich/politische- Entwicklung wie Michael Koth hinter sich. Seine Schwerpunkte lagen in der Darlegung seiner Idee des „Sozialistischen Volksstaates”, welche er flankierte durch Wege des politischen Kampfes und der Agitation. Das System, welches durch direkte Demokratie und ein Rätesystem gestützt wird, solle durch eine defensiv ausgerichtete Volksmiliz geschützt sein und „Freddy Toll” lehnt sich hier –nicht unerwartet- stark an das Verteidigungssystem der DDR an, als er beispielsweise auch Betriebskampfgruppen zur Verteidigung vorsah!

„Freddy Toll” stellte zudem die –sehr provokative- Aussage in den Raum, dass er selbst „radikaler Sozialist” sei und bereits die „Vergesellschaftung der kleinsten Imbissbude” fordere. Dies sollte natürlich nur die Diskussion anstoßen und man war somit schneller auf dem –nach „Freddy Toll” völlig richtig erkannten! – Punkt der Hauptproblematik der nationalen Opposition, nämlich der Eigentumsfrage, die man viel zu weit sich weg zudrücken versucht von sich! Eine Vergesellschaftung der Schlüsselindustrie sei –so „Freddy Toll”- zwingend der Privatisierung entgegenzusetzen und durch staatlich installierte Mitspracherechte bzw. Kontrollmechanismen in den Betrieben durch aktive Einbindung der Arbeiterschaft zu flankieren.

Die Volksgemeinschaft sei nur über einen Klassenkampf zu erreichen, so „Freddy Toll” weiter und er sage dies nicht, weil ihm das gefalle, sondern weil dies einfach realistische Notwendigkeit sei. Es müssen also agitatorische Konzepte erarbeitet werden, wobei die Meinungsmultiplikatoren einen wichtigen Wert erhalten und zentrale Bedeutung haben müssten…

Die Entlohnung stellt sich „Freddy Toll” durch ein Grundeinkommen vor, welches dann durch eine „Leistungsgerechte Entlohnung” den menschlichen Wettbewerb und dem Streben nach Verbesserung Rechnung tragen sollen.

Wenngleich auch „Freddy Toll” mit seinen Ausführungen nicht immer auf Konsens stieß, so hörte man auch hier viel Zustimmung und besonders viele junge Aktivisten konnten sich im direkten Gespräch im Anschluss weitergehende Positionen und Meinungen sowie Ergänzungen einholen…

Alles in allem endete der Abend genau da, wo man ihn an sich haben wollte, nämlich in unzähligen Gesprächen und Diskussionen über die mithin natürlich radikal wirkenden Positionierungen sowohl von Michael Koth als auch von „Freddy Toll”!

Dadurch das beide Referenten umfangreiches Material mit zum Gesprächskreis brachten, können sich die Anwesenden nun auch Zuhause weiterführende Literatur zu Gemüte führen und sich ein Bild der linksnationalen Programmatiken machen…

Wir jedenfalls glauben, dass der Abend den Anwesenden sicherlich allen etwas brachte! Der Geist der steht’s in Bewegung bleibt muss natürlich nicht zwingend im linksnationalen Lager ankommen, aber er sollte zumindest die Thesen und Theorien wahrnehmen und diskutieren. Wer dies offen tut, wird als Nationaler Sozialist durchaus neue –wichtige!- Sachen erkennen, die im modernen NS des 21. Jahrhunderts notwendig sind und werden.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal…

Quelle: Freies Netz Altenburg